3

Aus einem Text der Band "Die Prinzen":

Denn das ist alles nur geklaut
Das ist alles gar nicht meine
Das ist alles nur geklaut
Doch das weiß ich nur ganz alleine

Warum "meine" und nicht "meins" oder "meines"? Nur wegen des Reims? Ist das eine regionale Besonderheit?

Die Frage kam hier auf, aber da war der Hintergrund letztlich ein anderer, und ich hatte diese Quelle zur Döllinger Mundart gefunden, die aber alles andere als eindeutig ist in Bezug auf die Verwendung:

Mit den besitzanzeigenden Fürwörtern mein, dein, unser, euer, ihr kommen manche Freiheiten und Willkürlichkeiten vor:

  • Das ist meine – das gehört mir, das ist unser – das gehört uns. usw

Kennt jemand diese Verwendung von "meine" anstelle von "meins"? Oder gar eine klarere Quelle dazu?

0

2 Answers 2

1

Ich stamme, wie die Prinzen, aus Leipzig. Ich kenne diese Verwendungsweise auch aus anderen Zusammenhängen. Man kann etwa Sätze wie Wem seine isn das? ("Wem gehört das?") sagen, unabhängig vom Genus des bezeichneten Gegenstands. Ich denke, das ist einfach Standard-Sächsisch.

Worauf das Phänomen fußt, kann ich leider nicht sagen.

1
  • Danke dir, genau so eine Bestätigung aus erster Hand war das Einzige, was ich wollte.
    – HalvarF
    Commented May 16, 2023 at 8:30
0

Meine soll sich auf alleine reimen. In Popmusik-Texten gibt es viele merkwürdige Dinge, die man nicht nach 'Sprachüblichkeit' beurteilen kann, die ist in Lyrik generell eingeschränkt und in heutiger Popmusik mehr oder weniger aufgehoben.

Your Answer

By clicking “Post Your Answer”, you agree to our terms of service and acknowledge you have read our privacy policy.

Not the answer you're looking for? Browse other questions tagged or ask your own question.