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Kann man „er“ verwenden, um sich auf „man“ zu beziehen, z.B.:

Man kann im Internet mit seinen Freunden sprechen, sogar wenn er wenig Zeit hat.

3 Answers 3

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Nein, kann man nicht.

man ist ein Indefinitpronomen, d.h. es adressiert niemanden bestimmten und u.U. auch mehrere Personen. Würde man "er" (ein definites Pronomen) damit verwenden, adressiert man jemanden bestimmten, der eindeutig spezifiziert ist - Die "Zielgruppe" ist nicht dieselbe.

Deinen Beispielsatz formuliert man am besten, indem man bei man bleibt:

Man kann im Internet mit seinen Freunden sprechen, sogar wenn man wenig Zeit hat

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    he, ich hätte gedacht, der Beispielsatz hätte richtig formuliert "Man kann im Internet mit seinen Freunden sprechen, sogar wenn diese wenig Zeit haben" lauten müssen. Deine Interpretation ist aber wohl die gemeinte. Commented Nov 10, 2023 at 14:35
  • Die Frage war “kann man?” und ironischer weise nicht gerade kann er? Ich seje zwar ein, dass OP's Beispiel falsch klingt, doch vorausgesetzt man < Mann wäre die richtige Herleitung, was ich bezweifle, hätte meinereiner möglicherweise auf etwas Mehr gehofft.
    – vectory
    Commented Nov 10, 2023 at 17:59
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Das Personalpronomen er kann sich nicht auf man beziehen, sondern, wie schon gesagt wurde, man benutzt auch man dafür (solange ein Nominativ passt):

  • Wenn man nicht weiß, was man machen soll...

Hier ist zwar keine klar bestimmte Einzelperson gemeint, aber man steht in beiden Vorkommen trotzdem für jeweils dieselben Personen (auch wenn man sonst wenig über sie weiß). Und weil dieses Muster möglich ist, verhält sich man tatsächlich als ein Personalpronomen, es ist kein Indefinitpronomen ( https://de.wikipedia.org/wiki/Generalisierendes_Personalpronomen ). Nur ein besonderer Typ von Personalpronomen.

Ich glaube, die Frage kommt daher, dass sein sich auf man beziehen kann, so wie es sich sonst auf er beziehen kann. Es gibt aber keine besondere Verbindung zwischen er und sein, sondern sein passt immer, solange das grammatische Geschlecht maskulin singular ist, sogar bei Indefinitpronomen ("wer alles" fragt sogar nach einer Gruppe, aber grammatisch ist es Einzahl, das reicht):

  • Er hat sein Handy verloren
  • Jemand hat sein Handy verloren
  • Bitte melden: Wer hat alles sein Handy verloren?
  • Niemand hat sein Handy verloren.
  • niemand, der sein Handy verloren hat...
  • Wenn man sein Handy verloren hat...
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Im Prinzip geht das. Es gibt hier bereits einige Antworten zu einer ähnlichen Frage, ob bspw. das Mädchen später im Text auch als sie angesprochen werden kann.

Aber: Wenn man bereit ist, Genus und Numerus mit Pronomen anstelle eines Nomens genauer zu bezeichnen, besteht in erster Linie gar kein Grund für den indefiniten Ansatz mit man.

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  • Wenn ich Sätze lese wie "ich war mit dem Kind spazieren bis er müde war" dreht sich bei mir alles um. Das klingt doof und ist falsch. Es gibt in diesem Satz nichts wozu "er" passen würde, da ist nur das "Kind" das man mit "es" referenzieren kann. "Wenn man bereit ist, Genus und Numerus mit Pronomen anstelle eines Nomens genauer zu bezeichnen" - das geht nicht immer. Wenn allgemein ausgedrückt werden soll dass irgendeine Person mit Freunden sprechen kann, dann gibt es keine brauchbare Alternative zu "man". Die Verwendung von "Er" oder "Sie" erfordert wieder einen Bezug, den es nicht gibt.
    – puck
    Commented Nov 12, 2023 at 9:38
  • @puck bist du nicht mehr ganz Frisch? Vielzählige Antworten bestätigen, dass z.B. "Da ist ein Mädchen. Sie interessiert das Gelaber nicht" durchaus möglich ist. "Da ist ein Mädchen, das [*die] ..." würde mich zwar stören, wohl wegen des direkten Kontaktes an der Wortfuge, das betrifft die Beispiele jedoch nicht: "Ich war mit dem Mädchen spazieren, bis sie müde war" klingt für mich normal. Übrigens, "Wenn allgemein ausgedrückt werden soll dass irgendeine Person mit Freunden sprechen kann, ..." dann schreib halt deine eigene Antwort.
    – vectory
    Commented Nov 12, 2023 at 13:13
  • Ich bin schon noch "frisch", da scheint dir der Ton aus irgendeinem "sozialen" Medium reingerutscht zu sein :-) Welche vielzähligen Antworten meinst du denn? Für mich klingt es jedenfalls absolut falsch. Dass manche es trotzdem verwenden macht es nicht besser. In manchen Bereichen und Gesellschaftsschichten hört man einiges ("tu ma die Oma winken" und so), was trotz aller Verwendung nicht passt und für andere eher in einer der unteren Schubladen landet.
    – puck
    Commented Nov 14, 2023 at 6:58
  • @puck du bist seit 5 Jahren an Bord. In der Zeit kam die Frage häufiger auf. Wenn du zu unfrisch bist zu suchen, dann ist das nicht meine Schuld. Zur richtigen Antwort führt es jedenfalls nicht, daher erübrigen sich die Links und unterdessen auch jedes Entgegenkommen auf deine rhetorische Frage, als ob du irgendeinen Grund hättest, der du noch nie eine Frage gestellt hast, als ob du einer von den vom Himmel gefallenen Meistern wärst, die bereits alles wissen.
    – vectory
    Commented Nov 15, 2023 at 17:03
  • Ich habe nie gesagt dass ich es besser weiß, nur dass es für mich falsch klingt. Als native speaker spreche und empfinde ich nicht nach Regeln, sondern nach Gewohnheit anhand dem wie andere auch sprechen. Auf "ich hab Recht, will aber nicht wenigstens ein Beispiel zeigen" hab ich keine Lust. Übrigens die Downvotes lassen vermuten dass andere das vielleicht doch auch als falsch empfinden.
    – puck
    Commented Nov 18, 2023 at 9:23

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