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As you will see from my profile, I am interested in philosophy. Further to this, I am striving with transcribing and translating a lot of philosophy related letters written in the German language during the 19th century, mainly with Kurrent handwriting. As I am neither trained in Kurrent handwriting, nor in the German grammar, I have problems both with interpreting words and do also often misinterpret the last letters in a word.

As you will see below, I have tried - at many places in vain - to transcribe the below and attached letter. Any transcription help would be greatly appreciated:

[Prof. Dr. Vaihinger – Redaction der ”Kantstudien“ – Halle a. S. an Monrad]

[Page 1] Below numbers refer to the line number.

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1 30.XI.96

2 Hochgeehrender Herr Kollege!

3 Es war mir im Drang der

4 amtlicher und redactionellen

5 Gestätte positiv unmöglich, Ihr

6 freundl. Schrieben von 30.X. früher

6 als heute zu beantworten, herein

7 Ihnen für Ihre liebenswürdige Mit-

8 theilung von 21. Nov. betr. die

9 Stelle aus Publikus Syrus früher

10 zu danken. Letztere Notiz werde

11 ich im nächste Hefte bxxx das

12 so eben im Drücke ist. Was Ihren

13 Aufsatz betrifft, xx ist allerdings

14 richtig dass ich in meinem ersten Brief

15 von den Überfälle des Arbeiten nicht

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16 gesprochen hatte: ich xxx den

17 Brief in ihr Reife auch xxx aus

18 der Sorglosigkeit der Reisenden

19 muss an die groze Aufsatz der

20 xxx in Aussicht stehenden Beiträge

21 dachte. Ich bemerkte auch xxx

22 nachdem ich eine Überschlag machte

23 zu xxx mit Schritten wie mit

24 ich in nächste Zeit unterbringen

25 müsste. Auch mit dem jetzt in

26 druck befindlicher Heft habe ich

27 wegen Überfülle „meine liebe

28 Noth“. Auch das Redigiren ist

29 eine Kunst, wie der Regierog

30 und will erst sehr allmälig

31 gelernt sein. Ich aber bin darin

32 uns in dem ersten Stadium ihr

33 Zennend.

34 Was nun Ihnen Aufsatz selbst

35 betriff so ist die Form derselben

[3] 36 xxx originär als mir wenig-

37 stens nicht erinnerlig ist, wenigstens in

38 den letzten Jahren einer ähnlichen

39 Versuch zuletzter zu sehen, in welchem

40 xxx dem xxx xxx ein

41 Denken um sich gemacht worden wäre,

42 aber dem Inhalt noch ist das, was

43 Sie sagen Gemeingut der deutschen

44 Idealismus den Sie ja ein xxx

45 energischer und origineller Weise

46 in Norwegen vertreten; speciell haben

47 alle Hegelianer der Sache nach den-

48 selben Standpunkt vertreten, und aus

49 dem Kantischen Ding an sich das

50 seine Denken gemacht. Dass dieser

51 Standpunkt jetzt nicht merken ist, sagen

52 Sie selbst an Schluss Ihrer Aufsatzen

53 gar freilich kein sagengrund gegen den

54 Infall derselben ist: auch Kant war

55 lange Zeit nicht mehr moderne und ist das

56 wieder oben auf gekommen. Die Welt

57 xxx sich, warum sollte nicht auch Hegelsche

58 Philosophie wieder einmal modern werden?

[4]

59 Ich kann aber nur wiederholen

60 leider mir nicht möglich zzz AugenXXX

61 meiner XXX sonstigen Menschlichtungen

62 die ich früher angegangen habe Ihren

63 Aufsatz in Bälde zum Abdruck zu

64 bringen. Auch würde ich, wie Ihre be-

65 merkt, den Schluss ihr Aufsatzes erg-

66 lassen müssen von ihr xxx in meinem

67 letzte Briefe bezeichneten Stelle an. Ich

68 kann nicht an Ihnen verlangen bei Ihrem

69 hohen Alter, was ich sonst verlangen

70 müsste, beliebige Zeit zu warten, bis

71 die Reihe an Ihren Aufsatz kommt. Das-

72 selb muss ich mich darauf bexxx

73 der Frühre zu weitholen, resp auf

74 der XXX Gesagte zu wenigsten

75 und zeichne mit aufsichtiger Hochachtung

76 Ihr ganz ergebnester

77 Waihinger

The letter was written in 1896 by Hans Vainiger https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Vaihinger to Marcus Jacob Monrad https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Jacob_Monrad (for a far more correct description of Monrad's Hegelian position, I do recommend Meyers Konversationslexikon, 6. Auflage 1906 - "Sein philosophischer Standpunkt ist ein gemäßigt Hegelscher").

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  • 6
    Sorry to say that, but I think, you should not put so much energy into translating (especially philosophical) texts from or into a language that you are not really good in. How do you want to decipher a handwritten letter, if you have no idea, what it could mean? For such a project - and be sure that I admire your drive to do so - you need someone who is an expert in the source language. I think, this side can not take the place of sb. like that. Anyway: good luck and +1 for such an interesting question (and project).
    – Olafant
    Oct 10 at 15:23
  • 3
    In addition to what @Olafant said: the resolution of your posted scans is much too low to be helpful, even to native speakers of German.
    – Ingmar
    Oct 10 at 15:32
  • I have now added better pictures.
    – Helge
    Oct 10 at 17:04
  • Are you aware of homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/fiktionalismus1.htm and in particular homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/chrvai.pdf? It quotes the library in Bremen as source for that letter. Maybe they have a transcription or digital version. Or is that what you show here like the red sigil at the top suggests? Oct 10 at 23:10
6

Below, please find a completed transcription made by Sütterlinstube Hamburg e.V.

Prof. Dr. Vaihinger – Redaction der ”Kantstudien “ – Halle a. S. [an Monrad ]

30.XI.96. Hochzuverehrender Herr Kollege!

Es war mir im Drang der amtlichen und redactionellen Geschäfte positiv unmöglich, Ihr freundl. Schreiben vom 30.X. früher als heute zu beantworten, sowie Ihnen für Ihre liebenswürdige Mit- theilung vom 21. Nov., betr. die Stelle aus Publilius Syrus früher zu danken. Letztere Notiz werde ich im nächsten Hefte bringen, das so eben im Drucke ist. Was Ihren Aufsatz betrifft, so ist allerdings richtig, daß ich in meinem ersten Briefe von der Überfülle der Arbeiten nicht gesprochen hatte: ich schrieb den Brief von der Reise aus wo ich mit der Sorglosigkeit der Reisenden nicht an die große Anzahl der schon in Aussicht stehenden Beiträge dachte. Ich bemerkte erst nachher, nachdem ich einen Überschlag machte zu Haus & mit Schrecken, wie viel ich in nächster Zeit unterbringen müßte. Auch mit dem jetzt im Druck befindlichen Heft habe ich wegen Überfülle „meine liebe Noth“. Auch das Redigiren ist eine Kunst, wie das Regieren und will erst sehr allmälig gelernt sein. Ich aber bin darin noch in dem ersten Stadium des Lernens. Was nun Ihnen Aufsatz selbst betrifft, so ist die Form deßelben insofern originär, als mir wenig- stens nicht erinnerlich ist, wenigstens in den letzten Jahren einen ähnlichen Versuch gelesen zu haben, in welchem aus dem Kantischen Noumenon ein Denken an sich gemacht worden wäre, aber dem Inhalt nach ist das, was Sie sagen, Gemeingut des deutschen Idealismus, den Sie ja in so energischer und origineller Weise in Norwegen vertreten; speciell haben alle Hegelianer der Sache nach den- selben Standpunkt vertreten, und aus dem Kantischen Ding an sich das reine Denken gemacht. Daß dieser Standpunkt jetzt nicht modern ist, sagen Sie selbst an Schluß Ihres Aufsatzes was freilich kein Gegengrund gegen den Inhalt deßelben ist: auch Kant war lange Zeit nicht mehr modern, und ist doch wieder oben auf gekommen. Die Welt dreht sich, warum sollte nicht auch Hegelsche Philosophie wieder einmal modern werden? Ich kann aber nur wiederholen, daß es mir nicht möglich würde, angesichts meiner vielen sonstigen Verpflichtungen, die ich früher eingegangen habe, Ihren Aufsatz in Bälde zum Abdruck zu bringen. Auch würde ich, wie schon be- merkt, den Schluß des Aufsatzes weg- lassen müßen, von der schon in meinem letzten Briefe bezeichneten Stelle an. Ich kann nicht von Ihnen verlangen bei Ihrem hohen Alter, was ich sonst verlangen müßte, beliebige Zeit zu warten, bis die Reihe an Ihren Aufsatz kommt. Deß- halb muß ich mich darauf beschränken, das frühere zu wiederholen, resp auf das früher Gesagte zu verweisen, und zeichne mit aufrichtiger Hochachtung Ihr ganz ergebenster H. Vaihinger.

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