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Nehmen wir das Beispiel

Nächsten Freitag kann ich nicht. Da habe ich einen Arzttermin.

Wie würde man Freitag qualifizieren?

Es könnte kurz für "am (nächsten) Freitag" sein. Das sieht man auch daran, dass nächsten im Akkusativ steht. Zudem schreibt man es groß. Dann müsste Freitag ein Nomen sein, nicht?
Andererseits gibt es Gegenbeispiele dazu:

Nächste Woche kann ich nicht.

Hier steht nächste Woche nicht im Dativ, was kurz für in der nächsten Woche wäre.

Außerdem spricht gegen die Qualifikation als Nomen, dass Freitag genauso verwendet wird wie da in Da habe ich einen Arzttermin. Demnach wäre es wohl ein Adverb.

  • Ich verstehe die Frage nicht... hilft dieser Link? – Torsten Link Jan 7 at 6:55
  • Woche ist feminin: die Woche. Dativ: die Woche... "Nächste Woche" ist also Dativ in Deinem Beispiel... – Torsten Link Jan 7 at 7:02
  • Es handelt sich um Akkusativ, Dativ wäre der Woche – RHa Jan 7 at 7:39
  • Was ist urortart? Habe leider nichts dazu gefunden, das ich mit Sprache verbinde. Danke. – Shegit Brahm Jan 7 at 8:15
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    Das erste Wort eines Satzes schreibt man wegen seiner Position groß. Freitag ist immer ein Nomen, freitags hingegen nicht. Das nächste Missverständnis ist: der Freitag, die Woche - das sind schon mal verschiedene Artikel für die Substantive im Nominativ. – Shegit Brahm Jan 7 at 8:19
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Man könnte von einem temporalen Akkusativ sprechen.

Zeitangaben ohne Präposition stehen üblicherweise im Akkusativ:

Nächste Woche kann ich nicht.

Diesen Freitag gehe ich ins Kino.

Mit Präposition wird dagegen der Dativ verwendet:

In der nächsten Woche kann ich nicht.

An diesem Freitag gehe ich ins Kino.

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"Freitag" und "Woche" gehören zur Wortart der Nomen. Dafür ist es unerheblich, in welchem Fall sie stehen oder zu welchem Satzteil sie gehören.

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