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  1. Wie wird ein "geschlechtsrollennonkonformes Mädchen" im Deutschen bezeichnet (ähnlich dem englischen "Tomboy")?

  2. Wie wird als Pendant ein "geschlechtsrollennonkonformer Junge" im Deutschen bezeichnet?

  3. Wie wird ein "geschlechtsrollennonkonformes Kind" (geschlechts-unspezifisch) im Deutschen bezeichnet?

Ich bin mir nicht sicher, ob es statt "Rolle" nicht "Klischee" heißen sollte, aber ich hoffe, die Frage ist auch so verständlich.

Nach einer Bezeichnung für ein "geschlechtsrollennonkonformes Interkind" habe ich nicht gefragt, weil ich gar keine Geschlechtsrolle für Interkinder kenne. Sollte ich mich hier irren, dann gerne auch diese Bezeichnung angeben und auf eine Beschreibung der entsprechenden Rolle hinweisen.

An einer Liste abwertender Schimpfworte habe ich kein Interesse, bitte nur sachliche Ausdrücke, Danke.

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    Als Tomboys (im Deutschen etwa „wildes, lebhaftes Mädchen“, Wildfang) de.wikipedia.org/wiki/Tomboy Aug 29, 2021 at 14:45
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    Unter den Adjektiven fällt mir, spezieller als einfach unmädchenhaft, noch burschikos ein (wobei die Beschreibung dort schon etwas kurios ist: "betont ungezwungen, ungeniert in den Äußerungen"...). Aug 29, 2021 at 16:35

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Wildfang für Mädchen, Schöngeist für Jungen

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    Wildfang drückt das schon gut aus. Schöngeist ist ein schönes Wort. Duden.de sagt dazu: "jemand, der sich weniger mit alltäglichen Dingen beschäftigt, sondern in Belletristik, Kunst o. Ä. schwelgt, darin aufgeht". Demnach verhält sich ein schöngeistiger Junge geschlechtsrollenuntypisch, aber gilt das Umgekehrte auch? Beispielsweise würde ich aus "hat kein Interesse an Fußball (aktiv & passiv) sondern an irgendeiner anderen Sportart" würde ich jetzt nicht Schöngeist ableiten, erst recht nicht für kleine Kinder. Verbinde den Begriff eher mit Erwachsenen. +1, aber nicht DIE Antwort. Sep 4, 2021 at 18:07
  • Klar kannst du auch einen Jungen hernehmen, der gerne Familie spielt. Aber das ist sehr selten. Geschlechtsrollenuntypisch ist für Jungen jedoch bereits, sehr viel und sehr gern zu lesen, eine Begabung für Sprachen zu haben und schon früh einen feinen Sinn für Kunst und Musik zu besitzen. Solche Jungen sind häufig. Bei Mädchen ist das hingegen sogar die Regel.
    – Janka
    Sep 4, 2021 at 21:02
  • Die "geschlechtsrollenuntypischen" Goethe, Schiller, Mozart und Beethoven also. Aha.
    – HalvarF
    Sep 16, 2021 at 11:48
  • Wären die keine Schöngeister gewesen, hätten sie mit dieser Energie vermutlich Weimar, Salzburg und Wien niedergebrannt.
    – Janka
    Sep 16, 2021 at 15:38
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Manchmal ist ein längerer und/oder komplizierterer Ausdruck, der dafür aber präzise das Gemeinte bezeichnet, nicht unangebracht oder sogar notwendig (Fachausdrücke im fachlichen Kontext oder in juristischen Angelegenheiten). Ich habe daher schließlich "geschlechtsrollennonkonforme Kinder" (bzw. geschlechtsrollennonkonformes Mädchen, geschlechtsrollennonkonformer Junge) verwendet.

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