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Ich habe eine E-Mail bekommen, in der ein deutscher Freund von mir folgenden Satz geschrieben hat:

Bei uns gibt es einen Spruch: »Nenne mir einen Satz mit X: Das war wohl nix.«

Da ich diesen Ausdruck nicht kenne, habe ich ihn gesucht und diese Seite über Redensarten gefunden. Die Bedeutung ist:

die Hoffnung / Erwartung wurde nicht erfüllt; das Vorhaben konnte nicht realisiert werden.

Und noch dazu:

umgangssprachlich, salopp; Die scherzhafte Redewendung wird bei einem Scheitern oder einer Enttäuschung benutzt. [...] Die orthographisch falsche Schreibweise "nix" statt "nichts" [...] trägt hier den scherzhaften Charakter.

Dann verstehe ich, worauf sich mein Freund bezieht. Aber ich verstehe den Ausdruck immer noch nicht, nicht ganz.

Warum »ein Satz mit X«? Ist es nur, um den Gesprächspartner zu überraschen und zum Lachen zu bringen, weil der Satz eigentlich kein echtes X enthält? Oder gibt's etwas Anderes? Zum Beispiel: Gibt es einen »normalen«, »erwarteten« Satz mit X, an den man normalerweise denken würde? Gibt's eine Bedeutung, die ich nicht verstehe?

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    Lerne: Email = glasartiger Überzug auf Metall, z.B. für Töpfe, Badewannen oder Schmuck. Aber E-Mail = elektronische Post. Ich habe das (und einige andere Fehler) in deinem Posting korrigiert. – Hubert Schölnast Apr 5 '18 at 4:44
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Die Bedeutung der Redewendung hast du ja schon selbst rausgesucht, darum werde ich darauf nicht weiter eingehen.

"Nix" bedeutet umgangssprachlich nichts anderes als "Nichts". Darum kann man den ersten Teil der Redewendung wortwörtlich nehmen: Ein Satz mit X (was aussagen soll: ein Satz der ein X beinhaltet) ist wie man sieht "Das war wohl nix". Der erste Teil der Redewendung bezieht sich also auf kein beliebiges X, sondern leitet den zweiten Satz ein und bezieht sich nur auf den. Der dadurch erreichte Reim unter dem Motto "Reim dich oder ich fress dich" verstärkt dazu den augenzwinkernden Ansatz.

Statt also bei einem Scheitern einer anderen Person zu sagen "Das war wohl nichts" und dabei strenger als gewollt oder sogar tadelnd zu wirken, kann man diese humoristische, ironische Redewendung benutzen.

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Nein, da ist eine große semantische Leere, die einfach nichts weiter bedeutet. Ein Reim, der vielleicht auch eine milde Schadenfreude ausdrückt und zu erheitern versucht, aber im normalen Sprachgebrauch sagt man sonst nie "Satz mit X - Klebefix" oder "Satz mit U - Uhu" oder sonstwas in der Art, von spontanen Kreativbildungen abgesehen, die sich Lankwitz oder Döberitz ereignet haben mögen.

Apropos:

Kurzer Witz: Lankwitz.

  • Nicht ganz gleich, aber etwas ähnliches gibt es schon: »Tschüß mit Ü« und davon abgewandelt: »Tschau mit Au« (Wobei »tschau« eine eigentlich falsche Schreibweise des italienischen Wortes »ciao« ist, in dem gar kein »au« vorkommt) – Hubert Schölnast Apr 5 '18 at 4:49
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    "Tschö mit Ö" kenne ich auch, aber zumindest in meine Hörweite kam das später, viel später. "Tschüß mit Ü" ist dagegen gar kein richtiger Reim. – user unknown Apr 5 '18 at 4:52

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