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Was ist hier der Unterschied? Was ist richtig? Oder beides (unterschiedliche Bedeutung)?

  1. Es fließt in flüssigem Zustand.
  2. Es fließt im flüssigen Zustand.

Oder ähnlich

  1. Sie tanzt in grünem Kleid.
  2. Sie tanzt im grünen Kleid.
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  • 2
    Es ist grün in flüssigem Zustand wäre nicht so tautologisch. Sep 11 '13 at 12:10
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Im ersten Fall ist das Substantiv bestimmt, im zweiten Fall unbestimmt:

Sie tanzt in grünem Kleid. Sie tanzt in einem grünen Kleid.
Sie tanzt im grünen Kleid. Sie tanzt in dem grünen Kleid.

Das Auslassen (bzw. Zusammenziehen) des Artikels (einem bzw. den) ist in beiden Fällen zwar möglich, aber in diesem Beispiel ungewöhnlich.

Der tautologische Beispielsatz mit dem flüssigen Zustand ist etwas ungünstig um Unterschiede zu erläutern, deswegen User Unknowns Beispiel:

Es ist grün in flüssigem Zustand. Es ist grün und (außerdem) in einem flüssigen Zustand.
Es ist grün im flüssigen Zustand. Es ist in dem flüssigen Zustand grün. Wenn es im flüssigen Zustand ist, ist es grün.

Im ersten Fall impliziert die Verwendung von in (einem) flüssigen Zustand (statt im flüssigen Zustand oder schlicht flüssig), dass es mehrere flüssige Zustände gibt. Im letzten Fall ist das Zusammenziehen des Artikels normal.

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  • 1
    Na ja, dem wird ja nicht ausgelassen, sondern mit dem in zu im zusammengezogen. – In flüssigem Zustand finde ich ganz OK, weil es ja im allgemeinen nicht mehrere unterschiedliche flüssige Zustände gibt.
    – chirlu
    Sep 11 '13 at 12:01
  • @chirlu: Stimmt; dass es einmal eine Zusammenziehung ist, habe ich übersehen. In flüssigem Zustand kann in der Tat normal sein, aber der Beispielsatz war eh nicht normal.
    – Wrzlprmft
    Sep 11 '13 at 12:34
  • Danke sehr. Mein Beispiel war also schlecht. Was wäre also bei diesem korrigierten Beispiel „korrekt“: Flüssigstickstoff ist Stickstoff in flüssigem Aggregatzustand. Oder besser im flüssigen? Ich würde ersteres bevorzugen.
    – erik
    Sep 11 '13 at 12:58
  • Ich würde zweiteres klar bevorzugen. Ersteres wird zwar vermutlich auch richtig verstanden werden, aber impliziert auch, dass es mehrere flüssige Aggregatszustände gibt (was zwar nicht ganz falsch ist, aber hier wohl kaum gemeint ist). (Alles unter der Annahme, dass Du jemandem unmissverständlich erklären möchtest, was Flüssigstickstoff ist – sonst ist das Beispiel wieder ziemlich redundant.)
    – Wrzlprmft
    Sep 11 '13 at 13:18

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