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Ich habe ein Problem mit der Satzbildung

Wie ist es richtig?

Sie hat einen Stein auf ihn geworfen

oder

Sie hat auf ihn einen Stein geworfen

Ist es dasselbe im Nebensatz?
Z.b.:

Niemand weiß, wer auf ihn einen Stein geworfen hat.

oder

Niemand weiß, wer einen Stein auf ihn geworfen hat.

Wie ist es in der Regel richtig?

Hängt es davon, ob es Dat. oder Akk. ist?

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  • "Sie hat auf ihn ..." ist mindestens nicht gebräuchlich, wenn nicht grammatikalisch falsch. Apr 22 '18 at 10:27
  • 1
    @πάνταῥεῖ Ist es das? Wieso? Sie hat auf ihn einen Stein geworfen (und auf ihn ein Wattebäuschchen). Ich kann da keinerlei Fehler sehen.
    – tofro
    Apr 22 '18 at 10:31
  • 1
    @tofro Mit dem und macht es wieder Sinn. Als alleinstehender Satz is es zumindest ungebräuchlich, bei "grammatikalisch falsch" bin ich mir nicht sicher. Apr 22 '18 at 10:39
2

Beides ist grammatikalisch korrekt und hat auch dieselbe Bedeutung. Die Wahl der Reihenfolge hängt von der Betonung ab und lässt sich im Zusammenhang besser erklären. Man sagt vielleicht das Betonte eher am Anfang des Satzes.
Beispiel:

Sie warf einen Stein und kein Messer auf ihn.

Im Gegensatz dazu ein anderes Beispiel:

Sie warf auf ihn und nicht auf sie einen Stein.

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  • 2
    Die Zitatform ist generell besser zu lesen als die Backticks. Diese sind eigentlich zur Hervorhebung von Code gedacht, was hier i.d.R. nicht relevant sein dürfte. Apr 22 '18 at 10:50
  • @πάνταῥεῖ Danke Apr 22 '18 at 10:52
  • 1
    @userunknown: Kann man, ja, aber die meisten Leser würden es als Betonung sehen. Darum stellt man es "nach vorne". Beim Sprechen kann man ja noch Tonhöhe und Lautstärke zur Betonung benutzen. Apr 22 '18 at 22:14
  • 1
    @userunknown: Auf häufigem Sprachgebrauch. Das wird im Allgemeinen so gemacht. Man betont häufig etwas, indem man es "nach vorne" schiebt, sogar beim Sprechen. Noch nie gesehen oder gehört? Apr 22 '18 at 22:36
  • 1
    @RudyVelthuis: Häufig ist keine präzise Aussage. Die max. Abschwächung ist es dann zu fragen, ob ich das noch nie gehört habe, was überhaupt kein Argument gegen meine Behauptung ist, dass man überall im Satz betonen kann, also auch vorne. Da man beim Sprechen und hören die Sprache eigentlich so gut wie nie analysiert ist häufiger Sprachgebrauch auch kein geeigneter Maßstab. Ich habe keine Häufigkeitsanalyse gemacht - dass ich selbst das zu betonende nach vorne schiebe ist mir noch nicht aufgefallen und auch bei anderen nicht. Unsystematisches Beobachten führt aber leicht zu confirmation bias. Apr 23 '18 at 0:38
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Weder

Sie hat auf ihn einen Stein geworfen

noch

Niemand weiß, wer auf ihn einen Stein geworfen hat.

hört/liest sich für mich gebräuchlich (an).

Es mag sein dass diese Formen etwas mit der gewünschten Betonung zu tun haben, aber ohne weiteren Kontext ist das schwer zu sagen.


Wie ist es in der Regel richtig?

Ich würde sagen

Sie hat einen Stein auf ihn geworfen

und

Niemand weiß, wer einen Stein auf ihn geworfen hat.


Hängt es davon, ob es Dat. oder Akk. ist?

Nein, die Wortstellung hat in diesem Fall nichts mit Dativ oder Akkusativ zu tun, sondern höchstens damit was betont werden soll. Aber wie gesagt, die zuerst genannten Formen sind nicht gebräuchlich, und nur im Kontext zu beurteilen.

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Alle diese Sätze sind grammatikalisch korrekt, aber sie setzen einen anderen Schwerpunkt:

Sie hat einen Stein auf ihn geworfen.

Diese Variante wird überlicherweise verstanden werden, dass die Betonung auf dem Stein liegt. Einfach um klarzustellen, dass es keine Flasche oder Tomate war, sondern ganz klar ein Stein.

Sie hat auf ihn einen Stein geworfen.

Diese Variante legt die Betonung auf "ihn". Man kann sich eine Situation vorstellen, wo mehrere Leute auf andere Steine geworfen haben und es geht darum, wer auf wen geworfen hat. Wenn man die Betonung mal durch Fettschrift hervorhebt, würde folgendes klären, auf welche Zielperson "sie" den Stein geworfen hat.

Sie hat auf ihn einen Stein geworfen.

Alternativ kann die Betonung auch nur auf "ihn" liegen. Wenn sich einer beschwert, dass "sie" ihn mit einem Stein beworfen hat, "sie" aber auf jemand anderen geworfen hat, könnte die Antwort sein, dass der Vorwurf nicht stimmt, denn

Sie hat auf ihn einen Stein geworfen.

Ähnliches gilt auch für die Nebensätze.

Alle Personen wurden mit Steinen beworfen, aber niemand weiß, wer auf ihn einen Stein geworfen hat.

Oder aber:

Er wurde mit vielen Gegenständen beworfen, aber niemand weiß, wer einen Stein auf ihn geworfen hat.

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Alle vier Satze sind grammatikalisch korrekt.

Die neutralste Reinfolge eines deutschen Hubtsatzes ist Nom. Verb Akk. Dat. Deutsch ist in Hauptsätzen SVO, mit extra V2.

So lang Verb und Nom. nebeneinander sind ist es grammatikalisch korrekt, jedoch linguistisch markiert.

Auf ihn hat sie einen Stein geworfen.

Einen Stein hat sie auf ihn geworfen.

*Auf ihn hat einen Stein sie geworfen.

*Einen Stein hat auf ihn sie geworfen.

In Nebensätzen ist Deutsch SOV. Deswegen ist auch in Nebensätzen die neutrale Aufstellung der Satzanteile Nom. Akk. Dat. Verb. In Nebensätzen ist die Aufstellung noch freier.

Niemand wusste, dass...

Sie auf ihn einen Stein geworfen hat.

Auf ihn sie einen Stein geworfen hat.

Auf ihn einen Stein sie geworfen hat.

Einen Stein sie auf ihn geworfen hat.

Einen Stein auf ihn sie geworfen hat.

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  • "Die neutralste Reinfolge eines deutschen Hubtsatzes ist Nom. Verb Akk. Dat. Deutsch ist in Hauptsätzen SVO, mit extra V2." Kann man das auch in verständlichem Deutsch ausdrücken? Ich nehme an, dass der Fragesteller diese Terminologie auch nicht kennt (sonst müsste er wohl nicht fragen). Was ist übrigens ein Hubtsatz? Hauptsatz oder Hubsatz? Und wer "Einen Stein hat auf ihn sie geworfen" oder "Auf ihn hat einen Stein sie geworfen" oder ähnliches schreibt muss wohl klein und grün sein oder einen an der Waffel haben. Apr 23 '18 at 11:33
  • In anderen Worten: bitte ohne zuviel "Fachchinesisch", wenn das eine brauchbare Antwort sein soll. Apr 23 '18 at 11:58
  • "So lang Verb und Nom. nebeneinander sind ist es grammatikalisch korrekt,". In ersten und zweiten Beispiel eines Hauptsatzes stehen sie nicht nebeneinander, da steht noch ein O dazwischen. Und trotzdem sind diese beiden Beispiele die "normalsten". Apr 23 '18 at 12:05

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