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In "Der Golem" von Gustav Meyrink:

aber der ›Meschores‹ - der Gemeindediener - war infolge göttlicher Erleuchtung noch rechtzeitig draufgekommen und konnte die beiden Verbrecher der Stadtpolizei überliefern.

Es gibt kein "Meschores" in Duden, Langenscheidt und dict.cc, die ich normalerweise nutze.

Wenn ich google, finde ich auch kein Antwort gerade.

Ich denke, dass die Etymologie ist Jiddisch, weil die Ereignisse sich in der judischen Stadtteil Prags finden.

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    Auch im jiddischen Wörterbuch auf Anhieb nichts gefunden. Evtl. ugs. Verballhornung von lat. mesochorus, Chorführer? – Philipp Mar 17 at 13:39
  • @Philipp ich hab was eigentlich selbst gefuden. Siehe meine Antwort. – P. Vowk Mar 17 at 13:40
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    Super, darauf wäre ich nicht gekommen. – Philipp Mar 17 at 13:42
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Im Hessischen wird Meschores noch häufiger benutzt. Hier ein Auszug aus einem Artikel Hessisch für Anfänger der Frankfurter Neuen Presse:

Einfalt und Willfährigkeit verbindet man auch mit dem Ausdruck „einem de Maschores mache“. Im Jiddischen bezeichnet „meschores“ den Knecht oder Diener. In den hessischen Mundarten reicht die Bedeutungsvielfalt von der dienstbeflissenen Arbeitskraft, einem einfältigen Menschen bis zum Possenreißer.

„Den Maschores spielen“ sagt man von einem, der überall und am besten vorne mit dabei sein will. Der „Owwermaschores“ kann der Ortsvorsteher, Vereinsvorsitzende, Oberkellner oder der Chef von irgendwas sein und soll verdeutlichen, dass sich hier die Beziehung Herr – Diener ins Gegenteil verkehrt hat.

  • danke schön! sehr interessant! was ist "am besten vorne mit dabei sein"? das verstehe ich nicht. – P. Vowk Mar 17 at 14:48
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    @P.Vowk: Ich kenne den Begriff nur passiv als Wichtigtuerei im Vereins- oder lokalpolitischen Kontext. Indem ich mich beispielsweise als Kassenwart bei einem Verein wählen lasse, kann ich mich in einer sozial wichtigen Position wähnen - allerdings sind die meisten Mitglieder schlicht und einfach froh irgendeinen Idioten gefunden zu haben, der diese undankbare Aufgabe übernimmt. – Frank from Frankfurt Mar 17 at 15:18
  • Ich Frage mich ob es nicht von einer Verwechslung mit lat. Major beeinflusst wurde. – Adam Bittlingmayer Mar 19 at 20:01
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Ich habe etwas selbst gefunden.

Wörterbuch der deutschen Umgangssprache:

Meschores Me'schores m \

  1. Diener, Knecht. Aus dem Jidd seit 1750. \
  2. unzuverlässiger Mann. 1900 ff.

Wörterbuch zum jiddischen Lehnwortschatz in den deutschen Dialekten:

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Also, das Wort "Meschores" stammt aus Jiddisch, wo es aus dem hebräischen

לשרת - dienen

stammt.

  • (updated links). Anyhow your quoted word starts with the letter Lamet, no m in sight. I'm no expert either, by any means. – vectory Mar 20 at 22:11
  • I messed up the links. Here it goes again. Arab. sharif en.wiktionary.org/wiki/sharif Hebr. sheret en.wiktionary.org/wiki/%D7%A9%D7%99%D7%A8%D7%AA#Hebrew Also see shira en.wiktionary.org/wiki/%D7%A9%D7%99%D7%A8%D7%94#Hebrew perhaps – vectory Mar 20 at 22:16
  • -t is may be an abstractum or female gender suffix, originally (I mean it sometimes is). Indeed, we find שִׁיר (shir) "song, poem". Also שַׂר (sár) "officer, commander; prince; guardian angel". cp. "der Schah"? The connection here may be temple servant, Messdiener. – vectory Mar 20 at 22:27
  • @vectory לשרת starts with 'lamed,' as it is the infinitive form. It becomes 'mesharet' in 'ani mesharet' or 'אני משרת' or 'I serve,' for example. – P. Vowk Mar 23 at 9:21
  • @vectory I mean, "sh+r" and "sh+r+t" are two different roots. It could be a female suffix, yes, but it isn't here. Here "tav" letter is one of the root letters. – P. Vowk Mar 23 at 9:23

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