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I have this sentence in german :

Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer ist.

In english it probably means something like :

Today in the morning, we looked into our fridge and saw, that it (is) empty.

Now, in english it should rather be

we looked into our fridge and saw it was empty (not is).

So is the ist correct ? Shouldn't it be war ?

Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer war

  • 1
    Please note that Kühlschrank is refrigerator, not postbox (Briefkasten) – infinitezero Jul 8 at 15:06
  • Oh, thanks I didn't notice. – John Ronald Jul 8 at 18:32
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I'm no language lawyer but:

Let's look at the two variations of this sentence:

Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer war.

Here, the empty state is in the past which means it was probably refilled in between.

Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer ist.

Here, the empty state is in the present which means it is still empty (probably).

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  • Seems like reasonable answer, thanks. – John Ronald Jul 8 at 18:34
  • 1
    Moment, sollte es aus Gründen der Kongruenz nicht dass er leer gewesen ist (Perfekt von sein) heißen? – Björn Friedrich Jul 8 at 20:06
  • Das wäre vermutlich die language lawyer Antwort. Umgangssprachlich passt es so auf jeden Fall für mich. Vermutlich ist "war" ohnehin eine der wenigen Formen, die mündlich im Präteritum verwendet wird. – infinitezero Jul 8 at 20:08
  • ... dass er leer gewesen ist: Kongruenz, Gleichzeitigkeit zum Hauptsatz. // ... dass er leer gewesen war: Vorzeitigkeit. // ... dass er (jetzt) leer sein würde: Nachzeitigkeit. // ... dass er leer ist: Glaskugel (wir haben damals schon gesehen, dass er jetzt leer ist). – amadeusamadeus Jul 17 at 10:22
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In colloquial German, there is not much of a difference. Many people confuse Präteritum and Perfekt and even use both tensen within the same sentence. In standard German, there is, basically, the principle of congruence: when events occur or states are in the same narrative time, then the tenses should conform.

Let me first give a simpler example:

  • Er sieht, dass die Sonne rund ist. (narrative time: Präsens)
  • Er sah, dass die Sonne rund war. (narrative time: Präteritum)
  • Er hat gesehen, dass die Sonne rund gewesen ist. (narrative time: Perfekt)

However, there is an exception. When a state does not generally change but persists (e.g., the sun is always round and we do not expect it to change its form in the near future), then the Präsens can be used, no matter which narrative time is used:

  • Er sieht / sah / hat gesehen (whichever narrative time), dass die Sonne rund ist (Präsens).

Now, let's look at the original sentences:

  • Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer war.

Haben geschaut and haben gesehen is Perfekt, whereas war is Präteritum. This may be acceptable in colloquial language, but according to the priciple of congruence it shopuld be, dependning on the narrative time, one of these:

  • Wir schauten heute Morgen in unseren Kühlschrank und sahen, dass er leer war.
  • Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer gewesen ist.

The sentence

  • Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer ist.

means that the state of the fridge has not changed; it is still empty.

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  • Still empty möchte ich bestreiten: "Wir haben heute Morgen in unseren Kühlschrank geschaut und gesehen, dass er leer ist. Also haben wir 4 Ananas für heute abend reingelegt." – user unknown Jul 10 at 3:57
  • @userunknown, in dem Falle wäre leer ist (standardsprachlich) ja auch nicht richtig, sondern leer gewesen ist (Kongruenz mit haben geschaut und haben gesehen). Aber danke fürs erneute voreilige Abwerten, obwohl man die Antwort nur so halb gelesen hat. – Björn Friedrich Jul 10 at 4:08
  • Du kannst nicht morgens in den Kühlschrank schauen, und sehen, dass er auch abends noch leer sein wird. Das kannst Du planen, denken, raten und wünschen aber nicht sehen. Du kannst morgens ins Datenbanklog schauen, und sehen, das die Datenbank nachts leer gewesen ist. Das Leersein ist dann im Moment des Schauens abgeschlossen, aus der Perspektive der Vergangenheit liegt die Leere noch weiter in der Vergangenheit. Sie ist zum Zeitpunkt des Schauens vielleicht schon nicht mehr leer. – user unknown Jul 10 at 7:56
  • @userunknown, aus philosophischer Sicht gebe ich Ihnen recht. Das ist aber bei allen induktiven Schlüssen so, übrigens auch bei der Sonne: nur weil die bei jedem Hinschauen rund war, kann ich nicht sicher sein, dass sie es auch morgen noch ist. Gleichwohl – um beim Kühlschrank zu bleiben – ist davon auszugehen, dass leer ist ausdrückt, dass er zumindest zum Zeitpunkt, da die Aussage getätigt wird, noch leer ist. Das ist ja der Zweck des Präsens, auszudrücken was ist und nicht was war. Ob es morgen immer noch ist, spielt erstmal keine Rolle. – Björn Friedrich Jul 10 at 9:05
  • "Wenn ich nächste Woche, Mittwoch, in das Eisfach schaue, werde ich wohl auch sehen, dass es leer ist. Es ist jetzt nämlich schon kaum noch Eis drin und das Wochenende liegt dazwischen." Ich meine die Sprache transportiert uns in die Vergangenheit oder Zukunft, und aus der schildern wir dann eine gedachte Präsenz. Schriebe ich "werde ich sehen, dass es leer sein wird" klingt für mich nach doppeltem Futur. "Wenn ich in 20 Jahren nachrechne, werde ich drauf kommen, dass die Rente nicht reicht" vs. "nicht reichen wird". Hier fehlt die unmittelbare Sinneswahrnehmung. … – user unknown Jul 11 at 4:49

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