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Ich lese die Antworte auf diese frühere Frage mit grossem Interesse. Meine Frage stimmt mit der vorherigen überein, aber betrifft auch die Verwendung und Aufbau im Satz.

Sind die folgenden Sätze korrekt ?

Obwohl direkte Verwandte oft wohlgesinnt sind, erweisen sie sich nicht immer als gute Ratgeber.

Ich verstehe, dass wohlgesonnen umgangsprachlicher und neurer wirkt, aber nicht wirklich falsch ist: Zumindest wird das Wort durch seinen Verbrauch gerechfertigt oder legitimiert.

Obwohl direkte Verwandte oft wohlgesonnen sind, erweisen sie sich nicht immer als gute Ratgeber.

Aber muss der Aufbau von wohlgesinnt oder wohlgesonnen unbedingt ein Dativobjekt aufweisen?

Obwohl direkte Verwandte einem oft wohlgesinnt sind, erweisen sie sich nicht immer als gute Ratgeber.

bzw.

Obwohl direkte Verwandte einem oft wohlgesonnen sind, erweisen sie sich nicht immer als gute Ratgeber.

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Wohlgesinnt sein ist eine pure Eigenschaft, die kein bestimmtes Objekt oder Ziel hat - sie ist also intransitiv.

jemandem wohlgesinnt sein hat dagegen ein Objekt - hier dient der Dativ dazu, aus einer eigentlich intransitiven Konstruktion eine transitive zu machen. Das ist eine aus der lateinischen Grammatik übernommene Konstruktion, die es erlaubt, mit einem eigentlich intransitiven Verb eine transitive Aussage zumachen.

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