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Gibt es einen Unterschied zwischen

Diese Fehler sind nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Daher werden sie an dieser Stelle nur kurz erwähnt.

und

Diese Fehler sind nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Daher sollen sie an dieser Stelle nur kurz erwähnt werden.

Ich weiß nicht, ob die folgende Info für die Beantwortung dieser Frage relevant ist aber: Dieser Satz ist der letzte Satz in einem Buchkapitel, d.h. die Behandlung des Subjekts ist an der Stelle schon abgeschlossen.

  • Deiner Beschreibjng nach gibt es keinen bedeutenden Unterschied, nur eine Gemeinsamkeit: Beides ist falsch, solange Vergangenes in Vergangenheitsformen beschrieben werden soll. Sollen ist vielleicht stark genug, um Permanenz zu suggerieren, da aber nie wirklich klar ist, wer das schelten würde, stutzt man zumindest kurz. Klingt eher wie an die Prüfer gerichtet; Wäre sonst üblich der zu entschuldigenden Anführung voranzustellen. – vectory Nov 13 '19 at 18:03
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    @vectory Von deinen fünf Zeilen habe ich jetzt genau null verstanden. Wie hast du das gemacht? – Christian Geiselmann Nov 13 '19 at 18:10
  • @ChristianGeiselmann: ich drückte mich ungeschickt aus. Denn normaler weise stelle ich lieber provokante Gegenfragen oder lasse mich auf die Metaebene herab. – vectory Nov 13 '19 at 19:21
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    @vectory Sind provokante Gegenfragen wirklich ein geeignetes Mittel der intellektuellen Debatte? – Christian Geiselmann Nov 13 '19 at 19:42
  • @ChristianGeiselmann genau dann wenn schelten ein gutes Wortspiel, um nicht zu sagen ein guter Reim, auf sollen ist. Die Wahrscheinlichkeit dass es früh zu schallen gestellt wurde stufe ich als sehr hoch ein. Also, nein?!? Meine Kommentar-Antwort kann so zusammengefasst werden: Ich würde a) "sollten" empfehlen, da Vergangenheit, soweit Konjunktiv dem nicht entgegensteht. b) umstellen und oder anders formulieren, (PS: notfalls verneinend "nicht weiter") c) wenn es zu umständlich ist, den Unterschied aufzudröseln, behaupten, es gäbe gar keinen. – vectory Nov 13 '19 at 20:22
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In Ergänzung der knappen und richtigen Antwort von @πάντα ῥεῖ:

Es handelt sich um eine inzwischen etwas altertümlich gewordene Ausdrucksweise. Der geneigte Leser mag sie verzeihen. Für den weniger geneigten Leser sollen im Folgenden einfachere Formulierungen gewählt werden.

Man denke in diesem Kontext aber auch an das englische "shall", das zwischen "sollen" (im Sinne einer moralischen Aufforderung), "müssen" (im Sinne einer Verpflichtung) und "werden" (im Sinne einer Zukunftsvorhersage) irisiert.

Manche Nutzer des Deutschen sehen im "sollen" des Beispielsatzes nach wie vor einen moralischen Imperativ. Andere empfinden es als synonym mit "werden". Ich hänge - im gegebenen Kontext - der zweiten Richtung an.

Schlussfolgerung darum: Die beiden Sätze können als synonym gelten. (Wie @πάντα ῥεῖ ja bereits festgestellt hatte.)

Stilistisch könnte man die "soll werden"-Formulierung heute für einen Tick zu blumig halten.

Um nun der Vollständigkeit Tribut zu zollen, soll hier auch noch eine dritte Variante vorgestellt werden:

Diese Fehler sind nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Daher seien sie an dieser Stelle nur kurz erwähnt.

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    Irgend ein gutmeinender (hoffen wir's mal) Geist hat mir oben den Satz "Einerseits suggeriert das sollen im Beispielsatz einen moralischen Imperativ. Andererseits impliziert es heutzutage meist als Hilfsverb Aussagen zur Zukunft." hineinredigiert. Der wirft aber meine Argumentation aus der Bahn. Ich streiche ihn deswegen wieder. Der Geist möge seinen Gedanken für eine eigene Antwort verwenden! – Christian Geiselmann Nov 13 '19 at 19:47
  • Die Variante mit "seien" wollte ich auch anführen, bevor ich Deinen letzten Satz las. Die wäre meine erste Wahl (knapp vor sollen), wenn ich heute nochmal eine Publikation schreiben würde. – Volker Landgraf Nov 14 '19 at 2:12
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Im Sinne der Bedeutung gibt es nicht wirklich einen Unterschied.

Die 2. Variante hört sich für mich allerdings ein wenig "gestelzt" an. Insbesondere für wissenschaftliche Arbeiten würde ich das Prinzip "kurz und knapp" bevorzugen.

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  • Es handelt sich um eine inzwischen etwas altertümlich gewordene Ausdrucksweise. Der geneigte Leser mag sie verzeihen. Für den weniger geneigten Leser sollen im Folgenden einfachere Formulierungen gewählt werden. – Christian Geiselmann Nov 13 '19 at 17:57
  • @ChristianGeiselmann "Für den weniger geneigten Leser sollen im Folgenden einfachere Formulierungen gewählt werden." => Für den weniger geneigten Leser werden im Folgenden einfachere Formulierungen gewählt. – πάντα ῥεῖ Nov 13 '19 at 18:00
  • Ja eben. Ja eben. – Christian Geiselmann Nov 13 '19 at 18:01
  • @ChristianGeiselmann Die weitere grammatikalische Analyse überlasse ich gerne Dir für eine weitere Antwort ;-D. Englisch war übrigens in der Frage nicht erwähnt (könnte aber ggf. impliziert werden). – πάντα ῥεῖ Nov 13 '19 at 18:03
  • Ich verstehe ehrlich gesagt von Grammatik nicht so viel. (Aber es ist ja alles am Fließen.) – Christian Geiselmann Nov 13 '19 at 18:05

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