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Ich möchte Deutsch lernen, aber ich habe keinen Lehrer und brauche Hilfe.

Ich habe eine Tafel mit Deklinationen gefunden, aber ich weiß nicht wie diese benutzt werden. Ich verstehe nicht, ob Substantiv und Adjektiv gleichartig dekliniert werden.

Zum Beispiel: warum Der kleine Prinz, und nicht Der kleine Prinze? Wie kann ich anfangen, Deklinationen zu lernen? Was ist der Prozess?

In meiner Muttersprache (Baskisch) haben wir Deklinationen, aber es weicht ab, wir haben kein Geschlecht.

Entschuldigung, aber meine Fragen sind ein bisschen allgemein. Ich bin ratlos.


Ich lerne Deutsch erst seit einigen Wochen. Fühlen Sie sich frei, mich zu korrigieren.

  • Off topic, aber: Baskisch, wie cool! Ansonsten: ich nehme an du kannst auch Spanisch. Da funktioniert das ja ähnlich, nur halt mit zwei Geschlechtern und ohne Fälle. – phipsgabler Sep 1 at 9:24
  • Ich finde Wiktionary hilfreich, um gebeugte Formen nachzuschlagen: de.wiktionary.org/wiki/Prinz de.wiktionary.org/wiki/Flexion:klein – Carsten S Sep 1 at 11:45
  • @phipsgabler Ja, ich kann auch Spanisch. Dass ist warum habe ich nicht verstanden, wie die Deklination im Deutschen funktioniert. Weil auf Spanisch: el coche blanco (das weisse Auto) -> los coches blancos (die weissen Autos). -- Danke, @CarstenS! – panzerung Sep 1 at 19:14
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Substantive (im folgenden: Nomen) und Adjektive flektieren auf Deutsch völlig verschieden.

Nomen haben praktisch keine Kasusendungen mehr. Nur im Genitiv Singular maskulin und neutral gibt es die Endung ‑s und im Dativ Plural die Endung ‑n. (Die schwache Deklination und das Dativ-e sollte man für den Anfang unbedingt ignorieren.)

Für ein Nomen wie Frau (feminin mit n-Plural) bedeutet das, dass es in allen Kasus die gleiche Form aufweist: Frau im Singular und Frauen im Plural.

Für ein Nomen wie Doktor (maskulin mit n-Plural) gibt es eine kasusspezifische Form: Doktors im Genitiv Singular, sonst einheitlich im Singular Doktor und im Plural Doktoren.

Und schließlich für ein Nomen wie Kind (neutral mit r-Plural) zwei kasusspezifische Formen: Kindes, Kinds im Genitiv Singular, Kindern im Dativ Plural und sonst einheitlich im Singular Kind und im Plural Kinder.

Plural wird dagegen fast immer markiert, durch Umlaut (a, o, u, au > ä, ö, ü, äu) oder eine Endung (‑e, ‑n, ‑r, ‑s) oder beides. Nur beim sogenannten Nullplural ohne Umlaut sind Singular und Plural identisch: der/die Lehrer, das/die Mittel, der/die Knochen.

Da die Nomen kaum Kasusformen haben, gibt es die Konvention, sie in Deklinationstabellen in Verbindung mit dem bestimmten Artikel anzugeben, da dieser relativ gut nach Kasus unterscheidet: im Singular maskulin Nom. Akk. Dat. Gen. der Doktor, den Doktor, dem Doktor, des Doktors; im Plural die Doktoren, die Doktoren, den Doktoren, der Doktoren.

Adjektive, die sich mit einem Nomen verbinden, müssen dagegen eine Endung tragen. Hier ist die Lage kompliziert, da es zwei verschiedene Endungsreihen gibt. Die eine Reihe sieht so ähnlich aus wie die des bestimmten Artikels: im Singular maskulin z.B. frischer Kuchen, frischen Kuchen, frischem Kuchen, frischen Kuchens.

Die andere kennt nur ‑e und ‑en: im Singular z.B. der frische Kuchen, den frischen Kuchen, dem frischen Kuchen, des frischen Kuchens.

Da es im Internet genug Deklinationstabellen gibt, habe ich nur über die Systematik der Flexion gesprochen. Mehr Beispiele kann man leicht nachschlagen.

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Die Deklination von Adjektiven hängt zwar vom Geschlecht des dazu gehörenden Substantivs ab, muss aber nicht identisch sein. Diese Seite zeigt das ziemlich gut.

Bei Substantiven ist in einem Wörterbuch die passende Deklination angegeben. Manche Wörterbücher nummerieren die Deklinationen nach Geschlecht und drucken sie in einem Tabellenteil ab, andere schreiben nur den Genitiv und den Plural auf, mit dem man sie selbst nachschlagen kann, siehe diese Frage.

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