8

Für grün habe ich vergrünen gefunden –allerdings nicht in einem Wörterbuch–, das regelmäßiger als vergilben aussieht.

  • Gibt es so was für andere Farben? (Ich erwarte keine lange Liste. Denn es würde mich nicht überraschen, dass nur ein paar Verben mehr auftauchen[1]. )

  • Was passiert, wenn jemand so ein nicht-existierendes Verb nutzt? Etwa mit diesem Aufbau:

    werden zu Farbe = Präfix-"ver" + "Farbe" + (e)n 
    
  • Würden die Deutschsprachigen das verstehen?


[1] Offtopic Bemerkung: Vermutlich überwiegend für zu alltäglichen Prozessen zugeordnete Farben: Z.B. existiert vergilben, weil die Seiten vieler Bücher, die Zähne vergilben usw. aber man sieht kaum, dass etwas zu Purpur wird.

  • Der einzigen mir geläufigen vergleichbaren Ausdrücke sind verblassen und sich [Farbe] verfärben. – Wrzlprmft Dec 13 '13 at 13:39
  • Das geht natürlich immer, aber es kann sich etwas durchaus auch röten, bräunen oder schwärzen. – Ingmar Dec 14 '13 at 7:21
9

Wenn du dich nicht auf das Präfix ver- festlegst, dann findest du einige weitere:

erröten

ergrauen

ergrünen

begrünen

einbläuen (nicht die Wortbedeutung, die früher als einbleuen geschrieben wurde)

einschwärzen

Die Vorsilbe ver- drückt halt u. a. eine negative Entwicklung bzw. eine Auflösung aus. Beim Gelbwerden von Buchseiten nimmt das der Sprachgebrauch so wahr. Bei den anderen Beispielen eben nicht.

Interessant sind dann doch noch die Beispiele mit ver-, die sich aber eigentlich nicht auf die Farbe, sondern das Metall beziehen:

versilbern

vergolden

Und wenn kupfer als Farbe akzeptiert:

verkupfern

  • Tschuldigung, dann existiert vergrünen nicht? – c.p. Dec 13 '13 at 13:25
  • vergrünende Streptokokken – bummi Dec 13 '13 at 13:41
  • 2
    Vorsicht mit einbläuen/einblä(ehemals e)uen. – Carsten S Dec 13 '13 at 14:36
  • @CarstenSchultz Danke für den Hinweis. Laut dwds.de/?qu=einbl%C3%A4uen könnte es die gemeinsame indoeuropäische Wurzel *bheleu-* geben (blau → indoeuropäisch: *bhel-*), was aber unsicher ist. Selbst wenn, kommt einbläuen nicht von blau (Volksethymologie), sondern die Wörter sind erst in neuerer Zeit wieder ähnlich. – Toscho Dec 13 '13 at 14:54
  • Einbläuen war schon OK. Es ist abgeleitet von bläuen, nicht bleuen. – Em1 Dec 13 '13 at 15:19
2

»blauen«

Wiktionary:

Bedeutungen:
dichterisch: blau werden (besonders vom Himmel)

Beispiele:
Der Himmel blaut über dem Meer.

Your Answer

By clicking “Post Your Answer”, you agree to our terms of service, privacy policy and cookie policy

Not the answer you're looking for? Browse other questions tagged or ask your own question.