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Eine Sekunde ist eine kürzere Zeitspanne, aber empfinden Sprecher des Deutschen eine Rettung "in letzter Sekunde" tatsächlich als knapper als eine "in letzter Minute"? Oder sind die beiden Phrasen synonym?

Und warum wurden Menschen bis zur Jahrtausendwende überwiegend "in letzter Minute" gerettet, während Hilfe heute immer häufiger erst "in letzter Sekunde" zu kommen scheint?

Ngram für "in letzter Stunde" und "in letzter Minute"

Bild-Quelle: Google Ngram Viewer

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  • @akuzminykh oder Substantivierung ("zum Übertriebenen") statt direktem Nomen ("zur Übertreibung"). Und sicherlich "Synonym" und "zugesp_itzt." – AmigoJack Feb 15 at 12:42
  • "Im letzten Moment / Augenblick" ist eine weitere Variante. Auch "in letzter Stunde" kommt gelegentlich vor, ist aber wahrscheinlich in unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr dramatisch genug, – Paul Frost Feb 16 at 0:25
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Ich wäre vorsichtig mit diesen Daten. Google mag Zugriff auf viele Informationen bieten, aber ob eine ausreichend große Menge an Textproben vorhanden ist, um Schlüsse wie "bis zur Jahrtausendwende..." zu ziehen, müsste man belegen bevor man sich daranmacht, den Zahlen eine Bedeutung beizumessen. Da springen mir zunächst schonmal die Prozentangaben ins Auge: Worauf beziehen die sich denn? In der Datenbank vorhandene Texte? Welche? Bücher, Presseartikel, Gesprächstranskriptionen, ...?

Ansonsten sind beide Varianten synonym und beschreiben eine Rettung, bei der man gerade noch rechtzeitig eingegriffen hat. Während eine Sekunde durchaus knapper wahrgenommen wird als eine Minute, hängt die genaue Variante von der Präferenz des Sprechers/Hörers/Lesers oder eventuell noch von den Umständen ab. Persönlich würde ich "in letzter Sekunde" wählen, wenn kurz nach der Rettung ein Ereignis stattfindet, dessen Eintritt die Rettung unmöglich gemacht hätte. Beispiel: Jemand wird aus dem Fahrstuhl gerettet. Unmittelbar nachdem er die Kabine verlassen hat und in Sicherheit ist, stürzt sie in die Tiefe. Bei einer Rettung in letzter Minute wäre der Absturz der Kabine zwar unausweichlich oder sehr wahrscheinlich gewesen, ist aber nicht eingetreten. Das ist aber nur meine Meinung.

Falls der steile Anstieg zwischen ca. 2007 und 2020 kein bloßes Datenartefakt ist, beispielsweise ein vermehrtes Vorhandensein von Presseartikeln in der Datenbank, könnte man sich tatsächlich überlegen, dass sich in den letzten Jahren eine Tendenz zu etwas mehr Dramatik in den Texten zeigt. Aber um diesen Schluss zu ziehen, müssten mehr Informationen über die Daten vorliegen.

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    Der Hinweis auf die Unklarheit der Daten von Google allein macht diese Antwort in meinen Augen schon das +1 wert. Der Rest der Antwort ist aber auch nicht zu verachten. ;) – Olafant Feb 13 at 15:38
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    Schade, dass hier für eine Antwort gestimmt wird, die sich mit ihrer Ignoranz brüstet. Die Datengrundlage und die Darstellung werden auf der Webseite des Google Ngram Viewers und in einem Wikipedia-Artikel erläutert. Würdest du den Duden oder andere Quellen auf dieselbe Weise in Zweifel ziehen? Sicher nicht, obwohl du dort auch nicht weißt, wie die Informationen zustande kamen. Google dagegen ist hier transparent und die Daten sind öffentlich zugänglich. [contd.] – user47741 Feb 16 at 6:23
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    [contd.] Normalisiert man die Daten – wie von Younes & Reips (2019) beschrieben – dann ergeben sich ganz ähnliche Verläufe, die dieselben Unterschiede zwischen den beiden Phrasen aufweisen. – user47741 Feb 16 at 6:25
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    @WilhelmGeselle Die zwei Fragen sind die beiden Phrasen synonym? und warum wurden Menschen bis zur Jahrtausendwende überwiegend "in letzter Minute" gerettet, während Hilfe heute immer häufiger erst "in letzter Sekunde" zu kommen scheint? werden doch klar beantwortet - unabhängig von der Kritik an der Google-Statistik. Und dass in german.stackexchange Antworten nicht Anspruch auf die absolute Wahrheit erheben, sondern eine Meinung vertreten, ist auch nicht ungewöhnlich. – Paul Frost Feb 16 at 11:10
  • Schade, dass hier für eine Antwort gestimmt wird, die sich mit ihrer Ignoranz brüstet Schade, dass deine weiteren Erläuterungen zu den Daten (Suche in Worttripeln) verschwunden sind. Würdest du den Duden oder andere Quellen auf dieselbe Weise in Zweifel ziehen? Ich hinterfrage alle meine Quellen, das ist informationelle Sorgfaltspflicht. Dem Duden vertraue ich tendenziell mehr als dem Internet, da er ca. 100 Jahre länger Zeit hatte, die deutsche Sprache zu beschreiben. Ist aber eh müßig, da der Duden meines Wissens keine quantitativen Aussagen zur Häufigkeit von Redewendungen macht :) – interlinguex Feb 16 at 20:55

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