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Besteht ein Unterschied zwischen 'Rechtsprechung' und 'Rechtssprechung' in der deutschen Sprache und, spezieller, in der juristischen Fachsprache?

'Rechtsprechung' taucht auf im Grundgesetz der BRD, Art. 20(3):

Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

'Rechtssprechung' ist was ich als juristischer Laie im Alltag von mir geben würde. Besteht da ein Unterschied in der Bedeutung, ist es lediglich ein häufiger Fehler, oder wurde gar die Orthografie geändert?

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Beide Formen sind gültig, DWDS nennt Rechtssprechung als Nebenform; ich vermute, dass das Fugen-s sich wegen aufwändiger separater Aussprache nicht so aufdrängt. Wikipedia gibt bei zusammengesetzten Substantiven eine Quote von 72,8% für keinen Fugenlaut an.

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