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Wie geht man mit zusammengesetzten Eigennamen (zum Beispiel Vereins- oder Firmennamen) um, wenn sie im Genitiv stehen?

Bei normalen Substantiven wird neben der Beugung des Hauptwortes auch der Artikel ins Genitiv gesetzt ("das Hotel" => "des Hotels"). Bei "einfachen" Eigennamen scheint es auch zulässig zu sein, nur den Artikel ins Genitiv zu setzen ("der Rückspiegel des Audi").

Aber was ist mit zusammengesetzten Eigennamen, wie zum Beispiel "Deutsches Rotes Kreuz"? Die scheinbar gängigste Form ist "des Deutschen Roten Kreuz", aber kann es richtig sein, das Wort "Deutsches" zu beugen, aber nicht "Kreuz"? Ich habe Meinungen gehört, dass Eigennamen grundsätzlich nicht gebeugt werden, aber "Der Vorstand des Deutsches Rotes Kreuz" hört sich einfach falsch an.

Gibt es dafür eine feste Regel?

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3 Answers 3

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Nun, eigentlich ist es ganz einfach:

Die Schreibung von Eigennamen und davon abgeleiteten Wörtern richtet sich grundsätzlich nach den allgemeinen Rechtschreibregeln.

Das betrifft u.a. auch die Flexion. Damit scheint nur

des Deutschen Roten Kreuzes

richtig zu sein - und damit hat sich deine Frage eigentlich erübrigt, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgeht.

Und: Natürlich müssen Eigennamen flektiert werden - ansonsten droht Sinnverlust im Satz.

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Wenn ein Eigenname Nomen oder Adjektive enthält, müssen diese alle passend gebeugt werden.

Deutsches Rotes Kreuz — das Deutsche Rote Kreuz, des Deutschen Roten Kreuzes, dem Deutschen Roten Kreuz, das Deutsche Rote Kreuz

Es gibt nur wenige Ausnahmen, insbesondere wenn der Artikel zu einem Teil des Namens geworden ist.

in „Der Spiegel“ stand drin …

die Redaktion von „Der Spiegel“ aus Hamburg

wobei auch da die gebeugte Variante weitaus häufiger ist

im „Spiegel“ stand drin …

die Redaktion des „Spiegels“ aus Hamburg

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  • "von "Der Spiegel"" Das ist kein Genetiv.
    – Skobo Do
    Commented Nov 2, 2022 at 11:21
  • It applies to all cases. That's why I introduced dative as well.
    – Janka
    Commented Nov 2, 2022 at 13:09
  • I would say it's generally wrong to say "...von Der Spiegel", because genitive is the appropriate usage here, not dative. The only two possibilities are "...Des Spiegels" or "...Des Spiegel". The usage of dative with "von" instead of genitive is maybe ok in colloquial, but not in formal language. duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/…
    – Skobo Do
    Commented Nov 2, 2022 at 13:34
  • As I wrote, “Der Spiegel” is an exception because the article is a part of the name.
    – Janka
    Commented Nov 11, 2022 at 20:49
  • But you did not prove it. The linked articel is quite clear about this topic in my eyes: "Namen von Unternehmen/Firmen werden ganz normal dekliniert (gebeugt):" This exception you are talking about is not mentioned there. You do not even post any links etc. where this exception is used.
    – Skobo Do
    Commented Nov 12, 2022 at 23:13
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Language is to be spoken (used).

Said that, any ruleset is not defined by some Books etc. (not even by the holy Bible "Duden" ;-) ).

Any Book that explains the rules of the language do not define those rules, but represent the current rules (the causality is key) of the used language. But you can assume that "Duden" for example does summarize the current state of the language pretty well.

According to "Duden", the current standard is to say: "...des Deutschen Roten Kreuzes..." or if you want to let the original name untouched, you can say: "... des Vereins Deutsches Rotes Kreuz..."

https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Die-Deklination-von-Firmennamen

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  • Interesting that you're saying "Duden doesn't..." in your second paragraph, then cite Duden in your fourth.
    – tofro
    Commented Nov 16, 2022 at 17:26
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    @tofro I suggest you to read carefully what I wrote.
    – Skobo Do
    Commented Nov 16, 2022 at 18:45

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