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'-igen' ist ein Suffix in Deutsch, da sind viele Wörter mit '-igen' gebildet. Außerdem gibt es auch Wörter, deren '-t/digen' nichts mit '-igen' zu tun haben.

Zum Beispiel,

bewältigen bestätigen verständigen entschuldigen erledigen erkundigen kündigen

Es scheint, '-t/digen' gilt auch nicht als ein Suffix. Dann bekomme ich die Frage, was die Regel der Wortbildung mit '-t/digen' ist und wie mann es verstehen kann.

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  • Inwiefern ist -igen ein eigenes Suffix? Der Link geht auf -ig, -en wäre dann lediglich eine Deklinationsendung. Feb 3 at 14:42
  • @amadeusamadeus Ich habe es im Abschnitt Suffix, bei Verben gesehen. Darüber habe ich nicht genug Erfahrung. Könntest du es weiter entdecken und mir erklären? Feb 3 at 16:55
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    Zunächst einmal muss ich mich korrigieren: ich las zuerst nur den Abschnitt Suffix, bei Adjektiven, deshalb schrieb ich Deklinationsendung. Bei Verben ist es natürlich eine Konjugationsendung. Genau darum geht es: -ig ist das Wortbildungssuffix, das aus einem Substantiv oder Adjektiv ein Verb macht, -en ist hingegen ein Flexionssuffix. Als Beispiel: fest wird zu fest-ig-en, aber -en gehört nicht zu -ig-, vgl. ihr fest-ig-t, wo -t anstelle der Infinitivendung -en tritt. Daher ist -igen kein eigenes Suffix, sondern die Kombination -ig- (Wortbildung) + -en (Flexion). Feb 3 at 17:37
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Die Verben, die auf -igen enden, gehen in der einen oder anderen Form auf ein Adjetiv mit dem Suffiy -ig zurück. Verb und Adjektiv können sich dabei aber schon weit von einander entfernt haben: Die Bedeutung des Verbs kann sich zum Teil stark von der des Adjektivs entfernt haben; es kann sogar sein, dass das Adjektiv gar nicht mehr in dieser Form im Gegenwartsdeutsch existiert.

Das gilt auch für deine Beispiele:

  • bestätigenstetig
  • verständigenverständig
  • entschuldigenschuldig
  • erledigenledig
  • erkundigenkundig
  • kündigenkundig

Auf den ersten Blick fällt das Verben bewältigen aus diesem Schema. Es gibt gegenwärtig kein Adjektiv *wältig oder *bewältig. Wohl gibt es aber die Worte Gewalt, gewaltig, sowie verwalten und das Verb walten. Tatsächlich hieß es im Mittelhochdeutschen noch gewältigen[1] (ein Verb, das es heute nicht mehr gibt), aus dem sich dann wohl bewältigen (und auch überwältigen) gebildet haben.


[1]: Pfeiffer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen

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  • Fehlerquelle: g wird im Nord-Deutschen typisch lenisiert zu /y/ o.ä., ähnlich wie l in einigen Situationen nur approximiert wird (vgl. bspw. beeilen, eindeutiger in Niederländisch gouden "golden", weiter westlich in Französisch gänzlich regular battailon). Zudem existieren ein Suffixe wie Urindogermanisch (PIE) *-dhlom, *-tlom, deren Abkunft im Germanischen nicht geklärt ist.
    – vectory
    Mar 12 at 21:10
  • @vectory Ich verstehe nicht richtig, worauf sich dein Kommentar bezieht. Kannst du das genauer erklären? Danke :) Mar 14 at 20:11
  • Weiß ich auch nicht. Das Beispiel *-dhlom ist an den Haaren herbeigezogen, aber der Anspruch ist schon ernstgemeint, g /y/ zu beachten (also -(d)ien, . Vergleich etwa Proto-Germanic/-janą, OHG -en, - ien (wenngleich dort angedeutet wird es sei überall geschwunden, ich trau dem Friedel nicht).
    – vectory
    Mar 15 at 6:14

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