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Gibt es eures Wissens nach einen Begriff, welcher die Tiefenposition eines Objektes im Raum beschreibt?

Um zu beschreiben, ob sich ein Objekt links o. rechts befindet kann dafür der Begriff "horizontale Position" (sowie "vertikale Pos." für oben u. unten) verwendet werden. Ich bin auf der Suche nach einem Wort, was die Position des Objekts im Sinne von vorne u. hinten beschreibt.

  • So etwas wie longitudinal oder axial? Analog ist das alles nicht, weil es im Gegensatz zu horizontal und vertikal vom Standpunkt abhängt. – guidot Aug 7 at 13:31
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    Bezeichnet "horizontale Position" streng genommen nicht sowohl rechts/links als auch vorne/hinten? – Martin Rosenau Aug 7 at 13:45
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    Willkommen auf German.SE. In der Malerei/Fotografie gibt es die Begriffe Vordergrund/Mittelgrund/Hintergrund (zumindest in der Schule hieß es so). Was ist an "vorn und hinten" unpassend? Rechts und Links enthält auch kein genaueren Angaben als dieseits oder jenseits von der gedachten Mitte. Im de.wikipedia.org/wiki/Kartesisches_Koordinatensystem kann ich klassisch mit z die dritte Dimension zu Positionierung nehmen. Irgendwie mangelt mir das Verständnis für die gesuchte Bezeichnung. Nah und Fern? Entfernung? Abstand? – Shegit Brahm Aug 7 at 15:03
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    Nachdem ich das nochmal gelesen habe: mit "horizontale Position" als links/rechts und "vertikale Position" als oben/unten ist nun mit "xxx Position" als vorn/hinten gesucht? Also wenn ich den Blick auf ein Objekt z.B. mit einem 3D-Kartesischem-Koordinatensystem überlagere, dass mit "horizontal" keineswegs die gesamte Ebene gemeint ist, sondern (klassisch) der x-Wert - und mit vertikal dann y. Was die Suche für z beschreibt. Falls ja, schlage ich vor, eine entsprechende Grafik in die Frage zu integrieren. ! x-y-z-Ausrichtung variiert je nach Benutzungskontext. Schiff vs. Flugzeug ist anders rum – Shegit Brahm Aug 7 at 16:25
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    @MartinRosenau Ich finde, das wäre eine gute Antwort. – David Vogt Aug 7 at 21:31
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Wenn es unbedingt ein Fachwort sein soll, würde ich longitudinal vorschlagen. Longitudinal beschreibt die Richtung entlang einer Längsachse. Man spricht beispielsweise von longitudinalen Wellen, wenn diese in Ausbreitungsrichtung schwingen (vor und zurück), im Gegensatz zu transversalen Wellen (die senkrecht zur Ausbreitungsrichtung schwingen).
Dementsprechend ließe sich longitudinal zur Blickrichtung verwenden, sofern man in die Tiefenachse hineinschaut. Man könnte also sagen, das Objekt sei 5 m in/entgegen longitudinaler Richtung verschoben. Wobei das eher geschwollen klingt.

Um das ganze missverständnisfrei (und einheitlich) zu beschreiben, würde ich von Längs-, Tiefen und Breitenachse, oder analog von x-, y- und z-Achse sprechen.

Vergleiche dazu auch die anatomischen Lage- und Richtungsbezeichnungen die longitudinal um transversal und sagittal erweitern, bzw. hier eine Veranschaulichung zu den LTB-Achsen.

Es sei bemerkt, dass die Begriffe dem Volksmund eher unbekannt sein dürften und nicht notwendigerweise verstanden werden.

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    Beste Antwort bisher, weil sie auch verschiedene Möglichkeiten vergleicht. Vor Allem der Vorschlag von längs, tief und breit überzeugt mich. Daher +1. – jonathan.scholbach Aug 11 at 16:29
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In der Medizin wird, immer in Bezug auf den Körper des Patienten, das Wort sagittal (von lat. sagitta, "Pfeil") verwendet, das eine gedachte Ebene bezeichnet, die von vorn nach hinten durch den Körper hindurchgeht, die Richtung, die ein auf die Brust des Menschen geschossener Pfeil hätte.

Mir scheint, als könnte man diesen Begriff verwenden, um das Gesuchte zu bezeichnen. Dann würde sagittal die Dimension bezeichnen, die sagittal zum Sprecher ist. Da auch horizontal und vertikal von der Position des Sprechers auf der Erdkugel abhängen, scheint mir diese Abhängigkeit von der Sprecherposition kein Problem zu sein.

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  • Die Idee hatte ich auch erst, bis mir einfiel, dass ja auch die Transversalebene von von vorn nach hinten durch den Körper geht. Zudem geht es bei diesen Ebenen ja darum, wie man schneidet bzw. wie man auf den Schnitt draufschaut. Wenn ich den Körper als Referenz nehme, ist der Schnitt von links nach rechts (oder umgekehrt), also das, was der Referenzkörper horizontal nennen würde. – Björn Friedrich Aug 10 at 11:13
  • @BjörnFriedrich Ich denke, die Transversalebene bezeichnet das, was man als horizontal bezeichnen würde. Oder trügt mich mein mangelhaftes räumliches Vorstellungsvermögen hier? – jonathan.scholbach Aug 10 at 11:19
  • @jonathanscholbach, ich habe nochmal nachgeschaut und erinnere mich, dass wir es im Neuroanatomiekurs aus gutem Grund anders gemacht haben, als es auf Wikipedia steht. ... – Björn Friedrich Aug 10 at 12:01
  • ... Nehmen wir die Transversalebene als Beispiel. Bei Wikipedia (de.wikipedia.org/wiki/…) ist sie anhand eines einzelnen Schnittvorgangs von links nach rechts (oder umgekehrt) definiert. Man könnte also sagen, dass sei ja horizontal. Nun kann es aber sein, dass die Schnittmaschine anders arbeitet und den gleichen Transversalschnitt erzeugt, indem der Schnittvorgang von vorn nach hinten geschieht. Mit Wikipedia kämen wir nun in Konflikt, denn dort ist der Schnittvorgang von vorn nach hinten dem Saggitalschnitt zugeordnet ... – Björn Friedrich Aug 10 at 12:02
  • ... Im Neuroanatomiekurs haben wir Transversalebenen von rostral (Nase, also oben) nach caudal (Schwanz, also unten) definiert, also gerade nicht danach, wie das Messer bei einem einzelnen Schnitt geführt wird, sondern wie man schrittweise eine Folge einzelner Schnitte durch den Körper erhält. Und das tut man entlang der Körperaxe, also axial beziehungsweise vom Körper aus gesehen vertikal. Der Vorteil: es ist eindeutig, anders als bei der Wikipediadefinition, wo man mehrere Möglichkeiten hat, das Messer anzusetzen, um den gleichen Schnitt zu erhalten. – Björn Friedrich Aug 10 at 12:04
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Die Frage ist zwar etwas unklar, sie bezieht sich aber wohl auf die Position von Objekten im dreidimensionalen Raum. Ein absolutes links/rechts , oben/unten oder vorne/hinten gibt es nicht, die Begriffe sind nur relativ zu etwas anderem sinnvoll.

Üblicherweise wird die Position eines Objekts durch seine Koordinaten in einem dreidimensionalen kartesischen Koordinatensystem (x-y-z-Koordinaten) angegeben. Wie infinitezero in seinem Kommentar darlegt, gibt es gewisse Konventionen dafür, in welche Richtungen die drei Koordinatenachsen zeigen.

In der Ebene (zweidimensionales kartesisches Koordinatensystem) ist das wohlbekannt. Die x-Achse wird als horizonale Achse interpretiert. Mathematisch spricht man von der Abszisse. Manchmal wird auch der Begriff Rechts-Achse verwendet (die positive Richtung auf der x-Achse zeigt nach rechts). Die y-Achse ist die vertikale Achse (oder Ordinate, manchmal auch Hoch-Achse, weil die positive Richtung auf der y-Achse nach oben zeigt, d.h. hoch geht).

Im Raum (dreidimensionales kartesisches Koordinatensystem) werden die x-Achse und y-Achse in eine horizontale Ebene gelegt, die z-Achse steht senkrecht darauf, die positive Richtung geht nach oben. Für die z-Achse gibt es keinen allgemein bekannten Begriff. Fachsprachlich ist Applikate oder Applikatenachse als Pendant zu Abszisse und Ordinate üblich. Hier zwei übliche Darstellungen:

enter image description here enter image description here

Die beiden Darstellungen scheinen verschieden zu sein (im ersten Bild zeigt die x-Achse nach vorne und die y-Achse nach rechts, im zweiten Bild zeigt die x-Achse nach rechts und die y-Achse nach hinten). Das ist aber nur eine Frage der Perspektive. Im ersten Bild steht der Betrachter auf der x-y-Ebene im Quadranten zwischen positiver x-Achse und positiver y-Achse. Läuft er um die z-Achse herum, gelangt er in den Quadranten zwischen positiver x-Achse und negativer y-Achse. Dort sieht er das zweite Bild.

Egal aus welcher Perspektive betrachtet: Es gibt eine Koordinatenachse für links/rechts, eine für vorne/hinten und eine für oben/unten. Die oben/unten-Achse ist standardmäßig die z-Achse, für die beiden anderen (links/rechts und vorne/hinten) gibt es keine eindeutige Identifikation mit x- und y-Achse.

Die vertikale Position eines Objekt ist daher durch die z-Koordinate bestimmt. Aber was ist die horizontale Position? Man hat hier nicht eine einzelne horizontale (waagerechte) Koordinatenachse, sondern eine horizontale Ebene, in der die waagerechte x-Achse und die waagerechte y-Achse liegen. Im Sinne der Frage kann man sagen, dass es sich um eine links/rechts-Achse und eine vorne/hinten-Achse handelt. Für diese beiden gibt es keine etablierten umgangsprachlichen Bezeichnungen.

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    @infinitezero Stimmt. Ich werde die Antwort überarbeiten. – Paul Frost Aug 8 at 9:34
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Ich möchte den Kommentar von @Martin Rosenau ausführen, der sagt:

Bezeichnet "horizontale Position" streng genommen nicht sowohl rechts/links als auch vorne/hinten?

Das Problem besteht darin, dass die Begriffe vertikal und horizontal nur im zweidimensionalen Raum eindeutig einer Dimension zugeordnet werden können. Im dreidimensionalen Raum geht die eindeutige Zuordnung nicht. Dort bezeichnet horizontal nämlich alle Geraden, die parallel zu einer ganz bestimmten Ebene (der sogenannten Tangentialebene) liegen, und diese Ebene erstreckt sich selbst über zwei Dimensionen.


Hintergrund:

Um die Begriffe horizontal und vertikal korrekt einzuführen, braucht man zunächst den Begriff der Tangentialebene.

Definition: Die Tangentialebene in einem Punkt P an eine Fläche F im dreidimensionalen Raum ist diejenige Ebene, die die Fläche in der Umgebung des Punktes P am besten annähert (berührt). Sie ist damit die zweidimensionale Entsprechung zur Tangente einer Kurve.

Etwas konkreter: Wir können die Erdoberfläche als Fläche F im dreidimensionalen Raum auffassen. Nehmen wir an, der Beobachter befindet sich auf der Erdoberfläche im Punkt P. Dann kann sich der Beobachter eine Tangentialebene denken, die ihn an seinem Standpunkt berührt, ähnlich wie in Abbildung 1.

Tangentialebene an der Erdoberfläche im Punkt P
Abbildung 1: Tangentialebene (grau schraffierte Fläche) an der Erdoberfläche im Punkt P.

Aber was ist nun horizontal und vertikal?

Definition: Alle Geraden, die parallel zur Tangentialebene liegen, nennt der Beobachter horizontal; alle Geraden, die senkrecht auf der Tangentialebene stehen, nennt er vertikal.

Das gilt insbesondere für die drei ganz speziellen Geraden, die durch den Beobachter gehen und senkrecht aufeinander stehen. Sie bilden das dreidimensionale Koordinatensystem des Beobachters, wie in Abbildung 2 skizziert ist.

Koordinatensystem mit Nullpunkt P
Abbildung 2: Koordinatensystem des Beobachters mit Nullpunkt P, einer x-Achse in rot, einer y-Achse in blau und einer z-Achse ebenfalls in rot.

Hier ist die Tangentialebene etwas gedreht, um die Achsen etwas besser darstellen zu können. Der Punkt P ist der Nullpunkt des Koordinatensystems. Die Gerade, die links und rechts verbindet, nennt man meistens x-Achse; die Gerade, die den Beobachter von unten nach oben durchläuft, nennt man meistens y-Achse, und die Gerade, die dem Blick in die Tiefendimension folgt, nennt er meistens z-Achse. (Diese Benennungen sind beliebig. Oft werden y und z auch getauscht, oder die Achsen ganz anders bezeichnet.)

  • Die y-Achse (oben – unten, Höhendimension) und die drei blauen gestrichelten Geraden stehen senkrecht auf der Tangentialebene. Sie sind daher für den Beobachter vertikal.
  • Die x-Achse (links – rechts, Breitendimension) ist für den Beobachter horizontal, denn sie liegt parallel zur Tangentialebene.
  • Die z-Achse (hinten – vorn, Tiefendimension) ist ebenfalls horizontal, denn auch sie liegt parallel zur Tangentialebene. (Ich habe keine weiteren horizontalen Geraden als Beispiel in Abbildung 2 eingezeichnet, weil durch die Drehung nicht zu erkennen wäre, ob sie tatsächlich parallel zur Tangentialebene liegen.)

Die Begriffe vertikal und horizontal sind daher nicht geeignet, die drei Dimensionen auf eindeutige Weise zu beschreiben.

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  • OP definiert doch zwei Achsen eindeutig als horizontal und vertikal und fragt nach einer passenden Bezeichnung für eine dritte Achse. Da hilft es doch wenig, die ursprünglichen Definitionen anzuzweifeln. – Olafant Aug 9 at 4:19
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    @Olafant, an welcher Stelle habe ich die ursprünglichen Definitionen angezweifelt? Um den Kern der Antwort nochmal deutlicher hervorzuheben: Auch die dritte „Achse“ (Tiefendimension) ist eine Horizontale. – Björn Friedrich Aug 9 at 7:04
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Die Bezeichnungen horizontal und vertikal sind lateinischen Ursprungs. Als entsprechende Bezeichnung für die Distanz zum Beobachter (in Blickrichtung) kämen distal oder proximal infrage.

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    Es ist ja der Oberbegriff für die Blickrichtung und den Vektor in Gegenrichtung gesucht, nicht zwei unterschiedliche, schon gar nicht für nah und fern. "Das Objekt ist horizontal/vertikal/... verschoben". – user unknown Aug 7 at 19:26
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    @userunknown Nach deiner Argumentation wäre vertkal (von vertex) ebenso falsch. Dein Einwand ergibt (mal wieder) überhaupt keinen Sinn. – Olafant Aug 7 at 19:43
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    Wieso wäre vertikal falsch - Du hast vergessen Dein Argument anzuführen. – user unknown Aug 8 at 15:06
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    @userunknown: Ich bin mir nicht sicher, ob die Antwort zwei unterschiedliche Begriffe propagiert. Es geht aus der Antwort nicht klar hervor, aber es wäre auch denkbar, dass "distal" und "proximal" Alternativen sein sollen, die nach demselben Muster gebildet sind. – O. R. Mapper Aug 8 at 19:43
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    @O.R.Mapper: Distal und proximal bedeuten fern und nah. Das ist sogar velinkt. Sie zeigen also eine Entfernung, keine Richtung an. Beide bedeuten nicht Tiefe im Raum. Gesucht ist die dritte Achse, horizontal und vertikal haben wir schon. – user unknown Aug 9 at 0:45

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