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Im Duden wird "etwas macht einen Sinn" als umgangssprachlich eingestuft und es ist demnach in der Schrift ja nicht zulässig.

Doch wie sieht es im Österreichischen Deutsch aus, für welches ja das Österreichische Wörterbuch gilt?

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    Zulässigkeit ist eine normative Frage und bestimmt sich als solche nach den (oft impliziten) sozialen Normen, in der die Sprache gesprochen wird. Diese sozialen Normen werden in Gruppen ausgehandelt. Die Antwort, ob eine bestimmte Sprechweise zulässig ist, hängt also von der Gruppe ab, und kann in dieser Allgemeinheit nicht beantwortet werden. Es gibt keine autoritative Instanz, die in dieser Allgemeinheit darüber entscheidet, selbst der Duden kann das nicht. – jonathan.scholbach Nov 24 '18 at 21:19
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    Auch umgangssprachlich sagt man allenfalls "etwas macht keinen Sinn" oder "etwas macht Sinn", wie man ja auch sagt "etwas macht Spaß/Laune", nicht jedoch "etwas macht einen Sinn" oder "etwas macht zwei bis drei Sinn". Verboten ist es natürlich nicht und ob geschrieben oder gesprochen, das dürfte für die Häufigkeit bedeutend sein, nicht jedoch für die Zulässigkeit. Bücher können versuchen die Sprache präzise so zu nutzen, wie das Milieu, das durch sie dargestellt wird. – user unknown Nov 25 '18 at 7:47
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    Hier ein 50minütiges Video zur Frage, ob es guter Stil ist, allerdings ohne Betrachtung spezifisch der österreicherischen Verwendung: belleslettres.eu/content/sprache/sinn-machen.php – user unknown Nov 25 '18 at 7:56
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Auch wenn das ÖWB (Österreichische Wörterbuch) im Gegensatz zum Duden ein amtliches (von der Bundesregierung herausgegebenes) Dokument ist, ist es trotzdem nicht so, dass es vorgibt, welche Begriffe wir in Österreich verwenden dürfen. Es regelt nur, wie welche Wörter von österreichischen Beamten und Schülern zu schreiben sind (bis auf »Geschoß« ohnehin immer gleich wie in Deutschland).

Die Floskel »etwas macht Sinn« war, als ich (geb. 1965) noch in die Schule ging, in Österreich ebenso falsch wie im gesamten deutschen Sprachraum. Richtig war nur »etwas ist sinnvoll« oder »etwas ergibt Sinn«. Die Phrase »etwas macht Sinn« entstand durch schlampige Übersetzungen aus dem Englischen (to make sense) und unterliegt in ihrer Häufigkeitsverteilung keinen regionalen Schwankungen, weil die Phrase eben nicht in einer bestimmten Region entstanden ist.

Die Phrase ist durchaus »zulässig«. Es gibt keine Regel, die sie verbietet. Ältere Menschen, die sie nicht von ihrer Jugend an kennen, halten sie für falsch oder zumindest für stilistisch bedenklich. Jüngere, die mit dieser Phrase aufgewachsen sind, verwenden sie auch bedenkenlos in geschriebenen Texten, und halten sie auch für richtig.

  • In einem Deutschaufsatz in der Schule würde man wahrscheinlich aber Abzug für Stil bekommen. – tofro Nov 24 '18 at 21:49
  • Wie würde das denn wirklich in einem Deutschaufsatz beurteilt werden, oder würde das ein Lektor ändern? – Michael Uray Nov 25 '18 at 1:26
  • Wirklich "Geschoß" oder nicht doch "Geschoss" (Etage, Projektil)? Im Deutschen Geschoss. – user unknown Nov 25 '18 at 7:52
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    @userunknown: Ob am Ende einer Silbe ß oder ss kommt, hängt davon ab, ob der Vokal davor lang oder kurz ausgesprochen wird. Lang = ß, kurz = ss (Der Schneider kennt meine Maße, im Tigel schmilzt eine Masse). Nachdem das Geschoß (sowohl Projektil als auch Stockwerk) in Österreich mit einem langen O ausgesprochen wird, kann man es hier auch mit ß schreiben. Die Schreibweise mit ss ist aber auch zulässig. – Hubert Schölnast Nov 25 '18 at 8:02
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    @tofro: dann rede mal mit den Lehrern über den stetigen Wandel lebender Sprachen. Die Lehrer werden deine Kinder nicht daran hindern, im Alltag »Sinn machen« zu verwenden. Sie bewirken nur, dass die Kinder weniger Freude an der Schule haben. – Hubert Schölnast Nov 25 '18 at 9:39

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