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DWDS definiert "Heini" als Schimpfwort für eine dumme, einfältige männliche Person bzw. jemanden, über den man sich geärgert hat oder den man nicht leiden mag. Das Wort taucht oft auch als Suffix auf, z.B. in Provinzheini, Nadelstreifenheini, Versicherungsheini.

Gibt es hierzu eine analoge weibliche Bezeichnung oder ist der "Heini" eines der letzten männlichen Refugien?

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    Was genau meinst Du mit passende weibliche Form? Durch Beugung "Heinin", oder semantisch, wie z.B. "Trulla" (kann man auch sehr schön passend Zusammensetzen: Provinztrulla, ChanelTrulla, TupperwareTrulla, etc.)? – πάντα ῥεῖ Dec 31 '20 at 2:02
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    Ich habe Heini bisher als eine Koseform des männlichen Vornames Heinrich verstanden. Daher ergibt es für mich keinen Sinn, daraus eine weibliche Form zu machen, schon gar nicht durch Markierung mit einem Suffix (die Heinin – die Heinrichin). – Björn Friedrich Dec 31 '20 at 9:33
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    Du bist mir ja 'ne Trine. – Janka Dec 31 '20 at 13:38
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    Trulla und Trine passen gut zu Heini, vielleicht noch Tuse und Uschi. Eine movierte, aber absolut unübliche Form wäre Heinine bzw. (üblicher) über Heinrich > Hen(d)rik > Hen(d)rike > Rike, aber da fehlt die semantische Konnotation komplett. Als eher einfältig gelten auch Hein (Blöd) und Hinnerk_/_Hinnak. Heinz ist hingegen diesbezüglich neutral. – Crissov Dec 31 '20 at 15:00
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    @Crissov: Tuse soll aber Tusse sein, nicht? – user unknown Dec 31 '20 at 23:19
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In der Generation, die in den Ende 40ern, Anfang 50ern (in Mitteldeutschland) geboren ist, war öfter als vorwurfsvolle aber liebenswerte (und deswegen eigentlich ziemlich harmlose) Bezeichnung für Dummköpfe oder Tollpatsche entweder Heini oder Liese zu hören. Z.B.:

Also das war mir vielleicht ein Heini!

und für Mädchen dann:

Na, du bist mir 'ne Liese, was hast du denn wieder angestellt?!

(Die in den Kommentaren vorgeschlagenen weiblichen Begriffe erscheinen mir zu hart und zu negativ. "Trulla" ist schon beleidigend und bezeichnet sehr abwertend eine sehr blöde Person. Bei "Tussi" oder (noch abwertender) "Tusse" habe ich eher ein aufgedonnertes dummes Flittchen vor Augen. "Uschi" steht eher für ältere doofe Tantchen. "Trine" kommt "Liese" sehr nahe, aber ist auch sehr abwertend, da so eine eher die Analogie zu einer Trantute ist. Das alles kann natürlich mein persönliches Sprachgefühl sein, was durch Alter, Region und Idiolekt beeinflusst ist.)

Es gibt auch das berühmte Lied "Wenn der Topf aber nun ein Loch hat" mit lieber Heinrich, liebe Liese. Vielleicht deswegen das gute Gefühl für die passende Entsprechung von "Liese" zu "Heini".

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    "Liese" habe ich zwar noch nicht in dieser Bedeutung gehört, es überzeugt mich aber trotzdem. Eine Google-Suche nach "dumme Liese" liefert sehr viele Treffer. Danke auch für die Diskussion der anderen Vorschläge als Heini-Perndants, diese scheinen auch mir nicht treffsicher zu sein. – Paul Frost Jan 9 at 1:07
  • "... aufgedonnertes dummes Flittchen ..." ? Laut Duden ist ein Flittchen eine "leichtlebige [junge] Frau, die häufig und mit verschiedenen Männern sexuelle Beziehungen hat". Da sind wir aber sehr weit zurück in der Geschichte, oder? Uschi passt in meinen Augen spätestens seit Uschi von der Leyen sehr gut als weibliches Pendant zu Heini im Sinne von: einer, der irgendwie alles hingurkt, aber von nichts wirklich Ahnung hat. – Olafant Jan 9 at 15:36
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    @Olafant Im Sinne Deiner Uschi-Definition sind die meisten von uns in diesem Forum Uschis. Außer mir natürlich, ich bin ein Heini. – Kritiker der Elche Jan 15 at 23:46
  • @Olafant Und welcher unserer männlichen Polit-Stars ware dann keine "Uschi"? – Paul Frost Jan 16 at 0:30
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    @PaulFrost Alles Heinis! ;) – Olafant Jan 16 at 2:54
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Nö.

"Passend" ist durchaus eine unpassende Bezeichnung, solange Trulla o. ä. in der Regel als unangemessen gelten dürfte. Es ist also je nach Sprechersituation abzuwägen. Eine allgemeingültige Empfehlung scheidet daher aus.

Soweit Trulla nur für's weibliche Geschlecht gilt, plädiere ich dafür, Heini ebenso einseitig auszulegen. Schon der Artikel der Heini lässt es unpassend erscheinen.

Sowieso bietet sich die unpersönliche Mehrzahl Heinis an, die im Hochdeutschen jedoch unregulär erscheint und so vermuten lässt, die Einzahl sei in Analogie dazu, in einem etwaigen Missverständnis über die vielleicht ursprünglich anders gedachten Bezeichnung gebildet worden, wobei der Ursprung aber fraglich bleibt (Hein Blöd? Highness wie Bündnis? Hain ~ Hagen wie Heide? oder entfernt zu -heit?).

Ah jetzt, ja. Wie wärs mit Provinz-Heidi? Auch das wäre unfein zumindest allen Heidi genannten Personen gegenüber.

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    Ich muss zugeben: Provinz-Heidi hat was. – Olafant Dec 31 '20 at 10:18
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    Vorderied bleibt unkorrigiert - vielleicht Vorderglied? Vorbild? Bitte noch mal selbst Korrektur lesen und frohes Neues, hier stellvertretend an alle. – user unknown Dec 31 '20 at 23:23

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