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Hat denn die kleinste schweizerische Währungseinheit "der Rappen" etwas mit dem Verb "berappen" (ugs. für bezahlen) zu tun?

Ich finde für beide Wörter sehr vage und auch teilweise stark voneinander abweichende Herkunftsvermutungen.

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Im Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache (Der Kluge, 23. Aufl. 1995) steht zu berappen (S. 98):

berappen swV. stil. ‚bezahlen‘ (< 19. Jh.). Das Wort ist aus der Studentensprache in die Hochsprache gelangt; dorthin kam es offenbar aus schwäbischen Krämersprachen, also Ausprägungen des Rotwelschen. Die weitere Herkunft ist unklar: Sowohl gegen die Ableitung von der Scheidemünze Rappen wie auch gegen Anknüpfungen an das Jiddische und Hebräische können starke Bedenken geltend gemacht werden. Nach Wolf aus berabbeln, dieses aus berebbeln, beribbeln zu Rebbes „Zins, Gewinn, Ertrag“. Nach Buttenwieser aus hebr. jerappē „(Heilung) bezahlen“ umgeformt (vgl. Exod. 21,19).
Buttenwieser ZD 36 (1922), 181—183; S. A. Birnbaum ZDPh 74 (1955), 249; Wolf (1985), 264; Röhrich 1 (1991), 172.

Zu Rappen findet sich hingegen (S. 667):

Rappen m. erw. fach. „kleine Münze“, heute schwz. (< 14 Jh.). Währungseinheit des Rappenmünzbundes (alemannisch) im 15./16. Jh. Zuerst bezeugt Kolmar-Rappen vom 14. Jh. Vielleicht ursprünglich scherzhafte Bezeichnung der schlechten Pfennig-Prägungen eines Herrn von Rappoltstein mit Anspielung auf den Adler des Münzbildes – Rappen ist Nebenform zu Rappe1 in dessen ursprünglicher Bedeutung „Rabe“.

Wir haben also zwei Wörter mit unterschiedlichen Ursprüngen:

  1. berappen: Hebr. jerappē (etwa in der Bibel)
  2. Rappen: über Rappe1 (schwarzes Pferd) zu Rabe (vgl. *Kluge, S. 663): Mhd. raben, ahdt. (h)raban, mndd. raven aus g. * hrabna- m (mit weiteren Nebenformen, rappo etc.): * kra-p-no- „der kra (macht)“.

Ob diese Herleitungen korrekt sind, kann ich nicht beurteilen. Sogar im Kluge wird die Herkunft von berappen aus dem Hebräischen angezweifelt, ohne jedoch weiter darauf einzugehen.

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Die Grimms leiten das Wort berappen in der Bedeutung von Bezahlen wie folgt her:

rappen in berappen, eine Wand mit Putz bewerfen; in derber neuerer Rede davon etwas berappen, Geld für etwas hinwerfen, bezahlen; seine Zeche berappen; auch den Wirt, den Schneider berappen (ohne Zusammenhang mit der Münze Rappe)

Ein Zusammenhang mit der Münze Rappe wird dort also explizit verneint. Auch im Schweizerischen Idiotikon wird eine Etymologie vom Rappenmünzbund nicht gesehen:

Die fremde Herkunft zeigt sich in der Form des Präfixes.

Damit ist auch erklärt, warum das Verb außerhalb des Währungsraums des Rappens vorkommt.

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