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Betrachten wir den folgenden Satz.

Zwar ließe sich ein präziserer Preis der Buttermilch je nach Standort festlegen, der allen Anforderungen genügt/genügte; wir verzichten jedoch auf solche Standortabweichungen, um unsere Berechnung nicht zu verkomplizieren.

Welchen Modus nutzen wir im Relativsatz? Indikativ (genüge) oder Konjunktiv II (genügte)? Bitte eine sinnvolle Begründung mitangeben.

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Grammatisch ist beides möglich.

Sie könnte den Ansatz, der allen Anforderungen genügt, verwenden.

Es ist eine Tatsache, dass der Ansatz den Anforderungen genügt. Unklar ist lediglich, ob sie den Ansatz tatsächlich verwendet oder nicht.

Sie könnte den Ansatz, der allen Anforderungen genügte/genügen würde, verwenden.

Es ist eine Tatsache, dass der Ansatz den Anforderungen genügt. Unklar ist nicht nur, ob sie den Ansatz verwendet oder nicht, sondern auch, ob sie dies erkannt hat.

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Die Form im präsenz Subjunktiv (Konjunktiv 1, danke @Björn) lautet es genüge 1, so wie der anscheinende Tippfehler in der Frage es schon darstellt. genügte wäre demnach schon falsch, da es preterit (also weder Gegenwart, noch Zukunft) ausdrückt.

Man könnte übrigens fragen, ob genügen schon eine konjunktive Form ist, wie der Umlaut scheinbar, aber nicht hinreichend andeutet. Immerhin ist die Präsenzform der Erfahrung nach weit üblicher als der Konjunktiv in allen Lagen, die Form mit würde ausgenommen.

Update:

Der Satz ist aber schon fragwürdig, da ließe im Konjunktiv II nicht unbedingt passend ist. Es spricht nichts dagegen, von einem Ist-Zustand zu sprechen, der durch den Konjunktiv II aber ausgeschlossen wird. Dem Ist-Zustand steht zwar entgegen, dass die Aussage selbst die besprochene Möglichkeit eben nicht wünscht. Die Frage ist nur, ob der Teilsatz mit genügen dann auch nicht erwünscht oder gar unmöglich ist. Es ist nicht unerwüscht, dass die benannte Methode genügt, daher ist hier auch keine Übereinstimmung der Modi von lassen und genügen notwendig. Tatsächlich wird genügte in der Regel zuerst als Vergangenheitsform verstanden werden.

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  • Zum ersten Absatz: Nein, genüge ist Konjunktiv I. Es geht hier aber um den Konjunktiv II, und der lautet nun mal genügte. Zum zweiten Absatz: Warum sollte man das fragen? Den Konjunktiv II betreffend, würde die Antwort „nein“ lauten. Und was der Umlaut hiermit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Zum dritten Absatz: Die Präsenzform ist üblicher? Als was? Als Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur? Vermutlich haben Sie sich in der Tabellenspalte geirrt. Präsens gehört da zum Indikativ. – Björn Friedrich Apr 26 '19 at 20:41
  • @BjörnFriedrich Konjunktiv II, auch Irrealis genannt, passt semantisch kaum. Indirektion aber schon, "ein Preis der allen Anforderungen genügend sei", vgl. diese Antwort. Da kann man nur folgern, Ihre anderen unbegründeten Feststellungen seien ebenso unbründet. Stimmt aber nicht ganz, K II drückt auch Wunschvorstellungen aus. Mir fiel auch auf, dass der Umlaut nicht das entscheidende Kriterium zwischen bspw. möchte / mag (mögen) ist; Die Germanische Wurzel von genügen aber auch einen Konsonanten-Wandel zeigt. Zudem zeigt ge- Partizip. – vectory Apr 27 '19 at 19:25
  • So fallen mag und möchte im Präteritum zusammen, gemocht. Leider ist dies das einzige mir bekannte Beispiel für einen verselbstständigten Konjunktiv. – vectory Apr 27 '19 at 19:29
  • Zumindest für das Update nehme ich meinen Downvote zurück. – Björn Friedrich Apr 27 '19 at 20:20

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