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Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg für die vielen Frauen, deren Ehemänner (vor allem in Russland) verschollen oder vermisst waren, ein spezielles Wort gegeben haben muss, wahrscheinlich sogar mehrere, regional verschiedene. Allein die große Zahl der Fälle bürgt eigentlich dafür. Leider konnte ich hier im Internet nichts finden. Kann jemand helfen?

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    Was macht dich da so sicher? In welchen Publikationen würde man dieses Wort finden, wenn es denn existierte? – jonathan.scholbach Oct 23 '18 at 14:47
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    Wenn der Vermisste für tot erklärt wurde, heißt die Hinterbliebene auch einfach Witwe. – äüö Oct 23 '18 at 19:58
  • @jonathan.scholbach pragmatische argumente. sprache neigt dazu für existierende, zumal häufige, phänomene auch bezeichnungen zur verfügung zu stellen. die publikation, die ich am ehesten für auskunftsfähig einschätze sind die erinnerungen alter menschen. aus dem geschriebenen bereich evtl. heimatgeschichtliche publikationen, mit sehr viel glück geschichtsbücher. – zwiebel Oct 30 '18 at 13:12
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Für die Hinterbliebenen von im Krieg gefallenen Soldaten gibt es das Wort Kriegerwitwe. Dazu gibt es auch das schöne Wort Onkelehe.

Für die Frauen und Angehörigen von Kriegsgefangenen kenne ich keine ähnliche Bezeichnung, sofern man sie nicht einfach unter Kriegerwitwe einsortiert hat. Eine Spur gibt vielleicht der VdH (Verbande der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen Deutschlands), der schon in seinem Titel das Wort Vermisstenangehörige verwendet (Kriegsgefangene galten häufig lange Zeit als vermisst).

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    Das ist zwar eine Antwort, aber nicht auf die gestellte Frage. Hier wird ja gerade nicht nach den Witwen, sondern nach den Frauen Vermisster und Verschollener gefragt. Deine Antwort darauf ist nur, dass du keinen solchen Begriff kennst. – jonathan.scholbach Oct 23 '18 at 14:56
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    @jonathan.scholbach "Gibt's nicht" ist doch auch eine (die) Antwort? – tofro Oct 23 '18 at 15:07
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    @ChristianGeiselmann Nicht ganz - Strohwitwen ... Trennung von lediglich einem Tag ebenso denkbar wie ein Zeitraum von mehreren Monaten ... (Wikipedia) - Hier geht's aber um bis zu 15 Jahre. – tofro Oct 23 '18 at 15:20
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    @tofro: "Den Begriff gibt's nicht" ist aber etwas anderes als "Ich kenne keinen Begriff dafür". Die Nichtexistenz von etwas zu beweisen, ist zwar immer schwer, aber ohne dir zu nahe treten zu wollen, denke ich, dass das Sprachwissen einer Einzelperson hier kein hinreichender Beleg ist. Sonst hätte ja auch schon das Sprachwissen der Fragestellerin genügt, das zu belegen. – jonathan.scholbach Oct 23 '18 at 18:54
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    Ich bringe mein Wissen ein und ich kenne den Begriff selbst ja auch nicht. Darum geht es mir hier aber nicht, ich mache dir ja keinen Vorwurf, dass du den Begriff nicht kennst. Mir geht es eher darum, dass der zweite Teil deiner Antwort den Eindruck zu erwecken geeignet ist, den Begriff gäbe es nicht, dass zugleich jedoch dafür keine Belege gegeben werden. – jonathan.scholbach Oct 24 '18 at 6:35

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