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Ich sah heute eine Gaststätte mit dem Namen "Zum Schwanen". Das Wort Schwanen dürfte eine alte Dativ-Form von Schwan sein. Diese Dativ-Bildung von Schwan wird mittlerweile nicht mehr benutzt, man sagt "dem Schwan" bzw. "Zum Schwan".

Für mich gilt als Faustregel, dass der Dativ eines Substantivs mit seinem Nominativ übereinstimmt, d.h. keine Deklinationsendung benutzt wird. Dennoch hat sich die alte Dativ-Form mit Deklinationsendung "-en" bzw. "-n" in einigen Fällen erhalten. Beispiele:

  • dem Elefanten

  • dem Löwen

  • dem Hasen

  • dem Bauern

  • dem Ochsen

Meine Fragen:

Wurde der Dativ früher generell mit Deklinationsendung "-en" bzw. "-n" gebildet? Seit wann wurde die Deklinationsendung weggelassen?

Gibt es eine Regel, für welche Worte die alte Dativ-Bildung weiter verwendet wird - oder ist es rein zufällig?

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    "warum" ist bei Sprache eine Frage, die meistens nicht beantwortet werden kann. Sprache wird ja nicht gemacht und beschlossen, also gibt auch keiner einen Grund an.
    – tofro
    Commented Dec 2, 2021 at 17:59
  • Siehe auch german.meta.stackexchange.com/questions/1625/…
    – Jonathan Herrera
    Commented Dec 3, 2021 at 8:14
  • Würde eine sprachgeschichtliche Darstellung, wann diese Form verschwunden ist, deine Frage beantworten? Würde eine Systematik - eine grammatische Regularität, welche Worte in der einen Form dekliniert werden, und welche in der anderen - deine Frage beantworten?
    – Jonathan Herrera
    Commented Dec 3, 2021 at 8:17
  • Nur der Elefant aus der ersten Liste taugt als Beispiel, denn Löwe und Hase bringen das e ja schon mit.
    – guidot
    Commented Dec 3, 2021 at 8:43
  • @jonathan.scholbach Primär eine sprachgeschichtliche Darstellung. Vielleicht ergibt sich daraus auch eine Regel, welche Worte in welcher Weise dekliniert werden. Commented Dec 3, 2021 at 9:27

1 Answer 1

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Dies ist nur eine der lustigen Eigenschaften der deutschen Sprache. Einige maskuline Substantive, so genannte schwache Substantive, haben im Dativ und Akkusativ ein -n angehängt. Sie beziehen sich in der Regel auf Menschen und große Tiere. Auch Substantive, die auf "-e" enden, sind oft schwach. Historisch gesehen wurden die Wörter in den Vorfahren des Deutschen viel flektiert. Dies hat im Laufe der Zeit abgenommen, aber bei einigen Wörtern schneller als bei anderen. Daher gibt es Wörter, die andere Beugungsmuster haben als andere. Ähnlich dekliniert man manche Verben mit Ablauten und manche nicht. Zum Beispiel: "Er sieht" aus "sehen", aber "Er steht" aus "stehen".

Bitte entschuldigen Sie mein gebrochenes Deutsch. Ich bin auch ein Lerner.

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  • Danke für die Antwort! Und gebrochenes Deutsch sehe ich hier nicht. Commented Dec 3, 2021 at 9:45
  • Das einzige gebrochen Deutsch, das hier entdecken konnte, wäre "Lerner". Die Entschuldigung erscheint dahingehend unnötig. (gängiger wäre wohl "lernender", jedoch ebenfalls unüblich).
    – vectory
    Commented Dec 5, 2021 at 10:26

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