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Wenn ein Satz mit „doch“ anfängt, gibt's irgendeinen stilistischen Unterschied, je nachdem, ob das Verb das erste Wort oder das zweite nach „doch“ ist? Ein paar Beispielsätze sind unten aufgeführt.

  1. Satz: Doch es war eigentlich gar nicht so schlimm.
  2. Satz: Doch war es eigentlich gar nicht so schlimm.

Ist der zweite Satz überhaupt grammatisch korrekt?

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Doch diese Frage beschäftigt mich.

Doch beschäftigt diese Frage mich.

Der Unterschied in diesen beiden Sätzen liegt darin, worauf sich doch bezieht, auf diese Frage oder auf beschäftigt.

Bei deinen Beispielen ist es ebenfalls so. Nur kommt das bei der Kopula sein und dem sehr schwachen Pronomen es nicht gut zur Geltung.

  • Im Schriftlichen gibt es keine Betonung durch die Aussprache. Also muss man zu anderen Hilfsmitteln greifen. Und das ist eben die Wortstellung. Im Mündlichen wird man ohnehin durch die Aussprache betonen, und über die Wortstellung kann man in der Eile kaum nachdenken und schon gar nichts korrigieren. Sie ist daher im Mündlichen weniger wichtig. – Janka Aug 28 '18 at 17:13
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Laut dem Zweifelsfall-Duden1 hat die Stellung damit zu tun, ob doch als Adverb oder als Konjunktion gebraucht wird. Beim Beispielsatz

Es war eigentlich gar nicht so schlimm.

ist beides möglich.

Doch als Adverb

Ich zitiere: "Wenn doch oder jedoch als Adverbien allein vor dem finiten Verb an der Spitze eines nebengeordneten Satzes stehen, führt das zu einer Stellung des Subjektes nach dem finiten Verb [...]".

Bei adverbialem Gebrauch von doch muss es demnach heißen:

Doch war es eigentlich gar nicht so schlimm.

Doch als Konjunktion

Ich zitiere: "Stehen doch oder jedoch nicht allein vor dem finiten Verb, dann fungieren sie als Konjunktionen." Und weiter: "[W]enn sie Hauptsätze miteinander verbinden [...], tritt doch immer an den Anfang des Satzes."

Gehen wir einmal davon aus, dass vor dem Beispielsatz noch ein anderer Satz steht. Dann fungiert doch im folgenden Satz als Konjunktion:

Doch es war eigentlich gar nicht so schlimm.


1 Eintrag doch / jedoch im Duden 9: Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. 8. Auflage

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Korrekt sind beide Sätze, ein Unterschied ist allerdings, dass man bei Satz 2 das leise Gefühl hat, dass vor dem Punkt noch etwas kommen müsste.

Doch war es eigentlich gar nicht so schlimm, dass seine Partei die Wahl verloren hatte.

Soll der Satz kurz bleiben, würde ich daher zu Version 1 raten.

Davon abgesehen spricht nichts dagegen, auch Satz 1 auf die genannte Art zu erweitern.

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Der zweite Satz stößt mir mehr auf als der zweite. So ganz ohne Konntext würde ich erstmal beide als ungültige Hauptsätze einstufen.

Doch tritt hier als Clitic auf. In Indo Europäischen Sprachen pflegen diese an zweiter Stelle zu kommen und das Verb zu binden. Das Substantiv wird in SVO-Sprachen an erster Stelle Gesetzt. sein zält dabei als preverbales Clitic

Es war doch eigentlich gar nicht so schlimm.

Dabei fällt auf, dass doch-eigentlich doch eigentlich redundant ist. Zudem steht auch keine gegenteilige Behauptung im Raum, die widerlegt werden müsste.

Es war nicht schlimm

Viel besser. Alles andere wäre gebrochenes Deutsch, bzw eine Frage oder Teilsatz

* war es nicht schlimm

Allenfalls könnte doch als diskursmarkierende Interjektion vorangestellt werden, aber dennoch nur nach erster Satzsstellung

Doch! Es war eigentlich gar nicht schlimm.

Nüchtern betracvtet und ohne den ganzen Hokuspokus überzeugt ein weiteres Argument vielleichter. Da die Semantik von "doch" etwas vorhergesagtes vorraussetzt, muss vorher etwas gesagt werden.

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