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Ich habe gestern ein Präsent als Dank für eine Dienstleistung von einer Bekannten bekommen, wusste aber nicht, wie ich zum Ausdruck bringen kann, dass ich zwar für das Präsent dankbar bin, ich jedoch die Dienstleistung für sie auch so gerne getan habe, dass das Präsent nicht nötig gewesen ist. Wie kann man dies richtig ausdrücken, ohne ein Missverständnis zu verursachen? Gibt es dafür vielleicht übliche Redewendungen?

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Ganz einfach:

Das wäre doch/doch aber/aber nicht nötig gewesen!

Betont wird nicht nötig. Das doch/doch aber/aber ist wichtig, weil es ausdrückt, dass das Geschenk angenehm ist.

Das wäre nicht nötig gewesen.

kann man mal im Hausflur sagen, völlig ohne Modalpartikel kann es aber sogar als unerwünschte Gefälligkeit verstanden werden. Ein ganz grober Schnitzer ist das hingegen das Weglassen des Konjunktivs:

Das ist nicht nötig gewesen.

Das war nicht nötig.

sind gefährlich nahe an der Missbilligung des Geschenks. Diese beiden Sätze sagt man, wenn einem ein Missgeschick passiert. Ähnlich, wenn man stattdessen nicht müssen verwendet, was im ersten Gedanken ja sogar naheliegt:

Das musste nicht sein.

drückt aus, dass jemand sich in den Augen des Sprechers falsch verhalten hat, und

Das musste doch/doch aber/aber nicht sein.

macht die Sache sogar schlimmer, denn es bedeutet, dass es leicht ersichtliche Alternativen gab.

  • Antwort gefällt mir, vor allem das Eingehen auf die diversen Modalpartikel und den Konjunktiv. Aber das erste Beispiel ist nicht eindeutig, da komt u.U. zweimal "aber" drin vor, das musst du noch nachbessern – tofro Dec 16 '18 at 11:03
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    Das soll als doch oder aber oder doch aber gelesen werden. – Janka Dec 16 '18 at 11:03
  • Ich glaube einfach, das "feste aber" ist zu viel. – tofro Dec 16 '18 at 11:04
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    Ich hab's tatsächlich auf Anhieb nicht verstanden, dass du nicht (doch)/(aber)/(doch) aber sondern (doch)/(aber)/(aber doch) meinst. Nimm' doch einfach das (doch aber) in die Mitte, dann kann sowas nicht passieren. – tofro Dec 16 '18 at 11:20
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    Mal gucken, wer das nun als doch/doch, aber/aber liest. – Janka Dec 16 '18 at 13:07
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Die schon genannte Standard-Floskel »Das wäre doch nicht nötig gewesen!« tritt allein auf oder auch eingeleitet, mit mehr oder weniger gespieltem Entsetzen unter der Überschrift »wohin soll das noch führen«.

Aber Frau Schlüter, das wäre doch nicht nötig gewesen!

Aber ich bitte Sie, das wäre doch nicht nötig gewesen!

Aber Frau Schlüter, Sie haben sich in Unkosten gestürzt, das wäre doch nicht nötig gewesen!

Im Übrigen wird auch die Wortgruppe »ja nun wirklich« eingesetzt.

  • das hätte ja nun wirklich nicht sein müssen

  • das wäre ja nun wirklich nicht nötig gewesen

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