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Wenn etwas attraktiv ist, hat es Attraktivität, wenn es selten ist, hat es Seltenheit.

Wie wäre diese Substantivierung bei sporadisch?

Sporadität? Sporadizität? Spore? Sporadiheit?

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  • 1
    Bin von der Prämisse schon nicht überzeugt, zumindest was das Verb betrifft klingt es hölzern. Zitate würdendie Frage sicherlich aufwerten. Aber trotzdemist hat die Frage Interess... Intrezit... ist die Frage doch von Interesse
    – vectory
    Commented Aug 5, 2021 at 14:36
  • 1
    Ich denke nicht, dass es offiziell ein Substantiv zu diesem Adjektiv gibt (duden.de/rechtschreibung/sporadisch) und würde stattdessen eine Konstellation wie "sporadisches Auftreten" verwenden.
    – Hannah
    Commented Aug 5, 2021 at 14:57
  • 2
    Zeit zwischen zwei sporadisch stattfindenden Ereignissen: eine Sporade (oder Sporadade?).
    – HalvarF
    Commented Aug 5, 2021 at 17:08
  • 1
    Zu Griechenland gehören die Sporadischen Inseln oder Sporaden. In diesem Kontext ist also Sporade eine Substantivierung. In anderem Kontext eher nicht; das würde kaum jemand verstehen.
    – Paul Frost
    Commented Aug 5, 2021 at 17:31
  • 2
    Per DWDS: "Wie das Handeln so ist das Denken durch Inkohärenz, Sporadizität und Sprunghaftigkeit ausgezeichnet." Das ist allerdings sehr ungewöhnlich.
    – RDBury
    Commented Aug 5, 2021 at 19:41

2 Answers 2

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Nicht wirklich, nein, ein Substantiv von dem Wortstamm, der entweder indirekt über Französisch sporadique oder direkt aus Griechisch sporadikos entlehnt ist, wäre tatsächlich zu Spore zu stellen und somit grundlegend bedeutungsverschieden.

Zu Deutsch findet sich spärlich, das zwar zu sparen gestellt wird, vgl. En. sparingly, to spare, wozu -keit üblicherweise ein Substantiv bilden würde. Auch könnte man gleichbedeutend auf streuen abstellen, also Verstreutheit, Streuung im Sinne der Stochastik oder ggf. Zerstreutheit, falls Charakter-Eigenschaften wie Zuverlässigkeit gegenübergestellt sind.

Verwandt sind u.a. wohl spreche sprühen, springen, sprengen, dementsprechend auch versprengt (d.h. sporadisch). Darin finde ich ohne weiteres keine Abhilfe. Da auch dazu kein geläufiges Nomen der Art vorkommt, scheint die Spur im Sande zu veaufen.

Fr. sporadicité kommt ?Sporadizität recht nahe, bzw. ähnliche Abwandlungen je nach dem aus welchem Jahrhundert man sich bedienen mag. Duden (Online) listet es nicht, was auf fehlende Verwendung hindeuteten mag, ebsenso wie Sporadität zwar versprengte Treffer findet, doch nicht ebenda. S. ggf. Grimms Deutsches Wörterbuch. Meinem Sprachgefühl nach wäre es dennoch vorzuziehen, schon weil kürzer, bzw. weil /ts/ << *K dem Deutschen nach mehreren Lautverschiebungen nunmehr fremd ist (*K > *h > ch, h, kk), wobei dasselbe über den Auslaut gesagt werden könnte, vgl. dialektalisch dem Fränkischen näher stehend ?elektrich u.s.w. und sofort die vereinzelten Allomorphe -ich, -ig.

PS: Übrigens bin ich des Griechischen zwar nie recht herr geworden, aber - ikos erscheint mir gleichfalls wie Nomen und Adjektiv im Nominativ. Also zu Deutsch schlicht das Sporadische.

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  • »Nein« ist leider die falsche Antwort, und die richtige Antwort »Sporadizität« ist zwar selten, aber keineswegs albern. Daher -1. Commented Aug 6, 2021 at 8:10
  • 2
    @HubertSchölnast, mag sogar sein, dass es im Fremdwörter-Duden steht und eine gewisse Bedeutung in irgendeinem Fachjargon erfährt. Einen solchen Kontext hat der OP aber nicht erkennen lassen. Zur Umgangssprache gehört es jedenfalls nicht, denn dort wirken gekünstelte Fremdworte doch albern, sowie auch -ieren längst verbalhornt wird. Rigtik oser Falsch gibt's insofern nicht. Wäre es nicht sowieso unsinnig, dem Zufall der auftretenden Ereignisse eine ominöse, unsichtbare Kraft ähnlich der Elek-triz-ität zugrunde zu legen? Klar, so sporadisch wie hier elektiert wird, könnte man so denken.
    – vectory
    Commented Aug 6, 2021 at 13:44
  • Das Wort »Sporadizität« findet man tasächlich gelegentlich, z.B. hier. Allerdings dürfte es kaum jemand spontan einfallen, das Wort zu benutzen. Ich vermute, dass »Sporadizität« nur deshalb in (wenigen!) Texten auftaucht, weil jemand unbedingt ein Substantiv zu »sporadischt« verwenden wollte und sich als Wortschöpfer betätigt hat.
    – Paul Frost
    Commented Aug 9, 2021 at 17:20
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Sporadizität

Es kommt zwar selten vor, dass das Wort substantiviert wird, aber wenn andere das gemacht haben, haben sie das Substantiv »Sporadizität« verwendet, und das wäre auch meine Wahl:

  • Der Einsatz univariabler Prognoseverfahren kann für hochwertige, für mit Obsoleszenzrisiken belastete und für schwachgängige Teile, deren Nachfrageverlauf durch eine hohe Sporadizität geprägt ist, theoretisch nicht begründet werden, da hier die Gefahr der Fehlschätzung und die zu erwartenden Folgekosten der daraus resultierenden Fehlsteuerungen besonders hoch sind.
    Quelle: Buch »Strategische Optionen für Anbieter auf Ersatzteilmärkten«, Schuppert u. Frieder, 1994, Springer, Seite 35

  • Bei größeren Verhältnissen und höherer Sporadizität (mNWD ≥ 0,5) ist es im Verhältnis zu den anderen Verfahren nur noch als mittelmäßig zu bewerten (mittlerer Ränge).
    Quelle: Buch »Hagener Berichte der Wirtschaftsinformatik. Band 3: Algorithmen zur Losgrößenoptimierung«, Vries u. Katzenberger, 2013, Books on Demand, Seite 101

  • Regelmäßigkeit/Sporadizität der Bedarfe
    Quelle: Präsentation »Bestandsplanung«, Folie »Ursachen für Sicherheitsbestände«, Bernd Noche, Universität Duisburg/Essen

  • Dabei nimmt die Sporadizität mit zunehmendem zeitlichem, sachlichem und regionalem Differenzierungsgrad zu.
    Quelle: Abstract einer wissenschaftliche Arbeit »Prognose sporadischer Nachfragen«, Küsters u. Speckenbach, 2012

  • Um von einer subjektiven Bewertung zu einer objektiven Bauteilidentifikation zu kommen, müssen sowohl Artikelstammdaten (Geometrie, Material, mechanische Anforderungen etc.), dynamische Daten (Abrufverhalten, Sporadizität etc.), als auch qualitative Informationen wie bspw. die Kritikalität von Ersatzteilen aufbereitet und systematisch bewertet werden.
    Quelle: Artikel im Industriemagazin »3D-Druck in der industriellen Praxis – Potenziale identifizieren und ausschöpfen«, Karl Ott, 2019

  • Aufgrund der Verbreitung und Sporadizität ihres Futters sind Polarfüchse immer in Bewegung.
    Quelle: Artikel »Arctic Fox Facts: Tiere Der Arktis« auf worldmap-knowledge.com

  • Auf diese Weise kann verhindert werden, dass der Benutzer aufgrund der sporadischen Geschwindigkeitssteigerung an Sporadizität verliert.
    Quelle: Artikel »Google Cloud verwendet Ethereum-Blockchain- und Chainlink-Smart-Verträge« auf de.0xzx.com

  • Die Ursache für die geringe Verfügbarkeit liegt in der starken Sporadizität der Nachfragen in den Niederlassungen.
    Quelle: Werbebroschüre »DISKOVER in der Praxis - Fallbeispiel: HANSA-FLEX GmbH«

  • Ist eine Verteilung von einer hohen Sporadizität geprägt, also einer geringen Anzahl von Absätzen während einer Messperiode, ist eine Vorhersage nur sehr schlecht berechenbar.
    Quelle: Diplomarbeit »Optimierung des Working Capitals unter besonderer Berücksichtigung des Lagerbestandes«, Matthias Schmid, 2012, TU Graz, Seite 75

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    ngrams findet durchaus massenhaft weitere Vorkommen von "Sporadizität" - Allerdings auch ähnlich viele Vorkommen von "Sporadität". Einzig richtig ist es also nicht.
    – tofro
    Commented Aug 6, 2021 at 9:59

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