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Ist etwas einfach oder müsste zu schaffen sein, dann wäre es doch gelacht, wenn das nicht klappte!

Die Bedeutung ist klar, aber woher kommt der Ausdruck? Google ngrams findet die ersten Beispiele in den 1920ern (was nichts Endgültiges über die tatsächliche Entstehungszeit aussagt) und im Eintrag lachen im Grimm ist die Redewendung nicht verzeichnet. Der Redensarten-Index gibt keine Herkunft an.

Entstammt die Redewendung einem literarischen Werk? Falls nicht, wann und wo (Region, Varietät) ist sie entstanden?

edit: Ich wage hier einmal, einen Kommentar vom Nutzer Hubert Schölnast verbatim an diese Frage anzuhängen, da ihm bei der Redewendung Besonderheiten aufgefallen sind, die ich gar nicht bemerkt hatte:

Interessante Frage, zumal die Phrase nur im Konjunktiv und nur mit Modalpartikel funktioniert. Das wird verwendet: "das wäre doch gelacht", "das wäre ja gelacht". Das findet man nie: "das wäre gelacht", "das ist gelacht", "das ist doch/ja gelacht". Auch interessant: Das Partizip II von lachen wird eigentlich nicht mit einer Form von sein verwendet, sondern mit einer Form von haben: "Ist das dein Kind? Mit kam vor es hätte gelacht." Nicht aber "... dein Kind? Mit kam vor es wäre gelacht."

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    Ein Verdacht, dem man einmal nachgehen könnte (und sei's nur, um ihn auszuwischen): Bei vielen Redewendungen im Deutschen, die semantisch schwer erklärbar sind, steht am Ende ein Ausdruck aus dem Jiddischen/Hebräischen dahinter, der von dieser Sprachen Unkundigen dann falsch oder volksetymologisch eingedeutsch wurde. Vielleicht ist das auch hier so? – Christian Geiselmann Aug 19 '19 at 10:26
  • @Christian Kennst Du zufällig so einen Ausdruck in Jiddisch / Hebräisch? – πάντα ῥεῖ Aug 19 '19 at 11:00
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    @πάνταῥεῖ Wenn ich einen kennte, hätte ich ihn natürlich schon vorgeschlagen. Das wäre ja gelacht! – Christian Geiselmann Aug 19 '19 at 11:06
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    Interessante Frage, zumal die Phrase nur im Konjunktiv und nur mit Modalpartikel funktioniert. Das wird verwendet: "das wäre doch gelacht", "das wäre ja gelacht". Das findet man nie: "das wäre gelacht", "das ist gelacht", "das ist doch/ja gelacht". Auch interessant: Das Partizip II von lachen wird eigentlich nicht mit einer Form von sein verwendet, sondern mit einer Form von haben: "Ist das dein Kind? Mit kam vor es hätte gelacht." Nicht aber "... dein Kind? Mit kam vor es wäre gelacht." – Hubert Schölnast Aug 21 '19 at 6:05
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    Ich weiß nicht, ob die Aussage nur mit Modalpartikel funktioniert. Es gibt zumindest genug (historische) Beispiele für ohne. Auch aus der Zeit als die Aussage wohl Verbreitung fanden. Wobei laut ngram die Verwendungskurve erst in den 50ern auseinandergeht. – mtwde Aug 21 '19 at 12:54
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Wahrscheinlich rührt die Wendung aus dem alten Gebrauch des Verbes »lachen« mit Genitiv her, der leider erloschen ist und von der Präposition »über« verdrängt wurde. So heißt es etwa bei Lessing im Nathan:

Hab ich des schönen Traums nicht gleich gelacht?

Oder in Grillparzer »König Ottokars Glück und Ende«

Der mir gestohlen, was mein eigen war;
Gelacht des Herolds, den er mir gesandt,
Den Mann, den er beschützt, zum Tod verdammt

Diese Verwendung mit Genitiv ist ganz parallel zu Verben wie »spotten«, »denken« etc. Also:

Ich habe deiner gedacht, du hast meiner gespottet.

Daraus wäre die Wendung: »Dessen (oder des) wäre (doch/ja) gelacht« leicht zu erklären. Weil dieser Gebrauch des Genitivs aber mit der Zeit ungewöhnlich oder gar unverständlich wurde, ist er möglicherweise durch das nächstliegende Wort, in diesem Falle »das«, ersetzt worden.

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    Das ist eine schöne Theorie, an die ich gern glauben möchte. Allerdings würde ich dann erwarten, dass es Belege für die Verwendung der Wendung mit dessen / des gibt, was weder der Grimm (und dort stehen wirklich viele Verwendungen von lachen) noch allgemeine Suchmaschinen (Suche nach Zeichenkette) bestätigen. – Philipp Aug 22 '19 at 5:21
  • Zwar steht die Bemerkung der unterschiedlichen Hilfsverben weiterhin entgegen, außer man setzt würde anstatt wär' do' an. Vergleicht man gelingen oder bspw NL gelikt (DE geleckt) könnte man ungewiss auf ältere Herkunft schließen, wogegen DWDS/*lachen* erst "19. JH.", "Studentensprache" für die Redewendung verzeichnet – vectory Aug 22 '19 at 8:08
  • @JohnHennig Da war mein Kommentar missverständlich: Ich wollte nicht die Verwendung von lachen + Genitiv (und dessen Gebrauch mit dessen) anzweifeln, sondern dass diese Konstruktion („dessen wäre doch gelacht“) in der Bedeutung „das wäre doch gelacht“ belegt ist – das gibt der Kontext des Lessingzitats nicht her. – Philipp Aug 23 '19 at 8:06
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    @Philipp Ein direkter Beleg ist hier zu viel verlangt, weil es selbst für die eindeutig umgangssprachliche Wendung »Das wäre gelacht«, die übrigens durch aus ohne »doch/ja« vorkommt, in der Schriftsprache sehr wenige Belege gibt. Mir fallen aus dem Stande nur drei ein: (1) Brecht: Dreigroschenoper, Eifersuchtsduett: »Ha, das wäre doch gelacht, wenn sich wer aus dir was macht«. (2) Rosenow: Die im Schatten leben: »Mit Ihnen ist noch fertig zu werden. Das wäre gelacht!«. (3) Tucholsky. Deshalb bleibt mein Vorschlag eine Hypothese… – – user5950 Aug 23 '19 at 19:14
  • während "wäre gelungen" geläufig ist findet auch "hat gelungen" einige Treffer aus 18./19 JH. Ich ziehe meinen Einwand soweit zurück. Schade, ich hatte schon eine Analogie zu smile, schmulen, schummeln, doch ohne deren Verwandschaft zu erforschen, vermutet. – vectory Aug 26 '19 at 20:34

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