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Trotz Dunkelheit, mangelnder Eleganz und noch offener Fragen_beschreiben die physikalischen Theorien, die ich dargestellt habe, die Welt besser, als es in der Vergangenheit je der Fall war.

Zwischen beschreiben und Fragen muss ein Komma in englisch stehen.

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    Zwischen besser und als darf kein Komma stehen, da es sich um einen Vergleich handelt. – Janka Aug 21 '19 at 11:51
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    Wieso sollten zwei verschiedene Sprachen überhaupt gleiche Kommaregeln haben? – infinitezero Aug 21 '19 at 13:00
  • Englisch hat überhaupt keine Komma-Regeln. Ich verstehe die Frage nicht. Englisch hat, soweit die breite Masse etwas zusagen hätte, nur "Sprechpausen". – vectory Aug 24 '19 at 20:54
  • Was erzählen Sie denn hier wieder für einen Unsinn? bristol.ac.uk/arts/exercises/grammar/grammar_tutorial/… – infinitezero Aug 24 '19 at 21:31
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Ja, Deutsch hat andere Kommaregeln als das Englische. Vollkommen andere.

For example, you would put a comma here.

Zum Beispiel gibt es in diesem Fall aber kein Komma.

In your sample sentence, a comma is well-placed after "questions" in the English sentence. [Note the comma also here after "sentence"!]

Despite of darkness, lacking elegance and open questions, the theories I presented above give a better description of the world than others did in the past.

In der deutschen Fassung dieses Satzes gehört hinter "Fragen" aber kein Komma. [Note also the non-comma after "Satzes"!]

Ähnlich ist es mit Zeitangaben:

After that event, he decided to stop contacting her.

Nach diesem Vorfall beschloss er, sie nicht mehr anzusprechen.

Grundsätzlich:

Die Komma-Regeln des Englischen sind meist weniger strikt und deutlich intuitiver als die des Deutschen. Die Kommaregeln des Deutschen sind der Schrecken aller Schüler und Deutschlernenden. Wirklich beherrschen tun sie praktisch nur professionelle Schreiber oder sehr, sehr gebildete oder belesene Personen.

Wer sich in das Thema vertiefen will, dem sei empfohlen:

  • Duden Ratgeber - Handbuch Zeichensetzung. Der praktische Ratgeber zu Komma, Punkt und anderen Satzzeichen. Bearbeitet von der Dudenredaktion. 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage. Dudenverlag Berlin, 2014. - ISBN 978-3-411-74492-3.

Dieses Buch gibt Stoff für viele unterhaltsame und erbauliche Stunden an langen Winterarbenden. Das Buch hat 254 Seiten. Dem Komma sind die Seiten 34-176 gewidmet.

Praktische Ratschläge

Ein paar einfache Grundregeln, die man sich leicht merken kann, gibt es trotzdem:

  • Relativsätze werden mit Kommas abgetrennt:

Ein paar einfache Grundregeln, die man sich leicht merken kann, gibt es trotzdem.

  • Vor dass steht immer ein Komma:

Man kann sich sehr leicht merken, dass vor dass immer ein Komma steht.

(Achtung aber bei so dass: Das Fass hatte ein Loch, so dass der ganze Wein sogleich wieder hinauslief. - Man kann so dass als eigenes Lexem auffassen, das zufällig mit Leerzeichen geschrieben wird. Aber hier verlieren wir uns schon im Gestrüpp der Linguistik, zu dem Kommentator Janka unten noch ein schönes Beispiel hinterlassen hat.)

  • Aufzählungen werden mit Komma getrennt, aber das letzte Element, das mit und eingeführt wird, dann nicht mehr (anders als das berühmte, eigentlich sehr praktische Oxford-Komma im Englischen):

Der Hund, die Katze, der Esel und der Hahn machten sich auf den Weg nach Bremen.

  • "Infinitiv+zu"-Sätze trennt man mit einem Komma ab:1

Es ist schöner, Kommas richtig zu setzen.

Vergisst man, Kommas zu setzen, hindert man den Leser am flüssigen Lesen.

Leute, die vom Englischen her kommen, sind gut beraten, sich diese Regeln hinter die Ohren zu schreiben, denn diese Dinge sind im Englischen typischerweise anders.


1 Diese Regel wurde in staatlich gesteuerten Rechtschreibempfehlungen zuletzt aufgeweicht, es ist aber immer noch guter - und manche würden sagen: besserer - Usus, hier konsequent ein Komma zu setzen.

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  • Wie um alles in der Welt würdest du wissen, dass du dort kein Komma setzen sollst? – user5389726598465 Aug 21 '19 at 10:23
  • @user5389726598465 - In diesem speziellen Fall: Jemand der mit Deutsch aufgewachsen ist, würde überhaupt nicht auf die Idee kommen, dort ein Komma zusetzen. Dort ein Komma zu setzen, ist eine Eigenheit des Englischen. Andere Sprachen (wie Französisch, Italienisch, Bulgarisch, Russisch) würden an einer solche Stelle auch kein Komma setzen, so weit ich sehe. – Christian Geiselmann Aug 21 '19 at 10:31
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    Ich habe die ausschweifende Diskussion über Rechtschreibprüfungen, Rechtschreibhoheit u. Ä. in den Chat verschoben. Bitte diskutiert diese Themen dort weiter, und schreibt nur Kommentare, wenn diese zum Ziel haben, die Antwort zu verbessern. – Wrzlprmft Aug 23 '19 at 20:08
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Ja, die Regeln zur Zeichensetzung unterscheiden sich zwischen englischer und deutscher Sprache grundsätzlich. Nicht nur das, sogar die Motivation der Zeichensetzung unterscheidet sich - In der deutschen Sprache gehört die Zeichensetzung zur Grammatik und wird streng von ihr gesteuert - während sie im Englischen eher eine Stilfrage ist und eher von Hausregeln von z.B. Verlagen und Zeitungen geregelt wird (und es dafür jeweils mehrere, sich teilweise widersprechende Regeln gibt), die oft auf der Sprachrhythmik statt auf der Grammatik basieren.

Zu deiner speziellen Frage: Das Oxford Comma (ein Komma nach dem letzten Element einer Aufzählung) existiert im Deutschen nicht und wäre falsch.

Genau dieses Oxford Comma ist ein schönes Beispiel für die stilgesteuerte Zeichensetzung im Englischen - Viele Stilregeln im englischen Sprachraum (z.B. der AP Styleguide) verlangen dieses Komma nicht. Im Deutschen gibt es für die Zeichensetzung dagegen genau einen Satz anerkannte Regeln - früher die der Duden-Redaktion, heute die Regeln des Rechtschreibrats.

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    Naja, im Deutschen basiert die Kommasetzung auch auf Sprachrhythmik, nur wurde das irgendwann mal in grammatische Regeln gegossen und so konserviert. – Janka Aug 21 '19 at 20:06
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    @Janka - An sich nicht. Gerade das Oxford-Komma ist eine Stelle, wo man auch im Deutschen eine Zäsur in den Sprechrhythmus einbaut - Trotzdem steht da kein Komma. – tofro Aug 21 '19 at 22:23
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    Das Oxford-Komma würde zwischen Eleganz und stehen, warum gibt es nach Fragen kein Komma? – user5389726598465 Aug 21 '19 at 22:42
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    Trotz ... Fragen ist eine adverbiale Ergänzung (also kein Nebensatz)- Die bekommt im Deutschen kein Komma. – tofro Aug 22 '19 at 7:46
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    Eine Menge Kommafehler im Deutschen dürften darauf zurückgehen, dass Schreiber "nach Gefühl" Kommata einfügen, wo sie Sprechpausen machen würden, statt sich wie vorgeschrieben nur an der Grammatik zu orientieren. Prominentes Beispiel ist das Schild "Freibier, gibt's morgen" in etlichen Wirtshäusern - das Komma ist falsch, trotzdem begegnet man dem Spruch praktisch nur in dieser Form. – RHa Aug 22 '19 at 7:47
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Deutsche Kommaregeln für diesen Fall:

1) "Trotz" ist eine Präposition, das präpositionale Satzglied "trotz X" wird wie alle einfachen Satzglieder nicht mit einem Komma getrennt.

Also: "Trotz X beschreiben ...".

Das ist im Englischen anders, dort wird ein Einschub vor der SVO-Struktur mit einem Komma getrennt:

Yesterday, I went to the cinema. (Gestern ging ich ins Kino).

Despite her fear, she wrapped her arms around him. (Trotz ihrer Angst schlung sie ihre Arme um ihn.)

Man beachte die andere Wortstellung im Deutschen: Ein Komma direkt vor dem Verb funktioniert einfach nicht. Im Englischen steht das Komma vor dem Subjekt, da geht es.

2) Die Kommaregeln für Aufzählungen sagen nur, dass zwischen den Gliedern der Aufzählung ein Komma steht (und keins bei "und"). Insbesondere steht nach der Aufzählung kein Komma (wenn man dort nicht aus anderen Gründen eins setzen muss.)

Also: "Trotz X, Y und Z beschreiben ...".

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Unterschiedliche Sprachen haben unterschiedliche Rechtschreib-, Aussprache-, Grammatik- und natürlich auch Zeichensetzungsregeln. Das beginnt bei der Frage, welches Zeichen wo steht, und endet bei der Frage, wir ein Zeichen im Text zu stehen hat.

Im Deutschen ist zum Beispiel die Trennung von Komposita, wir Ich es im ersten Satz praktiziert habe, Gang und Gäbe. Im Englischen habe ich sie bewusst noch nicht wahrgenommen. Im Französischen werden Ausrufe- und Fragezeichen mit einem Leerzeichen vom Wort abgesetzt, in anderen Sprachen gilt das als falsch. Japanisch und Chinesisch kennen eigentlich keine Leerzeichen, dementsprechend werden Punkte und Kommas kompress gesetzt (da die Schriftarten nichtproportional sind, sind die entsprechenden Zeichen ebenfalls breit und lassen zum nächsten Wort etwas mehr Platz). Im Europäischen Sprachen nennt man das Plenken und es ist auch falsch.

Die Kommaregeln sind insofern tückisch, als dass man sich mit ihnen nicht unbedingt beschäftigt – wobei ich mich schon an die eine oder andere Kommasetzregel im Französischunterricht erinnere. Grundsätzlich basieren die englischen Kommaregeln auf der Frage: Wo pausiere ich, so atme ich im Satz? Die deutschen hingegen sind vor Allem syntaktischer/grammatikalischer Natur. So werden Nebensätze im Deutschen immer durch Kommapaare abgetrennt, während im Englischen bei vielen Nebensätzen (vor Allem Relativsätzen) kein Komma stehen darf. Einzelne Satzteile werden im Deutschen fast nur dann abgetrennt, wenn sie ihr eigenes Verb haben (wichtigste Ausnahme: Apposition), während einleitende Orts- und Zeitangaben auf Englisch oft ein Komma nach sich ziehen.

Selbst bei Aufzählungen haben Deutsch und Englisch leicht unterschiedliche Regeln: Im Englischen kann das sogenannte Oxford Comma zwischen dem vorletzten Glied und und gesetzt werden. Im Deutschen wäre ein solches Komma falsch.

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