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Ich habe im Wörterbuch das Wort Stattfindendem gefunden. Ich kenne das trennbare Verb stattfinden. Ich kann nachvollziehen, dass das Stattfinden ein substantiviertes Verb ist. Warum gibt es das Wort Stattfindendem? Was bedeutet das Wort? Hat es mit dem Dativ zu tun?

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Das ist eine Substantivierung des Adjektivs stattfindend das wiederum vom Verb stattfinden abstammt:

Nominativ: Etwas Stattfindendes macht mehr Freude als etwas Abgesagtes.
Dativ: An etwas Stattfindendem hat man mehr Freude als an etwas Abgesagtem.

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  • Das Adjektiv auf der Zwischenstufe ist natürlich zunächst einmal ein Partizip – Hagen von Eitzen Nov 18 '20 at 20:21
  • Die Beispiele sind wirklich erhellend. Welches Gedankens ich mich nicht erwehren kann: Genitiv und "etwas" scheinen unvereinbar. Mein Denkfehler? – Wolf Nov 20 '20 at 13:52
  • @Wolf: Da ist kein Genitiv, das ist Nominativ Singular Neutrum. Wie es auch davor steht. – HalvarF Nov 20 '20 at 15:17
  • @HalvarF das habe ich schon gesehen, ich spreche von einem der Fälle, die in der Liste der Beispiele hier nicht stehen. Akkusativ ist klar Über etwas Stattfindendes freue ich mich mehr als über etwas Abgesagtes. Genitiv mit "etwas" bleibt für mich weiter offen ... – Wolf Nov 20 '20 at 15:46
  • @Wolf: Ah so - naja, wie jedes Adjektiv: "Etwas Stattfindenden kann man sich mehr erfreuen als etwas Abgesagten"; "Aufgrund etwas im Pool Schwimmenden rief Frau von Bülow die Polizei an." – HalvarF Nov 20 '20 at 16:49
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stattfindend

ist das Partizip I von "stattfinden". Dieses Partizip wird wie ein Adjektiv benutzt und gebeugt:

singen => der singende Koch

Besuchen Sie den morgen stattfindenden Vortrag.

Dieses Partizip I kann man, wie jedes Adjektiv, auch substantivieren:

Auf dem Bahnsteig am Bahnhof stehen viele Wartende.

In meinem Kalender für Dezember steht wegen der Pandemie mehr Ausfallendes als Stattfindendes.
An etwas noch Stattfindendem (Dativ Singular Neutrum) nehme ich meist nicht teil.

Der Unterschied zum substantivierten Verb ist, dass das substantivierte Verb den Vorgang selbst bezeichnet:

Das Warten auf den Zug kann lang werden.
Das Stattfinden unseres Workshops ist noch nicht sicher.

Das substantivierte Partizip I dagegen bezeichnet jemanden oder etwas, der/die/das die Tätigkeit ausführt, die das Verb beschreibt.

Beispiel: Das substantivierte Partizip I von "warten" bezeichnet Personen, die warten:

Viele Wartende lesen auf ihrem Telefon.

Das substantivierte Partizip I von "stattfinden" bezeichnet Termine, Veranstaltungen etc., die stattfinden:

Bei noch Stattfindendem müssen die Corana-Bestimmungen eingehalten werden.

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