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Aus den Verben rudern und lehren ergeben sich Tätigkeitsbezeichnungen:
Ein Mann ist Ruderer oder Lehrer.
Eine Frau ist Ruderin oder Lehrerin.

Naiv erwarte ich, dass die weibliche Form Rudererin heißt.

Wie kommt es, dass die weibliche Form unterschiedlich gebildet wird? Hat die Endsilbe -er verschiedene Bedeutungen? Liegen den Worten verschiedene Regeln zugrunde?

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Das Substantiv Ruderer ist eine männliche Personenbezeichnung, die aus dem Verbstamm ruder (vom Verb rudern) und der Endung -er gebildet wird. Weibliche Bezeichnungen werden mit dem Suffix -in zur männlichen Form gebildet.

Da das Doppel-er in der Mitte eines Wortes jedoch schwer auszusprechen ist, wird es zu einem er zusammengefasst. Das ist im Deutschen die Regel, wie folgende andere Beispiele belegen:

  • der Zauberer – die Zauberin
  • der Wanderer - die Wanderin
  • der Förderer - die Förderin

Die Tilgung des zweiten -er erfolgt also sprachökonomischen Gründen.

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  • Es könnte auch mit der Betonung zusammenhängen. Die mit "-erer" endenden männlichen Personenbezeichnungen werden auf der Silbe vor der Endung betont, "Lehrer, Hörer, Kehrer, Fahrer, Pfarrer" usw. auf der Silbe vor dem "-rer" (einmal davon abgesehen, dass diese Worte alle nicht auf "-erer" enden). Auch der Wortklang scheint eine Rolle zu spielen. Das Verb nörgeln wird substantiviert zu Nörgler / Nörglerin oder Nörgeler / Nörgelerin - und nicht Nörgelin. D.h. trotz gleicher Betonung wird "-erer" anders behandelt als "-eler".
    – Paul Frost
    Mar 31, 2021 at 23:42

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