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In diesem Satz:

Durch unsere Arbeit treffen wir immer wieder Menschen, die sehr nervös sind, Deutsch zu sprechen.

Normalerweise muss "um" in diesem Satz stehen ([...] die sehr nervös sind, um Deutsch zu sprechen). z.b:

Zürich bietet das ideale Umfeld, um Deutsch und zahlreiche weitere Sprachen zu lernen.

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    Nein, korrekt lautet der Satz ebenfalls "Ich finde es schwierig, Deutsch zu lernen". – infinitezero Jul 1 at 10:55
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    I’m voting to close this question because it is based on a false premise. – infinitezero Jul 1 at 10:56
  • @infinitezero Ich hab' das Beispiel verändert. ich hoffe, dass es nun Fehlerfrei klingt. – Gigili Jul 1 at 11:07
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    Der erste Satz macht keinen Sinn, weder mit noch ohne "um". Es sollte wahrscheinlich mit "Wir treffen Menschen..." anfangen. Es wäre auch hilfreich, wenn du zeigen würdest, wo genau im Satz du "um" erwartest. – RoToRa Jul 1 at 11:12
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Der Satz bekommt mit einem um eine andere Bedeutung.

Durch unsere Arbeit treffen wir Menschen, die sehr nervös sind, um Deutsch zu sprechen.

Das würde bedeuten, Ihr trefft Menschen um Deutsch zu sprechen, und zwar Menschen, die sehr nervös sind, aber nicht notwendig nervös sind, weil es ans Deutschsprechen geht.

Wer in die Schweiz fährt, um Deutsch zu lernen, der ergreift eine Maßnahme, um ein Ziel zu erreichen (um-zu).

Richtig wäre:

In China treffen wir Schweizer, die dort arbeiten, um Deutsch zu sprechen.

Semantisch merkt man, dass die Schweizer kaum in China arbeiten, um dort Deutsch zu sprechen, sondern dass sich das Um-zu auf das treffen, also unsere Motive beziehen muss.

Es soll aber gesagt werden, dass Menschen getroffen werden, die es nervös macht, Deutsch zu sprechen. Das ist keine beabsichtigte Folge sondern ein unerwünschter Seiteneffekt.

Eine andere, semantisch aber bizarre Interpretation wäre noch, dass die Menschen, die ihr trefft, nervös sind um Deutsch zu sprechen. Das bedürfe einer merkwürdigen psychischen Störung, die bewirkt, dass nur in nervösem Zustand Deutsch gesprochen werden kann.

Durch unsere Arbeit treffen wir Menschen, die mit Wörterbüchern ausgestattet sind, um Deutsch zu sprechen.

Auch hier würde ein Um-zu Sinn ergeben, diesmal läge das Motiv bei der Sprecherposition.

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Dort ist kein um nötig. Das würde den Satz sogar entstellen. Die Konjunktion um stellt einen Wirkung-Ursache Zusammenhang her, d.h. für eine Tatsache wird eine Begründung beigeordnet, die meist eine Absicht (purpose) ausdrückt. Zum Beispiel:

Ich ließ den Apfel fallen, ...

Aha, das war sicher ein Versehen.

um die Erdanziehungskraft zu demonstrieren, ließ ich den Apfel fallen

Achso, das war beabsichtigt!

Natürlich ist niemand absichtlich nervös, und ein Nutzen kann daraus auch nicht gezogen werden. Tatsächlich ist es genau anders herum: die Nervosität folgt erst aus dem Versuch, Deutsch zu sprechen.

Dabei wird hier auf Konjunktionen ganz verzichtet. Das ist tatsächlich etwas eigenartig. Wo die Ursachen und Absichten liegen, das mag individuell unterschiedlich sein, daher wird auf eine spezifische Begründung verzichtet. Im endeffekt ließt es dich wie eine Verbalphrase, d.h. nervös deutsch zu sprechen. Das muss ulkig wirken, da sprechen sonst nicht das Hilfsverb sein (bzw. waren) regiert.

Beachtlich ist, dass die Prämisse meist keine echte Aktivität, sondern eine Art medio-passiv darstellt ("fallen", "fallen lassen", "sich fallen lassen" ist eben ein klassisches Beispiel dafür), die eine Begründung genau dann erfordert, wenn Aktivität suggeriert werden soll. In Negation ist wiederum der Beisatz eher inaktiv, "Ich kaufe Nahrung, um nicht zu verhungern".


Darüber hinaus gibt es weitere Formulierungen mit um. Da ist eine gewisse Formulierung mit zu, insbesondere zu ... um zu...: "Sie waren zu nervös, um zu sprechen" (they were too nervous, about being to speak German). Da spielt negation wieder eine Rolle. Das wird aber nie mit sehr ausgedrückt, welches im Gegenteil intensivierend wirkt. Vermutlich hattest du das verwechselt.


Gänzlich falsch ist dein Vorschlag nicht, es scheitert nur auf der semantischen Ebene. Zwar wird Nervosität in der Regel als unbeabsichtigter Störfaktor zu verstehen sein. Epistemologisch, als Ausdruck der Vorfreude sozusagen, ist aber erkennbar, was gemeint war (bspw. "they were keen to" oder "affraid to")

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