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Ich habe mehrere Fragen.

  1. Ist der folgende Satz hinsichtlich der Kommasetzung korrekt?

Intuitiv gesprochen ist eine Funktion von A nach B eine Zuordnung, die jedem Element von A ein Element von B zuordnet.

  1. Welche der folgenden Sätze ist hinsichtlich der Kommasetzung korrekt?

a. Eine Funktion von A nach B ist, intuitiv gesprochen, eine Zuordnung, die jedem Element von A ein Element von B zuordnet.

b. Eine Funktion von A nach B ist intuitiv gesprochen eine Zuordnung, die jedem Element von A ein Element von B zuordnet.

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    Wie spricht man denn intuitiv? – Carsten S Jun 27 '16 at 22:33
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    @CarstenS Intuitiv sprechen geht so: "Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?" – tofro Jun 28 '16 at 10:49
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    Das Hauptproblem ist nicht die Kommasetzung, sondern die unidiomatische Wortwahl, die so auch in mathematischen Fachtexten unüblich ist. Das ist kein Deutsch, sondern zu wörtlich übersetztes Englisch - wahrscheinlich deshalb, weil dict.leo.org für "intuitively" nichts Passendes anbietet. Mein Vorschlag: "sinngemäß". – user2183 Jun 28 '16 at 11:15
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    Als Informatiker muss ich übrigens ergänzen: "... jedem Element von A genau ein Element von B zuordnet." Der Unterschied ist klein, aber dennoch sehr wichtig. – Thorsten Dittmar Jun 28 '16 at 13:05
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    @tofro: Mit sinngemäß ist Jans Antwort im Prinzip immer noch passend, und man hat eine bessere Intuition dafür: Normalerweise eher ohne Komma, aber man kann es im Fall 2 auch setzen. – user2183 Jun 28 '16 at 13:35
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Die Fragen sind im Prinzip ein- und dieselbe Frage. Es geht darum, ob »intuitiv gesprochen« durch Kommas abgetrennt werden darf, muss oder nicht darf.

Zunächst einmal ist herauszufinden, was »intuitiv gesprochen« in deinen Beispielsätzen ist. Ein Ganzsatz auf keinen Fall, ein normaler Nebensatz auch nicht: beide würden ein finites Verb benötigen. Es ist auch keine Infinitivgruppe, damit sind die §§ 71 mit 75 der amtlichen deutschen Rechtschreibregeln nicht relevant. Eine Möglichkeit wäre, die Wortgruppe als formelhaften Nebensatz nach § 76 zu verstehen. Die amtlichen Beispiele sind:

Wie bereits gesagt(,) verhält sich die Sache anders. Ich komme(,) wenn nötig(,) bei dir noch vorbei.

Dann wären die Kommas möglich, aber optional.

Eine andere Interpretationsmöglichkeit wäre ein Zusatz oder Nachtrag nach § 77. § 77(7) behandelt explizit Partizipkonstruktionen:

[das betrifft] nachgetragene Partizip- oder Adjektivgruppen oder entsprechende Wortgruppen auch am Ende des Ganzsatzes (siehe auch § 78(3)).

Das würde für eine Kommapflicht in deinem Fall 2a sprechen. Allerdings gilt § 78:

§ 78: Oft liegt es im Ermessen des Schreibenden, ob er etwas mit Komma als Zusatz oder Nachtrag kennzeichnen will oder nicht.


Zusammengefasst: § 77(7) kann sich nur auf deinen Fall 2 beziehen. In Verbindung mit § 78(3) sind die Kommas optional.

§ 76 kann man auf beide deiner Fälle anwenden. Auch dieser beschreibt alle Kommas als optional.

Demnach sind alle drei Varianten korrekt.

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