I want to say "You probably called me in the morning" but using "dürfen".

Is it just "Du darfst mich am Morgen angerufen haben"?

Also, maybe some comments on how to use it?

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    Which dictionary entry for dürfen has lead you to assume that your sentence conveys the desired meaning? – Carsten S Aug 4 at 16:28
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    Das dürfte "du dürftest mich heute Morgen angerufen haben" sein. – tofro Aug 4 at 16:45
  • @tofro Dein Kommentar dürfte ein Fall für "Please don't answer in comments" sein - aber das dürftest Du wohl besser wissen :) – Marzipanherz Aug 4 at 17:01
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    @Marzipanherz Mein Kommentar dürfte dürfte eher so zu verstehen sein, dass er ein Hinweis an Closevoter sein dürfte, dass "unclear what you're asking" hier kein Close-Grund sein dürfte. – tofro Aug 4 at 17:06
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    Weder das -1 noch das Close-Vote ist von mir, aber dass man raten kann, was gemeint ist, heißt nicht, dass die Frage nicht unklar ist. – Carsten S Aug 4 at 17:26
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You are probably referring to the meaning of dürfen that is listed in the Duden under 1.e.

es ist wahrscheinlich, dass …

Your example sentence would be written as:

Du dürftest mich am Morgen angerufen haben.

To construct sentences that way, you use the Konjuktiv II of dürfen (see the canoo table)

Leider muss ich auf Deutsch antworten. Das folgende soll keine 'letzte Wahrheit' sein, sondern ein Diskussionsbeitrag. Der Grund ist, dass ich den vorgeschlagenen Satz für pragmatisch fehlerhaft halte. Er ist grammatisch nicht zu beanstanden, kann aber sozusagen nur unter Laborbedingungen erzeugt werden und funktioniert nicht oder nur mit abenteuerlichen zusätzlichen Annahmen in der sprachlichen Realität.

Der "epistemische" (Duden-Grammatik 2006 S. 563) bzw. "subjektive Gebrauch" der Modalverben (deutschegrammatik20.de) der Konjunktiv-II-Formen der Modalverben kennzeichnet, das ist richtig, verschiedene Grade an Wahrscheinlichkeit der getroffenen Aussagen, aber nicht nur. Ich kann das hier nur umreißen.

Nehmen wir als Beispiel den

Satz A: Peter ist in Berlin angekommen.

Solange man dafür keine Bestätigung hat, können darüber nur Vermutungen angestellt werden.

Er müsste inzwischen in Berlin angekommen sein.

Damit sagt der Sprecher, je nachdem, dass er aufgrund der ihm vorliegenden Informationen Grund hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Aussage von Satz A erfüllt ist. Man könnte auch sagen: Nichts spricht dagegen, dies anzunehmen.

Er dürfte inzwischen in Berlin angekommen sein.

Dies sagt aus, dass der Sprecher sich dazu berechtigt fühlt, davon auszugehen, dass Satz A gilt. Allerdings räumt er etwas stärker als bei der *müsste-*Variante ein, dass etwas dazwischengekommen sein könnte. Man könnte auch sagen: Solange wir nichts anderes hören, gehen wir (mal) ruhig davon aus.

Er könnte inzwischen in Berlin angekommen sein.

Dies bezeichnet es als weniger wahrscheinlich, aber als nicht auszuschließen, dass Satz A erfüllt ist. Hier könnte der Sprecher auch sagen: Gut möglich, dass er schon da ist, aber wundern würde es mich vielleicht schon.

Er sollte inzwischen in Berlin angekommen sein.

Dies drückt vorrangig die Erwartung des Sprechers aus, dass Satz A erfüllt ist.

Er wird inzwischen in Berlin angekommen sein.

Dies ist eine neutrale Vermutung, ohne Wahrscheinlichkeitseinstufung und ohne den Überzeugtheits- oder Nicht-Überzeugtheitsanteil des Sprechers von der Erfülltheit der Aussage zum Ausdruck zu bringen.

Man kann auch die nicht-konjunktivischen Formen der Modalverben (muss, kann, mag, soll) einsetzen, das führt hier zu weit.

Es macht unter normalen Umständen wenig Sinn, einer angesprochenen Person gegenüber Vermutungen darüber anzustellen, was sie möglicherweise getan hat, noch dazu wenn dieses Tun auf die eigene Person bezogen ist, außer wenn der Sprecher zu einer Person spricht, die schwere Gedächtnisprobleme hat und sich nicht mehr an das erinnert, was sie am Morgen getan hat.

Damit so ein Satz unter gesunden Menschen geäußert werden könnte, müssten z.B. folgende Bedingungen erfüllt sein:

  1. Der Sprecher hat am Morgen keinen Anruf des Angesprochenen angenommen.
  2. Wenn der Sprecher ehrlich ist, weiß er nicht, ob der andere versucht hatte, ihn telefonisch zu erreichen
  3. Der Sprecher misstraut dem Angesprochenen, sonst würde er ihn direkt fragen: "Hast du mich nicht am Morgen angerufen?".
  4. Es muss einen Grund geben, warum der Sprecher diesen Satz sagt. Ein solcher Grund ist sehr schwer zu finden, etwa:
  5. Vorheriger Satz des Angesprochenen: Ich hatte zig Mal versucht, dich zu erreichen, aber du bist ja nicht ans Telefon gegangen. - Du dürftest mich am Morgen angerufen haben, da bin ich aber immer auf dem Golfplatz und habe das Telefon ausgeschaltet. Es wäre ausgesprochen ungalant, wenn ich dort anfange, wie ein Teenager zu telefonieren."

In diesem Fall würde die Antwort eher lauten:

Du wirst mich (wohl) am Vormittag angerufen haben.

oder noch 'natürlicher'

Na dann hast du mich wohl immer am Vormittag angerufen, aber da war ich ...

Es könnte auch sein, dass der Sprecher

  1. ein Selbstgespräch führt, bei dem der andere anwesend ist, oder dass er
  2. im stummen Selbstgespräch einen Dialog mit dem anderen simuliert.

Wenn der Sprecher nicht ehrlich ist, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Er weiß, dass der andere ihn angerufen hatte. Oder:
  2. Er weiß, dass der andere ihn nicht angerufen hatte.

Situationen, in denen eine der Bedingungen 6 bis 9 erfüllt ist, sind möglicherweise nicht auszuschließen, aber sie sind voraussichtlich nur unter derart konstruierten Bedingungen vorstellbar, dass die Äußerung des Satzes mit 'dürftest' so oder so an den Haaren herbeigezogen wirkt.

Als Grund dafür sehe ich, dass dieses "epistemische" dürfte über die reine Wahrscheinlichkeit hinaus eben auch die (schwache, aber vorhandene) Überzeugtheit des Sprechers davon zum Ausdruck bringt, dass das im Satz genannte Ereignis stattgefunden hat. Eine solche Überzeugtheit zu äußern, macht nur gegenüber einem Dritten Sinn, der daran zweifeln könnte. Der Satz würde daher in der dritten Person funktionieren:

Er dürfte mich am Morgen angerufen haben.

Ob in solchen Fällen nicht die 'reine Vermutung' mit Futur II bevorzugt würde

Er wird mich am Morgen angerufen haben

kann hier erst einmal offen bleiben.

  • Das ist eigentlich keine Antwort. Auf der anderen Seite: Sprache und die Menschen, die sie nutzen, sind nicht immer so logisch, wie du das gerne zu haben scheinst. – tofro Aug 7 at 17:56
  • @tofro: Nun, dann gebe ich mal eine Antwort, und zwar ganz direkt: Der Satz ist komplett unsinnig. Es ist ein typischer Satz, wie man ihn sich ausdenken kann, um zu demonstrieren, was man mit der deutschen Sprache rein grammatikalisch alles veranstalten kann, wenn einem der Inhalt völlig egal ist. Ich unterrichte Deutsch, ich arbeite nie mit Sätzen, die kein Deutscher sagen würde und hielte das auch für keine empfehlenswerte Methode. Auch unterschätzt Du die Menschen: Außer in der Psychiatrie oder Dichtkunst wirst Du kaum jemanden finden, der diesen Satz spontan sagen würde. – Ralf Joerres Aug 7 at 20:30
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    Deinen Punkt (5) halte ich für eine vollwertige Erklärung und den Satz für einen Satz, den man durchaus auch außerhalb psychatrischer Behandlung zu hören kriegen kann. Du begründest in keinster Weise, warum deine genannten Alternativen "besser" sein sollten. – tofro Aug 7 at 21:12
  • @tofro: Da der Satz für Dich völlig normal zu sein scheint, wird es Dir ein Leichtes sein, auch mal selbst einen Kontext zu finden, in dem er vorkommen kann. Dann mal ran! Außerdem: Wenn wir uns noch einmal die Ausgangsfrage anschauen: Würdest Du dem Fragesteller empfehlen, sich so auszudrücken? Du sprichst von meinen "Alternativen": Wovon sprichst du da? Der Satz ist unheilbar. Fehlende Begründungen: Noch nicht lang genug? Vielleicht belassen wir es dabei, dass Du den Satz prima findest. Ich empfehle meinen Deutschlernern, sich normal auszudrücken, Deutsch ist auch so schon schwer genug. – Ralf Joerres Aug 8 at 19:57

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