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Wieso spricht man die Namen der Buchstaben H und K mit einem A-Laut am Ende aus, anstelle eines E-Lautes, wie etwa beim G?
(G deshalb, weil es ja eigentlich nur ein stimmhaftes K ist.)

Mir ist bewusst, dass nicht alle anderen Buchstaben mit einer Kombination mit E "benannt" werden, aber aus welchem Grund tanzen auch diese zwei aus der Reihe?

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    Wäre es hilfreich, zumindest in Gruppen die 26 "Norm-"Buchstaben bzw. nur die Konsonanten des dt. Alphabets mit ihrer Aussprache in die Frage aufzunehmen? Dass erkenntlich wird, wer wie aus der Reihe tanzt? Das würde ich für die gewünschte Integration von verlinkten Seiten halten. – Shegit Brahm May 8 at 14:08
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    Bitte beachte, dass im Deutschen alle Substantive großgeschrieben werden. Dazu gehören auch alle Namen, und unter anderem auch die Namen von Buchstaben. Wenn du also z.B. etwas über den Buchstaben H schreibst, ist dieses H ein Substantiv das großgeschrieben werden muss. Das gilt auch für Zusammensetzungen wie z.B. A-Laut. Ich habe das in deiner Frage korrigiert, und habe auch klargemacht, dass es in deiner Frage nicht (wie ursprünglich formuliert) um die Aussprache der Buchstaben geht, sondern um die Aussprache der Namen der Buchstaben. Das sind zwei völlig verschiedenen Dinge. – Hubert Schölnast May 11 at 7:18
  • @HubertSchölnast Wieso hast du das "a" in "a-Laut" im Titel klein gelassen? – 355durch113 May 12 at 21:20
  • @355durch113: Weil ich es da übersehen hatte. – Hubert Schölnast May 14 at 16:53
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Dies dürfte letztlich von etruskischen Buchstabennamen herrühren, die in lateinischer Adaptation ins Deutsche übernommen wurden. Anders als im griechischen Alphabet gehen sie nicht auf die ursprünglichen semitischen Namen zurück. Stattdessen richten sie sich nach der Aussprache. Dabei gibt es drei Arten von regulären Bezeichnungen:

  1. Vokale können alleine gesprochen werden. Also bezeichnen sie sich selber: A, E, I, O, V
  2. Kontinuanten können ebenfalls alleine gesprochen werden: F, L, M, N, R, S. Im Etruskischen sind silbische Kontinuanten offenbar nicht unüblich gewesen.
  3. Verschlusslaute können nur schlecht alleine gesprochen werden – nach der Plosion ergibt sich fast unweigerlich ein Schwa: Cə, Də, Gə, Pə, Tə

Als die Römer mit ihrer vokalreichen Sprache ohne silbische Konsonanten oder Schwa das Alphabet von den Etruskern übernahmen, hätten sie vor den silbischen Kontinuanten ein E eingefügt und ebenfalls nach den Verschlusslauten anstelle des Schwas.

Neben den regulären gibt es verschiedene irreguläre Buchstabennamen:

  • Für den Laut /k/ gab es drei verschiedene Zeichen. Die ursprüngliche Verteilung richtete sich im Etruskischen und im archaischen Latein nach dem folgenden Laut: C vor E und I, K vor A und Q vor O und V. Daher kämen die Namen, damit man die drei /k/ unterscheiden kann. Die Römer jedenfalls verwendeten die drei Namen (regulär: CE, irregulär: KA und QV) nach etruskischer Buchstabenverteilung, auch als sie später ausser in QV fast nur noch C verwendeten.
  • H hat alleine gesprochen keinen wirklichen Klang. Das Namenschema der Kontinuanten bietet sich nicht an, denn *EH wäre leicht mit E zu verwechseln, und ausserdem gibt es im Latein das H nur vor Vokalen. Das Namenschema der Verschlusslaute bietet sich ebenfalls nicht an, denn H ist kein Verschlusslaut. Vielleicht wurde deshalb der Name HA verwendet, mit dem klangreichsten Vokal A? Noch in der Antike wurde das H im Lateinischen stumm, so dass der Name gleich lautete wie A. Also wurde ACCA als neuer Name verwendet.
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    Wie ist das mit den "Kontinuanten" gemeint? Man sagt doch Ef, Em, En etc. – idmean May 9 at 14:39
  • Interessante Theorie. Das Wissen zur Aussprache des Etruskischen dürfte eher gering sein, und warum die vermeintliche etruskische Aussprache sich nur ins Deutsche und nicht z.B. ins Englische übetrragen hat, erschließt sich mir nicht. – Paul Frost May 9 at 23:37
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    @PaulFrost Stichwort Great Vowel Shift – mtwde May 10 at 7:00
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    @idmean: Du kannst MMMMMM, LLLLLLL, FFFFFFF usw. beliebig lange für sich alleine aussprechen (genau darum heissen die Laute auch Kontinuanten oder Dauerlaute). Bei B, D, K usw. verhält es sich nicht so. – mach May 10 at 20:44
  • @PaulFrost: Zum Etruskischen und seiner Aussprache ist eben doch erstaunlich viel bekannt, vgl. en.wikipedia.org/wiki/Etruscan_language und die weiterführende Literatur dort. Der englische Name aitch geht nicht auf HA zurück, sondern auf den alternativen Namen ACCA, der auch im Italienischen usw. gebraucht wird und der wohl entstanden ist, nachdem das H im Lateinischen stumm geworden war. – mach May 10 at 20:47
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Das deutsche Alphabet und seine Aussprache basiert zu großen Teilen auf dem lateinischen Alphabet. Dieses basiert seinerseits auf dem griechischen, übernimmt allerdings nicht dessen Aussprache für die einzelnen Buchstaben.

Stattdessen werden diese wie folgt ausgesprochen:

  • Vokale bezeichnen sich selber (a, e, i, o, u)
  • Plosive fügen ein e an (be, ce, de usw.)
  • Dauerlaute – Frikative und Sonorante – bekommen ein e vorangestellt (ef, el, em usw.)

Buchstaben wie K und Q bilden allerdings eine Ausnahme. Diese werden mit denen für sie normalerweise verbundenen Vokalen ausgesprochen.

  • k -> ka (IPA dt: [kaː])
  • q -> qu (IPA dt: [kuː], österr. [kveː])

Der Ursprung für die Aussprache des K + Q liegen (wahrscheinlich) in der Art, wie das griechische Alphabet zu den Römern kam. Diese übernahmen (wahrscheinlich) das Alphabet von den Etruskern, die es selbst von griechischen Siedlern übernommen hatten.

Die etruskische Sprache beinhaltete drei k-Laute, für die Buchstaben gebraucht wurden. Diese wurden

  • Der griechische Buchstabe Γ (für [g]) zur Darstellung des stimmlosen Verschlusses [k] vor den Vokalen e und i
  • Das griechische Κ, um [k] vor a wiederzugeben
  • Das archaisch-griechische Symbol Ϙ für [k] vor u

Was von den Römern übernommen und mit der Zeit verfeinert wurde (unter anderem entstand so aus einer Abwandlung des C unser G).

(Quelle)


Und das H ([haː])?

Vermutung ohne eine Quelle gefunden zu haben: Weil es griechisch schon Eta hieß ^^ .

Allerdings übernahmen die Römer den Buchstaben und seine Aussprache ebenfalls von den Etruskern. Die Schreibweise allerdings vom Griechischen.

(Quelle)

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