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Es geht hier nicht um Meinungen oder Einstellungen zur Sinnhaftigkeit! Mir geht es um eine "technische" Frage, die den Leitlinien der Meta-Diskussion folgt.


Im Beispiel

Schüler:Innen (oder anderen Formen der "gendergerechten Sprache")

"sollte" der ':', in der gesprochenen Sprache, durch eine kurze Pause /ʔ/ repräsentiert werden.

Meine Frage ist nun, ob es "vergleichbare" (*) Sprechpausen auch außerhalb dieses Kontextes gibt.

Ich hoffe ich habe meine Frage sinnvoll und verständlich formuliert.


(*) Auch hier bitte ich darum, die Formulierung nicht als Diskussionsanlass zu nutzen. "Vergleichbar" fragt hier nicht nach Meinungen, sondern bezieht sich auf "technische" Aspekte des Sprechens.

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  • 2
    Meinst du einen stimmlosen Konsonanten (glottal stop, 'Okina), wie beispielsweise zwischen den ersten beiden Silben in aneinander ? In deutsch gibt's glaube ich kein Wort dafür, obwohl wir es ganz automatisch tun ...
    – user41853
    Jun 9 at 12:44
  • @a_donda Ja, so ein Beispiel suchte ich, danke. Ist der "stimmlose Konsonant / glottal stop" mit der Pause zwischen zwei Wörtern vergleichbar / dasselbe? Ich kenne mich damit nicht aus, deswegen frage ich, ob das rein "technisch" verglichen werden kann.
    – choXer
    Jun 9 at 12:47
  • 1
    Den gibt's in verschiedenen Varianten, am härtesten wohl im englischen Kiezakzent Cockney, am flüssigsten im polynesichen, wo er auch ein Schiftzeichen ist ('Okina). Eine genaue Deifinition für das deutsche gendern habe ich aber auch nicht ...
    – user41853
    Jun 9 at 12:50
  • 2
    Ich denke, im Deutschen ist (abgesehen von dieser Neuschöpfung) der Glottisschlag sonst nur selten bedeutungsunterscheidend, sowohl entsprechend zu Schülerinnen/Schüler:innen als auch im Vergleich zu einer Pause zwischen Wörtern entsprechend Schüler:innen/Schüler innen. Es ergibt sich hier eine ungewohnte Mehrdeutigkeit.
    – Bodo
    Jun 9 at 14:17
  • 1
    @Bodo: genau das ist ja auch eine übliche Kritik an dieser Form, dass sie ein nur leicht variiertes generisches Femininum etabliert. Aber darum geht es ja hier nicht.
    – HalvarF
    Jun 10 at 5:55
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Ich denke, diese „Pause“ wird tatsächlich eher ein Glottisschlag sein, und der ist im Deutschen häufig. In der Aussprache wäre der Unterschied zwischen Schülerinnen und Schüler:Innen also ähnlich dem zwischen einer Spiegelei und einem Spiegelei.

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  • 2
    Danke für die Antwort! Ich muss gestehen, dass ich kurz gebraucht habe(,?) um zu verstehen was eine Spiegelei ist.
    – choXer
    Jun 9 at 12:51
  • 2
    @choXer, das Beispiel habe ich gerade dem Wikipedia-Artikel entnommen.
    – Carsten S
    Jun 9 at 12:52
  • 3
    @a_donda, ich habe „glottal stop“ gegoogelt :)
    – Carsten S
    Jun 9 at 12:53
  • 1
    @choXer, so war das nicht gemeint. Ich wollte nur sagen, dass Spiegelei nicht meine Kreativität war, sondern ein Beispiel aus de.wikipedia.org/wiki/Glottaler_Plosiv, wo ich gelandet war, als ich nachgeschlagen habe, wie ein "glottal stop" auf deutsch heißt.
    – Carsten S
    Jun 9 at 13:14
  • 3
    Bei Spiegelei gibt es allerdings auch noch einen Unterschied in der Betonung, wenn ich mich nicht täusche. Aber es gibt sicher zahlreiche andere Beispiele. Jun 9 at 13:15
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Ein Minimalpaar wäre "Kita Amerikaweg, Kita am Erikaweg". Der Glottisverschluß bzw. die Sprechpause ist bedeutungsentscheidend, andere Unterschiede (Vokalqualität, Vokalquantität, Stimmhaftigkeit, Betonung, etc.) gibt es nicht.

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Weitere Beispiele, wo der Glottisverschlusslaut im Deutschen ganz natürlich vorkommt (ich verwende hier Apostroph (') als Zeichen für diesen Laut):

  • ver'ursachen
  • The'ater
  • be'urlauben
  • be'urkunden
  • be'enden
  • ver'enden
  • ver'edeln
  • Not'aufnahme
  • Tee'ei
  • Käse'omelette
  • A'a machen (Kinderausdruck für defäkieren)

Bei manchen Wörtern ist das Glottisverschluss nur sehr schwach ausgeprägt. "Theater" könnte man wohl auch ohne Glottisverschluss sprechen, ohne damit groß aufzufallen. Bei Not'aufnahme wäre wohl auch eine glatte Aussprache ("No-taufnahme") möglich, aber ganz standardmäßig wär's wohl schon mit Glottisverschluss. Ähnlich bei Käseomelette. Je schneller man diese Wörter spricht, desto eher geht der Glottisverschluss in der Praxis auch mal verloren. Bei sehr sauberer Bühnenaussprache würde man ihn aber deutlich hören.

Darüberhinaus steht Glottisverschluss stets vor Vokal am Wortanfang:

  • 'Aachen
  • 'Urlaub
  • 'Essen
  • 'Elch
  • 'Uhrmacher
  • 'Ofensetzer

Das merkt man natürlich nur, wenn das Wort in einer Satzverbindung steht. Man sagt nicht "dem_Ofensetzer" (verbunden) sondern eben "dem 'Ofensetzer" (mit Glottisverschluss).

Fazit: Der Glottisverschluss (der nun auch für Mitarbeiter*innen vorgeschlagen wird), ist in der normalen Aussprache des Deutschen wohlbekannt.

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  • Kommt darauf an, wo. In der normalen Aussprache des Deutschen hier in der Schweiz ist der Glottisschlag ungebräuchlich. Deutsch ist nicht überall gleich.
    – mach
    Jun 20 at 16:38
  • Im Deutschen gibt es keinen Glottisverschlusslaut (außer vielleicht in der sogenannten Bühnensprache). Die hier aufgeführten Wörter werden mit intervokalischem Hiatus ausgesprochen. Nicht das gleiche!
    – fdb
    Jun 22 at 9:58
  • @fdb: Wir benutzen ihn automatisch, wir schreiben ihn nur nicht. Zum Vergleich hawai'ianisch: youtube.com/watch?v=Lb1hTLMXNHA. Die Vokale sind genau wie im deutschen und beginnen mit dem Verschlußlaut der in polynesischen Sprachen eben ein eigenes Schriftzeichen ist. 'Ein 'intervokalischer Hiatus 'am Wort'anfang 'ist 'eigentlich 'ein Widerspruch 'in sich. Be'achte das Fehlen des 'Okinas bei Hiatus.
    – user41853
    Jun 27 at 12:01
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I’d pronunciate it like “pupils inside” translated literally, that is two words. If you speak both words together then it would mean “female pupils”.

But you don’t have to say it as it is written. Saying “Schüler und Schülerinnen” is much clearer.

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Ein Beispiel, das häufig in humoristischer Weise gebraucht wird, ist das Wort "Urinstinkt". Ohne die Pause würde man es als "Urin stinkt" aussprechen. Dasselbe gilt für folgende Wörter:

  • Fahrspurende
  • Stockente
  • Staubecken
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Da es sich bei dem "Gender-Gap" um eine Art Neologismus handelt, lohnt es sich wohl eher, bei den Fremdwörtern, und dann vor allem bei den zusammengesetzten Fremdwörtern nachzuschauen, die ohne eine deutlich hörbare Silbentrennung im Deutschen anders als gewünscht ausgesprochen würden. Beispiele dafür wären z.B.

  • Koedukation
  • Aberration
  • bilateral

wären Beispiele dafür.

Ich höre übrigens beim Gender Gap keinen Glottisschlag (außer, wenn er wirklich überbetont wird), sondern nur eine kurze Pause.

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