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Die Verwaltung des landeseigenen Waldes in Bayern unterliegt einem Unternehmen, das sich

Bayerische Staatsforsten

nennt. Die Pluralbildung Forsten ist mir an sich nicht geläufig - Ich kenne das als Forste, Grimm ist mit mir einig und bietet noch das (damals schon) veraltete "Förste" an. DWDS und Canoo kennen beide Pluralbildungen, Wikipedia verwendet nur Forste, der Online-Duden hält sich raus. Eine ngrams-Suche findet sehr viele deklinierte Substantive und ist wohl nicht sehr sinnvoll.

Der Plural ist bei diesem Wort natürlich rar - Ist das ein ursprünglich bairischer Regionalismus? Oder ist das eine "von Amts wegen" gerne verwendete Pluralbildung (Ämter verwenden "Forst" natürlich öfter im Plural).

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Online-Duden (unter "Grammatik") und WDG (daher hat DWDS wohl seinen Plural) lassen – ohne weiteren Kommentar – sowohl Forste als auch Forsten zu.

Die Frühneuhochdeutsche Grammatik von Ebert/Reichmann/Solms/Wegera behandelt Forst unter § M 11. Dort geht es um Maskulina, die -(e)n-Plural angenommen haben. Bei Forst und Mast existieren anscheinend die historisch älteren starken Formen auf -e und die jüngeren schwachen auf -en ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander. Bei anderen Wörtern kam es, wie bei dem berühmten Fall Worte vs. Wörter, zu einer Bedeutungsdifferenzierung. Neben dem Plural Zinsen soll es regional Zinse in der Bedeutung Mietzins geben; neben Dornen fachsprachlich den Plural Dorne für ein Werkzeug. Bei einigen Wörtern sind die schwachen Pluralformen wieder aufgegeben worden (Stiefel); bei anderen haben die schwachen Formen die starken ersetzt (Helden).1 2 3 4

Bei Forsten spricht zunächst einmal nichts für eine bayerisch-regionale Deutung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hieß bis 2001 Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BMEL) und in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz gibt es, entsprechend den bayerischen Staatsforsten, Landesforsten.

(Landesforsten verbindet sich mit die, der, den, ist also klar Plural und nicht Neutrum Singular. Wenn daran irgendwelche Zweifel bestanden haben sollten.)

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    "Forsten" könnte aber auch ein substantivierter Infinitiv (sagt man das so?) sein, wie aufforsten, dass Aufforsten. Allerdings hieß es ja nicht "Ernähren, Landwirtschaften und Forsten". – user unknown Mar 15 at 12:58
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    @userunknown Um ehrlich zu sein, das ist genau das, was ich bisher immer geglaubt hatte... – tofro Mar 16 at 13:03
  • @unser unknown. Man denke auch an das Ministerium für Abschrecken und Töten – Christian Geiselmann Mar 17 at 15:57

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