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Da das Verb "mahlen" keine Vokaländerung durchmacht, warum ist es nicht regelmäßig? Und wenn es doch regelmäßig ist, warum ist sein Partizip dann "gemahlen" und nicht einfach "gemahlt"?

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Früher (bis ins 17. Jahrhundert hinein) wurde das Verb mahlen stark (unregelmäßig) konjugiert (ähnlich wie fahren oder tragen):

Ich mahle Weizen zu Mehl.
Du mählst Weizen zu Mehl.
Der Müller mählt Weizen zu Mehl.
Gestern muhl ich Weizen zu Mehl.

Weizen wird zu Mehl gemahlen.

Das hat sich dann geändert, und heute ist mahlen ein schwaches (regelmäßiges) Verb (vergleichbar mit zahlen oder prahlen):

Ich mahle Weizen zu Mehl.
Du mahlst Weizen zu Mehl.
Der Müller mahlt Weizen zu Mehl.
Gestern mahlte ich Weizen zu Mehl.

Einzig und allein das Partizip II besteht auch heute noch in seiner ursprünglichen Form weiter:

Weizen wird zu Mehl gemahlt gemahlen.


In den alten Formen (z.B. »Gestern muhl der Müller Mehl«) erkennt man auch noch die enge Verwandtschaft der Wörter mahlen, Mehl, Müller, Müll, Mühle sowie malmen, Malz, Malter, mild und Milbe.

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  • Echt jetzt, auch MIlbe? Sep 3 '20 at 15:14
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    @HagenvonEitzen: Ja. »Milbe« (althochdeutsch, ca. 9. Jhd milwa, auch miliwa) war ursprünglich die Bezeichnung für die Kleidermotte = kleines Tier, das Staub macht. Mehl (althochdeutsch melo, mittelhochdeutsch mel) hatte damals nämlich neben der heute noch geltenden Bedeutung gemahlenes Getreide auch die Bedeutungen Staub, Erde, Kehricht, gelöschter Kalk.. Als miliwe (das ist mittelhochdeutsch) wurde später jedes winzige Insekt bezeichnet, und so wurde der Name auf die winzigen Spinnentiere übertragen. Sep 3 '20 at 19:48

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