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Mit ein paar Freunden stecke ich gerade in einer Diskussion fest, warum in einer bestimmten Situation "das" und nicht "dass" zu verwenden ist. Abgesehen von der Person, die den fraglichen Satz geschrieben hat, sind wir uns alle einig, dass "das" richtig ist. Der anderen Person erklären, warum das der Fall ist, kann aber keiner so richtig - wir "wissen" das alle intuitiv, ohne die Regel konkret erklären zu können.

Der fragliche Satz, um den es geht, ist folgender [sic]:

Leben heißt rückwärts Nebel, dass ist der Grund, warum wir nie durchblicken.

Folgende (unserer Meinung nach grammatikalisch korrekte) Varianten sind uns eingefallen:

  • Leben heißt rückwärts Nebel. Das ist der Grund, warum wir nie durchblicken.
  • Leben heißt rückwärts Nebel, was der Grund ist, warum wir nie durchblicken.
  • Dass Leben rückwärts Nebel heißt, ist der Grund, warum wir nie durchblicken.
  • Der Grund, warum wir nie durchblicken, ist, dass Leben rückwärts Nebel heißt.

Die eigentliche Frage konnten wir aber nicht zufriedenstellend beantworten: warum genau ist im ursprünglichen Beispiel "dass" falsch?

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Aus zwei Gründen kann der Teil nach dem Komma kein von der Konjunktion dass eingeleiteter Nebensatz sein:

  1. Das Prädikat müsste am Ende stehen, wenn es sich um einen Nebensatz handelte: …, dass der Grund ist, warum wir nie durchblicken.
  2. Wie man bei Punkt (1) sieht, würde dem Nebensatz dann ein Subjekt fehlen, weil dieses ja eigentlich das ist.

Das ist hier ein substantivisch gebrauchtes Demonstrativpronomen, das sich auf den ersten Hauptsatz bezieht und selbst Subjekt vom zweiten Hauptsatz ist. Das Komma ist hier etwas unglücklich. Besser wäre ein Punkt wie in eurem ersten Vorschlag, ein Semikolon oder ein Gedankenstrich.

Dass hingegen ist eine unterordnende Konjunktion, die entweder einen Konsekutivsatz oder einen Inhaltssatz einleiten würde. Ein Konsekutivsatz gibt eine Folge an (dann kann dass durch sodass ersetzt werden), ein Inhaltssatz folgt zum Beispiel auf wissen, dass …, sagen, dass … oder auch wetten, dass ….

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Das lässt sich in Gedanken immer durch welches, jenes oder dieses ersetzen ohne dass der Satz seinen Sinn verliert und das ist auch bei diesem Beispiel der Fall:

Leben heißt rückwärts Nebel, jenes ist der Grund, warum wir nie durchblicken.

Deswegen ist das in diesem Fall die richtige Schreibweise.

An dieser Stelle sei auch noch die dafür hilfreiche Seite das-dass.de erwähnt.

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  • Müssten in diesem Fall "Leben heißt rückwärts Nebel" und der Rest des Beispiels nicht auch durch einen Punkt, Gedankenstrich o. Ä. getrennt sein? Andernfalls klingt der Satz für mich sehr merkwürdig. Apr 25 '20 at 14:05
  • Ich meine "jenes" bezieht sich normalerweise auf ein zweites: "Fußball und Handball sind Massensportarten, dieses mehr, jenes weniger". Daher wäre hier "dieses" richtig. Apr 25 '20 at 15:13
  • @PixelMaster Stilistisch besser, finde ich auch. Aber die Konstruktion ist eine recht interessante, und kann, denke ich, als eine Art Cleftsatz mit einer Anführung im Gleichsetzungsnominativ aufgesst werden (von Der Grund ist, Leben heißt rückwärts Nebel -- vgl. Hans schlägt den Hund ~> Den Hund, das schlägt Hans). Das ist in dem Fall einfach einfach anaphorisch. Gefühlsmäßig nahe an einem absoluten Nominativ (Leben heißt Neben -- das ist der Grund). Apr 25 '20 at 16:36

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