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Ich suche eine generische, allgemein-verständliche bzw. -gültige und formelle Anrede als Ersatz für das in Anschreiben und Briefen verwendete

Sehr geehrte Damen und Herren,

welche nicht-binäre Geschlechtsidentitäten nicht ausschließt (Stellenausschreibungen zum Beispiel sollen m/w/d oder m/w/x anstatt m/w verwenden um explizit die Existenz nicht-binärer Personen zu verdeutlichen).

Dabei gibt es mehrere Krücken, die versuchen die adressierte Personengruppe in der Anrede direkt anzusprechen. Z.B.: "Sehr geehrtes Team" / "Sehr geehrte Beschäftigte". Diese sind aber relativ informell oder nicht allgemein gehalten (nicht jede adressierte Personengruppe kann als Team etc. angesprochen werden). Vor allem bei geschäftlichen oder rechtlichen Dokumenten/Briefen wäre es unpassend solch saloppe Formulierungen zu wählen.

Gibt es eine dementsprechende Verallgemeinerung von / Alternative zu "Damen und Herren"?

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    Sehr üblich ist heute: Hallo Leute! Ich weiß aber nicht, ob das schon weit genug in den Kanon des Formellen aufgestiegen ist :-) – Christian Geiselmann May 18 at 14:39
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    Ich befürchte da gibt's nichts. Zumindest nichts, was nicht konstruiert klingt. – akuzminykh May 18 at 14:41
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Einen expliziten Einschluss - nein, keine Kenntnis.

Ich verwende meist so etwas:

Sehr geehrtes xy-Support-Team,

Sehr geehrte Personalabteilung von Firma xy,

Dabei benutze ich möglichst das, was ich zuvor finde. D.h., gerade bei Hotlines und sonstigen viel-mit-unbekannten-Menschen-in-Kontakt-Tretenden finde ich irgendeine Art von Vorstellungsseite. Und da steht manchmal sowas wie "Ihr XY Support Team".

Das ist m.E. kein expliziter Einschluss nicht-binärer Informationen, sondern nur die Nutzung der Information "sie selbst nennen sich so".

D.h. auch, dass die Addressierung "Personalabteilung" einigermaßen gestelzt klingt, weil ich ja die Leute dort anschreibe und eben nicht die Abteilung (als abstrakte Person). Und was ich für Deppenleerzeichen halte etc., das korrigiere ich unaufgefordert.

Randnotiz:

Bei Gruppen, die ich schon kenne, hat sich meist

Hallo zusammen

eingebürgert.

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Auch das umgeht das gestelzt Problem nicht, aber uneingeschränkt generisch wären die folgenden Formulierungen

Sehr geehrte Menschen (Anmerkung: Habe einen Trans-Freund von mir gefragt und er nannte mir ebenfalls diese Formulierung)

Sehr geehrte Personen

Sehr Geehrte

Oder einfach nur ein

Guten Tag

Letzteres verwende ich gerne in Emails.

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    Ein reines "Guten Tag" ist tatsächlich die meist empfohlene Variante für den vom OP genannten Fall. Bzw. "Guten Tag, <Vorname Nachname>", wenn es eine Einzelperson ist. siehe z.B. hier. Die ersten Varianten empfinde ich allerdings als dämlich ^^. Trotzdem +1 – mtwde May 18 at 15:08
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    @infinitezero Karl Valentins Lösung für dieses Problem war, zu schreiben Sehr Herr (da er geehrter unzutreffend fand). – Christian Geiselmann May 18 at 15:19
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    @problemofficer: Für den ersten Satz hätte ich deinen Kommentar gerne upgevotet, aber dass ein freundliches, als Begrüßung absolut gebräuchliches und völlig neutrales "Guten Tag" unhöflich sein soll, erscheint mir dermaßen abwegig, dass mich das leider am Upvoten hindert. – O. R. Mapper May 19 at 6:32
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    @O.R.Mapper da stimme ich absolut zu. Das ist eine recht befremdliche Interpretation von Höflichkeit. – phipsgabler May 19 at 6:35
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    @problemofficer, du willst mir doch nicht erzählen, dass du in einer Mail an 20+ Leute alle mit Namen ansprichst? – infinitezero May 19 at 9:45
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Da m/w/d oder m/w/x in der deutschen Sprache aktuell noch in den "Kinderschuhen" steckt, gibt es hierfür keine generische, allgemein-verständliche bzw. -gültige und formelle Anrede. Ohne die diversen "Krücken" gibt es dafür keine Lösung.

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Jeglicher Ersatz für "Sehr geehrte Damen und Herren" im Bereich des Höflichen und Förmlichen ist Flickwerk, jedenfalls noch derzeit (im Jahr 2020).

Es gibt verschiedene Versuche mit Partizipien:

  • Sehr geehrte Studierende

  • Liebe Mitarbeitende

aber sie hören sich immer noch sehr bemüht an.

Im Bereich des Locker-Legeren gibt es Ausdrücke, die sich etabliert haben:

  • Liebe alle (von Englisch dear all)
  • Guten Tag! (ohne weitere Anrede)

In rein mündlicher Kommunikation:

  • Guten Tag zusammen! (Üblich beim Dazustoßen zu einer lockeren Runde untereinander vertrauter Personen, z.B. im Vereinswesen; klingt jovial)
  • Guten Tag allerseits (Wie oben, aber etwas höflicher, also auch möglich zur Verwendung im Kreise Unbekannter)
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  • Sehr geehrte Lesende, Sehr geehrte Leser*in? Ich habe keine Ahnung wie man das Sternchen "richtig" nutzt, aber sowas sind bestimmt Möglichkeiten. – infinitezero May 18 at 14:53
  • ... und sind nicht allgemein. D.h. die adressierte Personengruppe muss explizit als "Studierende" oder "Mitarbeitende" bekannt sein. – bitmask May 18 at 14:54
  • @infinitezero Die Sternchenlösung dürfte Bitmask nicht gefallen, denn er-sie-es möchte ja gerade vom Geschlechterdualismus wegkommen, wenn ich das recht verstanden habe. – Christian Geiselmann May 18 at 15:07
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    Die Frage geht ganz explizit auf formelle Anreden. – bitmask May 18 at 15:15
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    Liebe alle empfinde ich immer als grausame 1:1-Übersetzung des Englischen... – infinitezero May 18 at 22:41

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