6

When you are in a situation where someone asks how many people are there, do you use Leute, Personen, or Menschen?

  • Nothing, just the question word "wieviele", the same way you don't ask "welcher Mensch" but most often "wer?" – vectory Nov 7 at 11:42
  • In other words, it's not clear what you are asking. – vectory Nov 7 at 11:43
  • @vectory, the question is quite clear. By the way: wieviel is not a question word. See korrekturen.de/wortliste/wie_viel.shtml. – Björn Friedrich Nov 7 at 11:48
  • @BjornFriedrich, then, do you capitalize Viele as a noun? No. Then it must be an interrogative pronoun of sorts. – vectory Nov 7 at 11:55
  • @vectory, wie kommen Sie vom Thema Zusammen- oder Getrenntschreibung (wieviele versus wie viele) aufs Thema Groß- oder Kleinschreibung von viele? – Björn Friedrich Nov 7 at 12:06
4

This is mostly a fact of the situation.

If you want to ask how many people fit into a car (German: Personenkraftwagen) or into a cabin of an elevator (There is normally a label inside an elevator on which the capacity is declared in Personen).

So, as of my understanding it corresponds to a manageable amount of people.

As stated in the answer to the other post, Menschen is more refenced to bigger amounts like the population of a city, a country (or even smaller of a apartment building) Another example would be:

Das Fußballstadion fasst bis zu 60000 Menschen.

I normally use Leute only for pretty undefined amounts of people:

Gleich nach Eröffnung haben die Leute das Angebotsregal geplündert.

In response to this you can ask:

Na wie viele kamen denn?

Without using any nouns.

In many situations you may even use synonyms that define the people better like Kunden (customers), Zuschauer (viewer) or Mitarbeiter (employees).

  • 1
    I totally agree that Leute is, you might say, an indefinite uncount noun. As a count noun it very severly lacks the singular--which alas never stopped anyone from using it as a count noun, even nonstandard singular "Leut" – vectory Nov 7 at 13:06
  • And I'd add that it might be informative to compare Leute << PIE *Hlewdh- "man, people", "to grow" with Laie, lay people << PIE *leHwos "people (under arms") < *leh2- "military action" via Lithurgical Latin in contrast to the clergy people (quotes taken from en.wiktionary). Admittedly, there is not much to go on, phonologically: really just one shared L; But keep in mind the supposed pre-historic three-partition of responsibilities into laborours, warriors and priests (to which a fourth could be added). I mean, if there is doubt how derogative Leute really is and in which context. – vectory Nov 7 at 14:06
  • Some would say that my comparison was "unlauter", but Leute really does mean commoners, though by and large not peasants, plebs, or even lewd folks. This shouldn't verleiten to jump to conclusions, because it's so sketchy that I don't even know how to turn it into a proper question. The call for action about this answer is obviously requesting a comment about the register and subtone of the word. Maybe it's often indefinite, because it wouldn't be proper to address anyone directly with it? – vectory Nov 7 at 14:14
3

All three are acceptable. For me, it's a matter of style which word you use. Therefore, the following is my opinion.

Most neutral is certainly

  • Wie viele Leute sind da?
    (How many people are there?)

A bit more formal is

  • Wie viele Personen sind anwesend?
    (How many persons are present?)

Lowest in my style ranking is

  • Wie viele Menschen sind da?
    (How many humans are there?)

because Menschen doesn't actually fit, except in a centext where the distinction between humans and other species is relevant. More about the Menschen–Leute distinction can be found in another posting on Stack Exchange.

  • 3
    Für die Abwertung meiner Antwort bitte ich um eine Erklärung. – Björn Friedrich Nov 7 at 12:18
  • 3
    I would tend to say Menschen if the number is really large - a demonstration with 50.000 people, a carnival parade with 2 millions - apart from that, I agree with your answer. – Volker Landgraf Nov 7 at 12:31
  • @VolkerLandgraf, good point. Thank you. – Björn Friedrich Nov 7 at 12:32
  • I did not downvote but the paragraph about Menschen is quite wonky – äüö Nov 8 at 7:23
  • I had downvoted (expecting it to be outweight by others) because it is missing a note about the possibility to use neither, as per my comments. – vectory Nov 8 at 13:19
2

"Menschen" als Wort für Menschen, wenn es um deren Menge geht, ist nach traditionellem Sprachempfinden eigentlich immer ein faux pas.

"Menschen" sollte man für Menschen nur verwenden, wenn es der Differenzierung zwischen Menschen und anderen Organismen geht:

Bei der Viehauktion im Stadion befanden sich 700 Menschen und 300 Rinder.

Ansonsten aber sollte man immer versuchen, die Menschen mit einem geeigneten spezifischen Ausdruck zu bezeichnen:

Die Viehauktion am Samstag hatte 700 Besucher.

Am Strand drängelten sich tausende Urlauber.

Dutzende Kunden haben sich über die verzögerte Lieferung beschwert.

Über 70 Gäste kamen zu Meikes Geburtstagsparty.

Wenn kein geeigneter spezifischer Ausdruck zu finden ist, verwendet man "Personen":

700 Personen haben sich zum Schwimmkurs angemeldet.

Der Grund ist, dass für diese Personen ein gängiges spezifisches Wort kaum zu finden ist. "Schwimmkursteilnehmer" oder "Schwimmwillige" wären als Neubildungen zu ungewöhnlich, würden also den Kommunikationsfluss unnötig aufhalten.

Ist die Personengruppe auf andere Weise von einer allgemeinen, undefinierten Menschenmenge abgehoben, nimmt man auch gerne die Bezeichnung für diese Untergruppe, selbst wenn es für die Satzaussage irrelevant ist:

150 Schülerinnen und Schüler haben sich zum Computerkurs angemeldet.

(In diesem Beispiel ist es für den Computerkurs nicht entscheidend, dass es Schülerinnenn und Schüler sind; es könnte jedermann sein; jedoch wurde der Kurs eben speziell bei Schülern an einer Schule bekanntgemacht, und so sind es in der Praxis eben Schülerinnen und Schüler, die sich anmelden.)

Statt "Personen" kann man auch "Leute" nehmen, doch ist dies nur in formloser mündlicher Kommunikation angemessen, nicht in stilistisch sauberer schriftlicher.

Na, wie viel Leute sind denn zum Theaterabend gestern gekommen?


Aus aktuellem Anlass:

Der Deutschlandfunk meldet in seinen Radionachrichten am heutigen 8. November 2019:

*Aus einem Bergwerg in Sachsen-Anhalt wurden nach einer Verpuffung 30 Menschen geborgen.

Tja. So ist das. Alles geht den Bach hinunter. Nicht mal der Deutschlandfunk bekommt stilistisch saubere Nachrichtentexte mehr hin. - Meine spontante Reaktion auf solche Sätze: "30 Menschen... und wie viele Tiere?"

Bessere Formulierung:

Aus einem Bergwerk in Sachsen-Anhalt wurden nach einer Verpuffung 30 Bergleute [oder wahlweise: Personen, Mitarbeiter, Kumpel] geborgen.

  • 1. Bei Kursen paßt Teilnehmer. 2. Der scheinbare Fauxpas des Deutschlandfunks geht auf das journalistische Bedürfnis zurück, nicht zweimal dasselbe Nomen zu verwenden: in der Überschrift des Artikels steht Personen, im Text außerdem noch Beschäftigte. – David Vogt Nov 8 at 11:46
  • @DavidVogt Deine Anmerkung, dass man einfach 150 Teilnehmer haben sich zum Schwimmkurs angemeldet sagen könnte: Ja, das stimmt im allgemeinen Sprachgebrauch wohl. Allerdings neigen Anbieter solcher Kurse dazu, als Teilnehmer nur solche Personen zu bezeichnen, die auch wirklich teilnehmen (also während der Kurs schon läuft), und nicht Leute, die sich (bisher nur) angemeldet haben. Wer Kurse organisiert, weiß, dass das ein erheblicher Unterschied sein kann: Wir hatten 50 Anmeldungen... aber am Ende nur zehn Teilnehmer. – Christian Geiselmann Nov 8 at 11:52
  • Mensch erscheint mir kaum unangebracht, insofern es das ehemals nicht wirklich geschlächtige Wort, fortsetzt, welches heute Männer bedeutet; Vgl Mädchenmannschaft u.ä. Ob das neben Tier auch im Kontrast zu Unmensch welcher Art auch immer gestanden hätte, kann mit dieser banalen Antwort leider nicht gewürdigt werden. Vgl übrigens Altdeutsch untere (schlecht) oder so ähnlich, nicht direkt zu unter vergleichbar (was so paradox wirkt, dass ich mich spontan nicht daran erinnern kann, unter welchem Schlagwort das verortet war; Ah jetzt, ja: vgl Zier). – vectory Nov 8 at 13:37
  • Ich wäre mit stilistischen (wie von @Björn Friedrich) und sonstwie wertenden Zuschreibungen vorsichtig. Entsprechend unter Vorbehalt möchte ich meinen, dass bei Unfall- und Katastrophenmeldungen im Sinne eines nicht identifizierten body counting eine Tendenz zu 'Menschen' besteht, vgl. Menschen kamen nicht zu Schaden (aber es gab Sachschäden). Wenn von 'Personen' als Unfallopfern die Rede ist, impliziert das für mich eine mehr oder weniger vage 'Identifizierbarkeit'. - Den Beispielen hier stimme ich zu. – Ralf Joerres Nov 10 at 14:14

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